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mini|380px|Blick auf Garmisch-Partenkirchen
Ensembles Ensemble Badgasse mini|220px|links|Lüftlmalerei am Berweinhaus Das Ensemble umfasst den südwestlichen Teil der Badgasse am Rand des historischen Ortskerns von Partenkirchen. Ihre bogenförmige Führung wird bestimmt vom ehemaligen Verlauf des Kankerbaches, der entlang der Gasse floss und erst in jüngerer Zeit abschnittsweise verlegt wurde.
Der Bereich ist weitgehend locker mit ehemaligen Bauern- und Gerberhäusern bebaut, meist giebelständig, mit Flachsatteldächern; anstelle von Nr. 12 stand einst das Badhaus. Im Norden bildet heute das ehemalige Bauernhaus Nr. 7, ein charakteristischer Werdenfelser Mittertennbau, den städtebaulich wirkungsvollen Zugang zu dem Straßenraum, der weitgehend nach einem Flächenbrand 1821 neu bebaut wurde. Von besonderer Bedeutung ist die Gruppe des Berweinhauses Nr. 14 mit seinem reichen Zierbundgiebel und Bemalung von Heinrich Bickel sowie des altertümlichen Gerbermannhauses Nr. 16 mit Werdenfelser Mittertenne.
Aktennummer: E-1-80-117-1
Ensemble Sonnenbergstraße Die Bedeutung des Ensembles Sonnenbergstraße, das sich vom alten Partenkirchener Ortskern in östlicher Richtung gegen den Fuß des Wank im ansteigenden Gelände des Sonnenbergs ausdehnt, liegt in der weitgehend einheitlichen Bebauung nach dem großen Flächenbrand von 1863, dem 54 Häuser zum Opfer gefallen waren. Beim Wiederaufbau der meist bäuerlichen Anwesen wurde aus Brandschutzgründen die alte Werdenfelser Hausbautradition aufgegeben. Verputzte Bruchsteinbauten mit mittelsteilen Ziegeldächern ersetzten die schindelgedeckten Blockbauten mit ihren Zierbundgiebeln. mini|300px|Der Floriansplatz mit der von rechts einmündenden Sonnenbergstraße Die breite Hauptachse im Ensemble bildet die Sonnenbergstraße. Ihre Richtung wird von einem ehemals offen fließenden Bachlauf bestimmt. Bäuerliche Giebelbauten fassen den angerartigen Straßenzug ein, der durch den Antonius- und Floriansbrunnen besonders akzentuiert wird.
In die platzartige Ausweitung der Straße beim Floriansbrunnen münden mehrere Gassen ein, die zum Ensemble gehören.
Die Römerstraße ist durch dicht aneinandergeschlossene, oftmals giebelständige Bauernhäuser doppelseitig bebaut. Die Giebel stehen sich hier gegenüber und bilden einen besonders einheitlichen Straßenraum, der durch geschnitzte und aufgedoppelte Haustüren und hölzerne Balkone belebt wird.
Der gewundene Zug der Ballengasse – sie ist ebenfalls doppelseitig mit Giebelhäusern bebaut – zeigt eine Gruppe Alt-Werdenfelser Häuser Nr. 7/9, 11, 13, die vom Brand 1863 nicht berührt worden ist und eindrucksvoll an den älteren malerischen Charakter der Bebauung des Sonnenbergs erinnert.
Die Bebauung der St.-Anton-Straße ist das Ergebnis einer Aussiedlung von 1864. Bäuerliche Giebelbauten liegen sich in einer verhältnismäßig schmalen Gasse gegenüber.
