Der Darb al-Hawarnah (, ) ist eine Altstraße, die eine unmittelbare Ost-West-Verbindung zwischen dem Hauran, damals eine Kornkammer, via See Genezareth, und der Mittelmeerküste bei Akkon bildet. Sie geht auf phönizische Ursprünge zurück und wurde zur Römerstraße ausgebaut. Der arabische Namen rührt von den hauranitischen Weizenkaufleuten her, die ihre Waren aus der Hauran-Ebene (Süden des heutigen Syriens) nach Tiberias lieferten.ʿAli Habiballah (), “” (28. April 2025), auf: ; abgerufen am 16. Mai 2025.

Verlauf und Orte Der Darb al-Hawarnah verläuft vom Hauran aus westwärts nördlich parallel oberhalb vom Jarmuk, an den südlichen Hängen der Golanhöhen und führt durch die Uferebene südlich des Sees Genezareth dann weiter über Beit Sera, quert dort den Jordan. Dann steigt der Weg westwärts durchs Wadi Faǧas des Nachal Javneʾel (ein Zufluss des Jordans) hinauf zur Anhöhe Ramat Javneʾel mit Javneʾel unterhalb der Hörner von Hittim bis nach Kafr Kama. Von dort führt die Route weiter nordwestwärts durchs Gebiet Sde Ilans in die Senke von Turʿan () vorbei unterhalb von Zippori und Channaton, der Abschnitt in der Senke, ab Anschlussstelle Mechlaf Golani entspricht etwa der heutigen Landstraße Kvisch . Von Channaton wechselt die Route über den Hügel Givʿat Michmannim (260 m) ins Tal des Nachal Evlajim (), vorbei an Iʿbillin und dem sanften Gefälle des Bachs folgend hinab in die phönikische Küstenebene, die er bei Qirjat Bialik südlich Akkons erreicht.Omri Avidar () nach Dani Eisenkot (), “” (1. November 2022), auf: Omri-Travel ; abgerufen am 16. Mai 2025.

Eine alternative Route führt aus dem Hauran über den Golan und quert den Jordan per Jakobsfurt (heute die Brücke Gescher Bnot Jaʿaqov), folgt dem Jordantal dann südwärts, um bei Chirbat al-Minya an den See Genezareth zu stoßen. Über Tiberias am Seeufer führt der Weg hinauf aus dem Grabenbruch nach Galiläa bis zur Senke von Turʿan, auch auf diesem Abschnitt dem heutigen Kvisch entsprechend. Ab dem Mechlaf Golani (, ) besteht südwärts vorbei am Berg Tabor auf der Via Maris Verbindung gen Ägypten. Beim kreuzungsfreien Ausbau der einstigen Kreuzung Zomet Maskanah (, ) im Auftrag der Netivei Jisraʾel zur Anschlussstelle 2011 entdeckten die Bauleute Reste des römischen Überbaus des Darb al-Hawarnah.

Literatur Edward Lipiński: Itineraria Phoenicia. Peeters, Leuven 2004, ISBN 90-429-1344-4, S. 14.

Einzelnachweise

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