mini|hochkant|Wappen der Pfalzgrafschaft Tübingen Dieser Artikel enthält die Liste der Wappen mit dem Emblem der Pfalzgrafen von Tübingen.
Ursprung des Wappens mini|links|hochkant=3.2|Wappen verschiedener Linien der Pfalzgrafen von Tübingen aus der Zürcher Wappenrolle um 1335/45 mini|Incuses Didrachmon von Kroton Das ursprüngliche Wappen der Tübinger Pfalzgrafen zeigt eine rote Fahne mit drei Hängeln (Gonfanon), volkstümlich auch als „Kirchenfahne“ bezeichnet, mit goldenen Ringen und Fransen im goldenen Schild. Aus diesem Wappen wurden im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Familien- und Kommunalwappen abgeleitet.
Die drei Ringe des Tübinger Wappens finden laut einer Hypothese von Hildebrecht Hommel, genauso wie die Fahnenlatzfransen und die Senkrechtstellung der Fahne, nur eine sinnvolle Erklärung, wenn man sie als Übernahme eines missverstandenen antiken Münzbilds fasst. Die an drei Ringen hängende Pfalzgrafenfahne, deren drei Lätze in Fransen auslaufen, hat große Ähnlichkeit mit einem Dreifuß, der auf den Incusenmünzen von Kroton dargestellt ist. Vermutlich verwendete ein Tübinger Pfalzgraf die konkav geprägte Rückseite dieser Münze als Siegelstempel, der später wiederholt ähnlich nachgeschnitten wurde.
Familienwappen Fürstenberg
Das Pfalzgrafenwappen kommt über den Umweg der Grafen von Werdenberg, welche die Fürstenberger nach deren Aussterben beerbten, in das Wappen der Fürstenberger.
Montfort Das Wappen der Herren von Montfort orientiert sich am Wappen der Pfalzgrafen von Tübingen und zeigt eine rote Montfortsche Kirchenfahne mit drei Hängeln und drei Ringen in derselben Farbe auf silbernem Grund.
Werdenberg Das Wappen der verschiedenen Zweige der Werdenberger orientiert sich ebenfalls am Wappen der Pfalzgrafen von Tübingen. Die Linie Werdenberg-Heiligenberg führte durch Beschluss von Hugo I. von Werdenberg 1277 in Silber eine schwarze Fahne. Das Wappen der Linie Werdenberg-Vaduz zeigt eine weiße Fahne in Schwarz.
Windisch-Graetz
Kommunalwappen Die Liste zeigt aktuelle Wappen als auch Wappen ehemals selbständiger Gemeinden.
Deutschland Baden-Württemberg Alb-Donau-Kreis
links|rand|107px Altheim In geteiltem Schild oben gespalten, vorne in Rot eine dreilatzige silberne (weiße) Fahne mit goldenen (gelben) Fransen, hinten von Schwarz und Silber (Weiß) geteilt, unten in Grün ein silbernes (weißes) Hifthorn (Mundstück rechts) mit goldenen (gelben) Beschlägen und goldener (gelber) Fessel Erklärung: Die Fahne steht für das Wappen der Grafen von Werdenberg, die das zur Herrschaft Albeck gehörende Dorf 1385 mit Kirchensatz, Wittum und Zehntrechten an die Reichsstadt Ulm verkauften. Das von Schwarz und Silber geteilte Feld des Gemeindewappens erinnert an die letztere, während das Hifthorn darauf hinweisen soll, dass das reichsstädtische Amtshaus in Altheim von 1700 an Sitz eines Ulmer Oberforstmeisters gewesen ist.
links|rand|107px Börslingen In gespaltenem Schild links in Rot eine silberne Kirchenfahne, rechts in Silber eine pfahlweise gestellte rote doppelzügige Börse mit abhängenden blauen Nesteln
links|rand|107px Langenau Im oberen Feld ein springendes, schwarzes Pferd auf goldenem Grund, unten links im roten Feld ist die dreilatzige silberne Kirchenfahne der Werdenberger zu sehen, rechts davon das schwarz und weiß geteilte Schild der Stadt Ulm Erklärung: Das springende Pferd macht auf die einst in Langenau bedeutende Pferdezucht aufmerksam. Die Kirchenfahne verweist auf die Werdenberger als Herren von Albeck. Die Farben Schwarz und Silber deuten auf die Zugehörigkeit zur freien Reichsstadt Ulm von 1377–1802 hin.
links|rand|107px Langenau-Hörvelsingen Im oberen Feld ein Linsenstängel, im unteren Feld die Reichssturmfahne der Pfalzgrafschaft Tübingen
Bodenseekreis
links|rand|107px Ehemaliger Landkreises Tettnang In Silber eine dreilatzige rote Fahne über einem gewellten blauen Schildfuß Erklärung: Die Fahne steht für die Grafen von Montfort aus dem Hause der Pfalzgrafen von Tübingen, deren Gebiet auch das Kreisgebiet Tettnang umfasste. Der Wellenbalken soll den Bodensee versinnbildlichen.