Aktennummer: E-1-80-117-7
Ensemble Fürstenstraße Das Ensemble umfasst den nördlichen der beiden durch die Loisach getrennten frühen Siedlungskerne der Ortschaft Garmisch. Von dem zur Burg Werdenfels und weiter nach Murnau führenden alten Verkehrsweg (heute Burgstraße) östlich tangiert, hat sich der Bereich um die alte Pfarrkirche St. Martin, der ursprünglichen Mutterkirche für das gesamte obere Loisach- und Isartal, als eng umgrenztes Quartier von besonderer historischer Dichte erhalten, während das Gebiet südlich der Loisach viel stärker expandierte und mit dem barocken Pfarrkirchenneubau zum eigentlichen Ortszentrum wurde. mini|220px|Haus zum Husaren Am Nordende der Fürstenstraße, an der höchstgelegenen Stelle des vom Flussübergang her leicht ansteigenden Geländes, steht die um 1280 statt eines romanischen Vorgängerbaues errichtete Martinskirche, umgeben vom ehemaligen Friedhof, dem im Kern barocken Pfarrhof mit -ökonomie (Pfarrhausweg 4), dem alten Mesnerhaus (Lazarettstraße 2) und der 1853 der Kirche südlich angefügten alten Schule (Pfarrhausweg 1). Von der auf der Westseite der Fürstenstraße zur Kirche hin gestaffelten Bebauung reichen der große Steilgiebelbau des ehemaligen Rentamtes (Fürstenstraße 21) und das mit reicher Fassadenzier versehene „Haus zum Husaren“ (Fürstenstraße 25) noch in das 17. Jahrhundert zurück. Die im frühen 20. Jahrhundert anstelle des alten Bräuhauses (Fürstenstraße 23, heute Gasthaus Bräustüberl) bzw. des ehemaligen bäuerlichen Anwesens Fürstenstraße 27 errichteten Nachbarsbauten respektieren in Bauflucht und Maßstab die barocken Vorgängeranlagen und suchen durch ihre Gestaltung in Formen des alpenländischen Heimatstils den malerischen Reiz des Straßenbildes noch zu erhöhen. Das „Bräustüberl“ erfuhr (ebenso wie das Pfarrhaus) in den Jahren 1934/36 eine Umgestaltung, wobei die Wandbilder von Heinrich Bickel den historischen Ortsbezug thematisieren und zugleich an die Tradition der Lüftlmalerei – hier am Haus zum Husaren besonders anschaulich – anknüpfen. Der 1907/1908 unterhalb des Chores von St. Martin in barockisierendem Jugendstil errichtete neue Schulbau (Burgstraße 9) bildet das moderne Pendant zum Schulhaus von 1853; er markiert zugleich die nordöstliche Begrenzung des Ensembles. Eine noch jüngere Variante barockisierender Formen zeigt das 1927 errichtete Geschäftshaus Fürstenstraße 19, das den Auftakt des Ensembles von Süden her bildet. Östlich der Fürstenstraße erstreckt sich in einer Senke die bäuerliche Besiedelung „Im Winkl“, geprägt durch die eng zueinanderstehenden Bauernhäuser, wobei sich die Fürstenstraße bei den Häusern Nr. 22, 24, 26 und 28 mit ihren teilweise noch in das 18. Jahrhundert zurückgehenden Ziergiebeln, platzartig vor dem ehemaligen Bräuhaus aufweitet. In lockerer Anordnung stehen östlich von „Im Winkl“ die ehemaligen Bauernanwesen Burgstraße 5 und 7, die wie viele Häuser in Garmisch in den 1920er/30er Jahren zu Wohnhäusern umgebaut wurden.
Aktennummer: E-1-80-117-9
Ensemble Loisachstraße mini|180px|Handwerkerhaus mit Legschindeldach aus dem 17. Jahrhundert Das Ensemble Loisachstraße umgreift die Häuserzeile längs des linken Garmischer Loisachufers vom stattlichen ehemaligen Benefiziatenhaus, Nr. 43, im Nordosten bis zur Grenze der historischen Besiedlung im Südwesten, wo sich die Bebauung auffächert. Es handelt sich um Block- und Putzbauten verschiedener Größe, vorwiegend aber um kleinere ehemalige Flößer- und Handwerkerhäuser aus dem 17. bis zum frühen 20. Jahrhundert, regelmäßig mit alpenländischem Flachsatteldach und fast immer mit dem Giebel nach Südosten, in offener Bauweise oder in nahezu geschlossenen Gruppen.
Im nordöstlichen Teil, beim Loisachsteg, ist die besonders malerische Kleinhäusergruppe Nr. 35–39 bemerkenswert, in der sich eines der letzten, bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts üblichen Legschindeldächer erhalten hat. Im Südwesten haben sich, zurückgesetzt hinter einer kleinteiligen, meist erneuerten Wohnhäusergruppe, drei eindrucksvolle breitgelagerte Werdenfelser Bauernhäuser, zum Teil Doppelbauten, die aus dem 17.–19. Jahrhundert stammen, erhalten.
Dem Reichtum an Baudetails (Zierbundgiebel, Lüftlmalerei, hölzerne Söller und Veranden, Haustüren, Hausbänke, Balkenköpfe, Fensterläden) entspricht die Vielfalt an kleinen Hausgärten und Vorplätzen mit Schupfen und Holzlegen.
Aktennummer: E-1-80-117-5
Ensemble Frühlingstraße mini|180px|Die Frühlingstraße im Ortsteil Garmisch Der östliche Teil der Garmischer Frühlingstraße dehnt sich auf dem Rand einer Hochuferterrasse der Loisach aus. Die Gasse, ehemals „Am Rain“ genannt, ist einseitig bebaut. In dichter, nahezu geschlossener Reihung stehen Bauernhäuser mit weit ausgreifenden Flachsatteldächern giebelständig zur Gasse. Die ehemals langen schmalen, bis zum Fuß des Grasbergs reichenden rückseitigen Grundstücke wurden meist in jüngster Zeit parzelliert und überbaut. Dagegen sind die den Anwesen südlich vorgelagerten, in die Niederterrasse herabreichenden kleinen Hausgärten mit ihren Schupfen und einer Schmiede in ihrem historischen Erscheinungsbild weitgehend erhalten geblieben. Die Häuserreihe, bis Anfang des Jahrhunderts einheitlich mit Schindeldächern gedeckt, weist mit Nr. 23 noch ein Mittertennhaus und mit Nr. 29 einen bedeutenden massiven Bau des 16. Jahrhunderts auf. Der Reichtum an Zierbundgiebeln und hölzernen Altanen sowie das ebenso geschlossene wie malerische Bild der Häuserreihe, die überwiegend aus dem 18. Jahrhundert stammt, haben bewirkt, dass die Straße zum Inbegriff einer alpenländischen, bäuerlichen Siedlung wurde.
