mini|Yann-Fañch Kemener im Konzert in Guérande, 2013. Yann-Fañch Kemener ([]; * 7. April 1957 in Sainte-Tréphine (Côtes-d’Armor) als Jean-François Quémener; † 16. März 2019 in Trémeven (Département Finistère)) war ein französischer Sänger traditioneller bretonischer Musik und ein Musikethnologe. Yann-Fañch ist die bretonische Form des Vornamens Jean-François und Kemener bedeutet Schneider.

Leben und Karriere In den Jahren 1970 bis 1980 beteiligte er sich aktiv am Wiederaufleben des Kan ha Diskan in der Bretagne, insbesondere zusammen mit seinem Partner Erik Marchand. Als Sänger wirkte er mit am Fortbestand des traditionellen Gesangs.

Mit knapp dreißig begann er Lieder zu sammeln und trug in eineinhalb Jahrzehnten einen beachtlichen Schatz an Tanzliedern, Trauerliedern und Gedichten zusammen, mündliche Überlieferungen aus dem Herzen der Bretagne (Kreiz Breizh).

Er lehrte die bretonische Sprache. Andere Künstler, wie Luise Ebrel, frischten bei ihm ihre Kenntnisse auf.

1977 gewann er den ersten Preis des Wettbewerbs Kan ar Bobl (Bretonisch: Gesang der Leute).

Seine Veröffentlichungen und Auftritte (zusammen mit der Gruppe Barzaz aber auch mit Dan Ar Braz, Didier Squiban, Alain Genty, Aldo Ripoche, Anne Auffret, …) und der einzigartige Klang seiner Stimme machen ihn zu einer markanten Person des bretonischen Gesangs.

Er veröffentlichte zahlreiche CDs und sang auf vielen festoù-noz.

Am 26. September 2009 wurde ihm der neugegründete französische Hermelinorden verliehen. Nach langer Krankheit starb Yann-Fañch Kemener am 16. März 2019 in der Nähe von Quimperlé (Finistère).

Diskographie Chants profonds et sacrés de Bretagne, 1977 Chants profonds et sacrés de Bretagne 2, 1978 Chants profonds et sacrés de Bretagne 3, 1982 Kan ha diskan, 1982, mit Marcel Guilloux Chants profonds et sacrés de Bretagne 4, 1983 Chants profonds de Bretagne, 1983 Dibedibedañchaou, 1987, neu aufgenommen 1999 (Abzählreime für Kinder in Bretonisch) Gwerziou et soniou, 1988 Ec'honder, 1989, zusammen mit der Gruppe Barzaz Chants profonds de Bretagne, 1991 An den kozh dall, 1992, zusammen mit der Gruppe Barzaz Roue Gralon Ni Ho Salud, 1993, mit Anne Auffret Chants profanes et sacrés de Bretagne - Roue Gralon ni ho salud, 1993 Enez eusa, 1995, mit Didier Squiban Île-Exil, 1996, mit Didier Squiban Karnag / Pierre Lumière, 1996 Carnet de route, 1996 (collectages auprès d'anciens) Kan ha diskan, 1997, mit Valentine Collecter, Erik Marchand, Marcel Guilloux, Annie Ebrel, Claudine Floc'hig, Patrick Marie, Ifig Troadeg Kimiad, 1998, mit Didier Squiban Barzaz Breiz, 1999, mit La Maîtrise de Bretagne An Eur Glaz, 2000, mit Aldo Ripoche An dorn, 2004, mit Aldo Ripoche Dialogues, 2006, mit Aldo Ripoche und Florence Pavie Noël en Bretagne, 2008, mit Aldo Ripoche Tuchant e erruo an hañv - Bientôt l'été, 2008, mit Aldo Ripoche, Florence Rouillard und Ruth Weber Requiem d'Anne de Bretagne, 2011, mit dem Ensemble Doulce Mémoire unter Denis Raisin Dadre, Zig-Zag Territoires YFK~2016, 2016, mit ba.fnu Dañs !, 2017, mit Trio Yann-Fañch Kemener

Weblinks

Offizielle Seite Blog Videoportrait des Institut culturel de Bretagne anlässlich der Verleihung des Hermelinordens

Einzelnachweise

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