links|rand|107px Kressbronn am Bodensee In Silber über zwei jeweils mit schwarzen Stielen zusammenhängenden Dreiergruppen schwarzer Kirschen eine dreilatzige golden befranste rote Fahne mit drei goldenen Trageringen Erklärung: Die rote Fahne erinnert daran, dass Kressbronn bis 1780 zur Herrschaft der Grafen zu Montfort gehörte. Die Kirschen stehen stellvertretend für den Obstanbau in Kressbronn.
links|rand|107px Langenargen In Silber an drei goldenen Trageringen eine dreilatzige, golden befranste rote Fahne, oben belegt mit einem kurzen, doppelreihig von Schwarz und Gold gespickelten Balken
links|rand|107px Meckenbeuren In gespaltenem Schild vorne in Silber eine dreilatzige rote Fahne mit drei roten Trageringen, hinten in Rot ein aufgerichteter silberner Windhund mit schwarzem Halsband und silbernem Ring daran Erklärung: Die dreilatzige Fahne ist dem Wappen der Grafen von Montfort entlehnt, zu deren Herrschaft der östliche Teil der Gemeinde von 1539 bis 1780 gehörte. Der Windhund stammt aus dem Wappen der Familie Humpis (auch Huntpiss), die vom 15. bis zum 18. Jahrhundert Besitzer der Herrschaft Brochenzell war.
links|rand|107px Neukirch In Silber unter einer dreilatzigen roten Fahne schräggekreuzt ein gestürztes rotes Schwert und ein roter Abtsstab
links|rand|107px Tettnang-Kau In Silber ein bewurzelter schwarzer Baumstumpf, in dem eine schwarze Axt mit schräglinks nach oben weisendem Griff steckt, im rechten Obereck eine dreilatzige befranste rote Fahne mit drei Trageringen Erklärung: Abgebildet sind ein schwarzer Baumstumpf mit einem Beil, der auf die Namensentstehung Kaus hinweist, sowie eine rote dreilatzige Fahne, die an die Zugehörigkeit zur Grafschaft Montfort erinnert.
links|rand|107px Tettnang-Laimnau
links|rand|107px Tettnang-Langnau (bis 2025) In gespaltenem Schild vorne in Rot ein durchgehendes goldenes Paulinerkreuz, hinten in Silber eine dreilatzige rote Fahne an drei goldenen Trageringen
links|rand|107px Tettnang-Tannau In Silber auf grünem Boden eine grüne Tanne, oben rechts eine dreilatzige rote Fahne (Kirchenfahne) an drei schwarzen Trageringen Erklärung: Das Symbol der Tanne steht nicht mit dem Ortsnamen in Verbindung, sondern wurde zu diesem assoziiert. Möglicherweise ist es eine Ableitung des Ortsnamens von seinem Begründer, einem „Tanno“. Die dreilatzige, rote Fahne erinnert an die Zugehörigkeit zur Grafschaft Montfort. Die Gemeinde erhielt ihr Wappen am 29. Juni 1961, seit der Eingemeindung zu Tettnang wird es nicht mehr amtlich genutzt.
Landkreis Biberach
links|rand|107px Eberhardzell-Füramoos In gespaltenem Schild vorne in Rot eine silberne Waage, hinten in Silber eine dreilatzige rote Fahne
links|rand|107px Kirchdorf an der Iller In gespaltenem Schild vorne in Gold zwei gekreuzte brennende rote Kerzen, hinten in Rot eine goldene dreilätzige Fahne
Landkreis Böblingen
rand|links|107px Landkreis Böblingen In Gold (Gelb) unter einer liegenden schwarzen Hirschstange eine dreilatzige rote Fahne mit drei schwarzen Ringen Erklärung: Die Fahne ist die Wappenfigur der Pfalzgrafen von Tübingen, die württembergischen Hirschstangen symbolisieren die sehr frühe Zugehörigkeit des Kreisgebiets zu Württemberg. Das Wappen wurde am 18. April 1947 angenommen und dem neuen vergrößerten Landkreis Böblingen am 30. August 1974 vom Innenministerium Baden-Württemberg neu verliehen.
links|rand|107px Böblingen In Gold eine dreilatzige rote Fahne an drei roten Trageringen
rand|links|107px Herrenberg In Rot eine dreilatzige goldene Fahne an drei goldenen Trageringen Erklärung: Bereits das Stadtsiegel aus dem 13. Jahrhundert zeigt dieses auf die Pfalzgrafen von Tübingen zurückgehende Bild. Die gegenüber dem pfalzgräflichen Wappen umgekehrten Farben sind seit dem frühen 15. Jahrhundert belegt.