Aktennummer: E-1-80-117-2
Ensemble Loisachgries Das Ensemble umfasst die historische Bebauung auf dem ehemaligen Loisachgries, das sich nordwestlich des neueren, durch die barocke Martinskirche bestimmten, Garmischer Ortskerns ausdehnt. Etwa parallel hintereinander, doch leicht geschwungen, erstrecken sich in nordöstlich-südwestlicher Richtung vier Gassen, die in der Regel lediglich nordseitig mit verschieden dicht gereihten Häusern bebaut sind, meist ehemaligen Bauernhäusern des Werdenfelser Typs mit weit ausgreifenden Flachsatteldächern, vereinzelt noch mit charakteristischen Zierbundgiebeln. Bereits im späten 19. Jahrhundert begann der Umbau von Stallteilen zu Wohnräumen. Die seitdem veränderten oder neu errichteten Wohnhäuser, Gasthäuser und Pensionen folgen nach Proportionen, Dachart und -neigung dem historischen Bauernhaustyp bzw. sind den Formen des Heimatstils verpflichtet. Der einheitliche Charakter des Ensembles wird zudem durch die Reihenbebauung und fast ausschließlich südöstlich orientierte Giebelstellung der Bauten bestimmt. Befördert durch die olympischen Winterspiele 1936 hat ein Wandel vom bäuerlichen zu einem vom Fremdenverkehr geprägten Ortsbild stattgefunden, dem auch der Ausbau des östlichen Abschnitts der Griesstraße zur Geschäftsstraße (störendes Gebäude Griesstraße 6) geschuldet ist. mini|260px|Gasthaus zur Schranne im Loisachgries Die Häuserzeile der Sonnenstraße, der sich im Nordosten die der Promenadestraße 2–7 anschließt, bildet das eindrucksvollste Element des Ensembles. Sie geht in ihrer Anlage wohl auf das 16./17. Jahrhundert zurück und umfasst eine langgestreckte Reihe ehemaliger bäuerlicher Giebelhäuser des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts, einzelne noch mit den Merkmalen des Werdenfelser Hauses (Sonnenstraße 17 u. a.), darüber hinaus hölzernen Balkonen und Fassadenmalereien bis in die jüngste Zeit. Ihre Rückgebäude bilden zugleich die Südseite der Griesgartenstraße, die in unterschiedlicher Dichte eine heterogene Bebauung aus ehemaligen Bauernhäusern (Kleinbauernhaus Griesgartenstraße 1, Werdenfelser Haus Griesgartenstraße 14 u. a.), Nebengebäuden und Schupfen aber auch zwei stattlichen Gebäuden (ehemalige Bäckerei Griesgartenstraße 10 und Gasthaus Griesgartenstraße 20 mit einer Lüftlmalerei von Heinrich Bickel) aufweist. Zwischen Sonnenstraße und Von-Müller-Straße befindet sich ein angerartiger Bereich, den wenige Kleinhäuser (Von-Müller-Straße 8 u. a.), Schupfen und Gärten besetzen. Der am weitesten südliche, dem Mühlbach zugeordnete Gassenzug ist die Griesstraße. Während sie in ihrem östlichen Teil bis zu einer platzartigen Erweiterung am Beginn der Von-Müller-Straße doppelseitig bebaut ist und von Wohn- und Geschäftshäusern der 1930er Jahre (Griesstraße 3, 5, 7) geprägt wird, zeichnet sich ihr westlicher Teil durch eine lockere Bebauung mit Wohn- und Geschäftshäusern sowie einer ehemaligen Schmiede (Von-Müller-Straße 7) aus. Im Westen treffen Griesgarten-, Sonnen-, Von-Müller- und Griesstraße platzartig zusammen. Das Gasthaus (Von-Müller-Straße 12) schließt hier das Ensemble ab.
Aktennummer: E-1-80-117-3
Ensemble Klammstraße Das Ensemble umfasst einen Teil der nördlichen Klammstraße sowie die östliche Höllentalstraße und die Schmiedstraße. Die Straßen und Gassen liegen rechtwinklig zueinander am Südrand des historischen Ortskerns von Garmisch und weisen meist locker gereihte und giebelständig zur Straße stehende Werdenfelser