Ahausen ist ein Stadtteil der Stadt Weilburg im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg.
Geographie Der Ort liegt im nördlichen Taunus, 1,7 km nordöstlich der Weilburger Kernstadt an der Lahn. Im Ort mündet der Grundbach in die Lahn. mini|Eine rekonstruierte Eisenerzverladestation der Grube Allerheiligen in Ahausen
Geschichte Ortsgeschichte Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Ahausen erfolgte unter dem Namen Ahusen im Jahr 1320. Wegen des bei Ahausen in die Lahn mündenden Grundbachs gehörten in früherer Zeit drei Mühlen zum Ortsbereich. Hauptsächlich fanden die Bewohner früher ihr Auskommen in der Landwirtschaft, im Bergbau, als Treidelschiffer oder als Flößer.
Hessische Gebietsreform (1970–1977)
Zum 31. Dezember 1970 fusionierten im Zuge der Gebietsreform in Hessen die bis dahin selbstständigen Gemeinden Ahausen, Bermbach, Drommershausen, Gaudernbach, Hasselbach, Hirschhausen, Kirschhofen, Odersbach und Waldhausen und die Stadt Weilburg auf freiwilliger Basis zur erweiterten Stadt Weilburg. Dadurch wurde Ahausen ein Stadtteil von Weilburg. Für die ehemals eigenständigen Gemeinden sowie für die Kernstadt wurde je ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.
Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Ahausen angehört(e):
bis 1806: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Weilburg, Amt Weilburg ab 1806: Herzogtum Nassau, Amt Weilburg ab 1816: Herzogtum Nassau, Amt Weilburg ab 1849: Herzogtum Nassau, Kreisamt HadamarAbtrennung der Justiz (Justizamt Weilburg) bis 1854. ab 1854: Herzogtum Nassau, Amt Weilburg ab 1867: Norddeutscher BundDer Norddeutsche Bund war der erste deutsche Bundesstaat unter der Führung Preußens. Er war die geschichtliche Vorstufe des Deutschen Reichs., Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, OberlahnkreisEndgültige Trennung zwischen Justiz (Amtsgericht Weilburg) und Verwaltung. ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Nassau, Oberlahnkreis ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Oberlahnkreis ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Oberlahnkreis, Stadt WeilburgAm 31. Dezember 1970 wurde Ahausen als Ortsbezirk in die Stadt Weilburg eingegliedert. ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Limburg-Weilburg, Stadt Weilburg ab 1981: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Gießen, Landkreis Limburg-Weilburg, Stadt Weilburg
Bevölkerung Einwohnerentwicklung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Ahausen 645 Einwohner. Darunter waren 15 (2,3 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 90 Einwohner unter 18 Jahren, 249 zwischen 18 und 49, 147 zwischen 50 und 64 und 162 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 279 Haushalten. Davon waren 78 Singlehaushalte, 96 Paare ohne Kinder und 84 Paare mit Kindern, sowie 15 Alleinerziehende und 6 Wohngemeinschaften. In 81 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 162 Haushaltungen lebten keine Senioren.
Religionszugehörigkeit • 1885: 432 evangelische (= 96,64 %), 15 katholische (= 3,36 %)Einwohner • 1961: 677 evangelische (= 79,91 %), 126 katholische (= 18,61 %) Einwohner
Politik Ortsvorsteherin ist nach der Kommunalwahl in Hessen 2021 Anja Ludwig.
Vereine Das Vereinsleben wird von der 1933 gegründeten Freiwilligen Feuerwehr Ahausen (einschl. Jugendfeuerwehr seit 18. Januar 1985 und Kinderfeuerwehr seit 1. Juni 2010), vom Gesangverein „Concordia“, den Landfrauen, dem TuS Ahausen 1910 e. V. und dem Heimatverein Ahausen e. V. geprägt.
Wirtschaft und Infrastruktur Bei Ahausen treffen sich die Landesstraßen 3020 und 3025 und die Kreisstraße 418.
Seit dem Jahr 1933 sorgt die Freiwillige Feuerwehr Ahausen (ab 18. Januar 1985 mit Jugendfeuerwehr und seit 1. Juni 2010 mit Kinderfeuerwehr) für den abwehrenden Brandschutz und die allgemeine Hilfe in diesem Ort.
Es bestehen das Bürgerhaus in der Selterser Straße, der Sportplatz, ein Kinderspielplatz sowie Rad- und Wanderwege.
Literatur
Weblinks
Stadtteil Ahausen. In: Webauftritt der Stadt Weilburg.
Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Limburg-Weilburg Kategorie:Geographie (Weilburg) Kategorie:Ort an der Lahn Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Limburg-Weilburg) Kategorie:Ersterwähnung 1320 Kategorie:Gemeindeauflösung 1970