mini|Bergstation Die Seilbahn Jenesien () war eine Luftseilbahn, die die Südtiroler Landeshauptstadt Bozen mit dem auf dem Tschögglberg gelegenen Jenesien verband. Sie war Teil des Verkehrsverbunds Südtirol und wurde von der SAD Nahverkehr AG betrieben. Im Dezember 2025 wurde der Auftrag zur Neuerrichtung erteilt, 2026 begannen die Bauarbeiten.
Technisches mini|Seilbahnstützen und Kabine Die Trasse führte von der gelegenen Talstation an der Sarntalstraße am Stadtrand von Bozen über sieben Seilbahnstützen aus Stahlbeton zur Bergstation auf Höhe bei Jenesien. Die Bergstation, in deren Nähe sich das Schwimmbad und der Tennisclub von Jenesien befinden, lag etwa 50 Höhenmeter und etwa einen halben Kilometer vom Dorfzentrum entfernt. Die Fahrt, die einen Höhenunterschied von 741 m überwindet, bot weite Ausblicke auf den Bozner Talkessel, den gegenüberliegenden Ritten und die westlichen Dolomiten.
Die Seilbahn hatte eine schräge Länge von 2488 m bei einer horizontalen Länge von 2355 m. Die beiden Tragseile waren in der Bergstation verankert und wurden in der Talstation von 30 t schweren Gewichten gespannt. Der Antrieb befand sich in der Bergstation. Die beiden Kabinen für je 21 Personen fuhren mit einer Geschwindigkeit von maximal 5,5 m/s (20 km/h).
Geschichte Die Pendelbahn wurde von Luis Zuegg nach dem System Bleichert/Zuegg gebaut und am 4. Mai 1937 eröffnet. 1966 erfolgte eine Modernisierung nach Plänen von Ing. Hubert Zuegg. 1982 sowie im Juli 2000 besorgte die Firma Hölzl Seilbahnbau größere Wartungsarbeiten.
Am 24. November 2020 wurde der Betrieb vorerst eingestellt. Auf der bestehenden Trasse ist eine komplette Neuerrichtung der Seilbahn vorgesehen, die über eine höhere Kapazität, eine dichtere Taktfrequenz und eine höhere Fahrgeschwindigkeit verfügen soll.
Im August 2025 genehmigte die Südtiroler Landesregierung die Finanzierung von 40 Millionen, sie erfolgte größtenteils über den PNRR-Fonds. Im Dezember wurden die Arbeiten an eine Bietergemeinschaft vergeben. 2026 begannen die Bauarbeiten. Geplant ist eine Zweiseilpendelbahn mit zwei Kabinen für rund 45 Personen und einer maximalen Förderleistung von rund 350 Personen in der Stunde.
Verkehrsanbindung An der Talstation besteht Anschluss an die Buslinie 12 der lokalen Busgesellschaft SASA sowie an die Sightseeing-Buslinie BoBus.
Einzelnachweise
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