Landkreis Calw
links|rand|107px Altensteig-Walddorf In Grün eine dreilatzige silberne Fahne
Landkreis Esslingen
links|rand|107px Deizisau In gespaltenem Schild vorne in Gold eine dreilatzige rote Fahne, hinten in Rot ein goldener Entenfuß Erklärung: Die Fahne der Pfalzgrafen von Tübingen stammt vom Esslinger St. Katharinen-Spital, in dessen Besitz sich Deizisau für mehrere Jahrhunderte befand. Die Herkunft und Bedeutung des Entenfußes sind unbekannt. Die Farben des Wappens, Rot und Gold, sind die Farben der Esslinger Patrizierfamilie Bürgermeister von Deizisau, zu deren Eigentum Deizisau im Mittelalter einige Zeit lang gehörte.
Landkreis Freudenstadt
links|rand|107px Freudenstadt-Igelsberg In Rot ein aus einem silbernen Dreiberg wachsender goldener Abtstab zwischen den Wappenschilden des Klosters Reichenbach (in Gold der rote Kleinbuchstabe r in Fraktur) und der Pfalzgrafen von Tübingen (in Gold eine dreilatzige rote Fahne)
Landkreis Heidenheim
links|rand|107px Dischingen-Trugenhofen In gespaltenem Schild vorne in Silber eine rote dreilätzige Kirchenfahne, hinten in Blau ein silberner Zinnenturm
Landkreis Konstanz
links|rand|107px Gaienhofen Das alte Gaienhofener Wappen zeigt in Silber ein rotes Kreuz, belegt mit einem silbernen Herzschild, darin eine rote dreilatzige Kirchenfahne mit drei goldenen Ringen
Landkreis Ravensburg
links|rand|107px Amtzell In gespaltenem Schild vorne in Silber ein linkshin aufgerichteter, rot bewehrter und rot bezungter schwarzer Bär, hinten in Rot eine dreilatzige silberne Fahne mit drei silbernen Trageringen Erklärung: Der Bär gilt als Symbol für die heute eher umstrittene frühere Zugehörigkeit zum Kloster St. Gallen, die Montfortfahne erinnert an die Herrschaft der Grafen von Montfort, die über Jahrhunderte mit ihren Residenzen in Tettnang, Bregenz und Feldkirch starken Einfluss ausübten. Das Amtzeller Wappen besteht seit 1938.
Landkreis Reutlingen
links|rand|107px Trochtelfingen-Mägerkingen Unter einem goldenen Schildhaupt, darin eine liegende schwarze Hirschstange, in Rot eine dreilatzige silberne Fahne
links|rand|107px Oferdingen Unter blauem Schildhaupt, darin drei sechsstrahlige goldene Sterne, in Gold eine dreilatzige rote Fahne
links|rand|107px Trochtelfingen-Steinhilben In geteiltem Schild oben in Silber auf grünem Dreiberg ein wachsender feuerspeiender rot bewehrter schwarzer Drache, unten in Schwarz eine dreilatzige silberne Fahne
Landkreis Sigmaringen
links|rand|107px Habsthal In geteiltem Schild oben in Gold eine dreilatzige rote Fahne, unten in Rot ein stehender goldener Hirsch Erklärung: Die rote Fahne auf goldenem Grund ist das Wappen der Pfalzgrafen von Tübingen, auf deren Besitz 1259 das Habsthaler Kloster angesiedelt wurde, der Hirsch deutet auf die spätere Herrschaft der Grafschaft Sigmaringen.
links|rand|107px Hochberg In Silber ein roter Balken, darüber ein rot bezungter schwarzer Eberkopf mit goldenen Hauern und goldenem Kragen, darunter eine dreilatzige schwarze Fahne
links|rand|107px Jungnau In geteiltem Schild oben in Blau eine silberne Schere, unten in Silber eine dreilatzige schwarze Fahne Erklärung: Das Wappen nimmt Bezug auf die Wappen der Adelsgeschlechter von Jungingen (silberne Schere auf blauem Grund) und von Werdenberg (dreilatzige Fahne), beide zeitweilige Besitzer von Jungnau. Das Wappen wurde am 28. Januar 1949 durch das Innenministerium Württemberg-Hohenzollern verliehen.
links|rand|107px Oberschmeien In geteiltem Schild oben in Schwarz ein [achtschaufliges] silbernes Mühlrad, unten in Silber eine dreilatzige schwarze Fahne
links|rand|107px Storzingen In geteiltem Schild oben in Rot auf goldenem Dreiberg eine silberne Raute (Weck), unten in Silber eine dreilatzige schwarze Fahne Erklärung: Das Wappen lehnt sich an das Wappen des Geschlechts der Ritter von Weckenstein, das als Wappen auf rotem Schild eine auf die Spitze eines grünen Dreibergs stehende silberne Raute zeigt, an und zeigt unten in Silber die schwarze Kirchenfahne der Grafen von Werdenberg.
links|rand|107px Unterschmeien