Edward „Ted“ Hankey (* 20. Februar 1968 in Stoke-on-Trent, Staffordshire) ist ein englischer Dartspieler.

Karriere 1995 bis 2000: Vom Karrierebeginn bis zum WM-Sieg Hankeys internationale Dartskarriere begann im Jahr 1995, als Hankey bei den Welsh Open das Viertelfinale erreichte. In den folgenden Jahren wurde Hankey zu einer festen Größe bei der British Darts Organisation (BDO) bzw. World Darts Federation (WDF). So gewann er bereits ein Jahr später mit den Malta Open sein erstes internationales Turnier. Im Finale setzte er sich mit 2:0 gegen den Malteser Gordon Stanmore durch. Kurz darauf nahm Hankey an seinem ersten Major-Turnier teil. Beim World Masters 1996. Nachdem er dort zunächst noch früh gescheitert war, erreichte er beim World Masters 1997 bereits das Halbfinale, welches er mit 2:3 gegen Ronnie Baxter verlor. Daraufhin qualifizierte er sich auch erstmals für eine Weltmeisterschaft.

Bei der BDO World Darts Championship 1998 traf Hankey in Runde eins auf den Australier Wayne Weening, wobei ihm ein ungefährdeter 3:0-Sieg gelang. In der zweiten Runde gegen die damalige Nummer 5 der BDO Mervyn King gewann Hankey ebenfalls mit 3:0 und zog somit bei seiner ersten WM-Teilnahme direkt ins Viertelfinale ein. Hierbei unterlag er jedoch seinem Landsmann Colin Monk mit 2:5.

Daraufhin spielte sich Hankey bei den Welsh Open ins Viertelfinale und beim World Masters ins Achtelfinale, wobei er bei Letzterem Les Wallace mit 1:2 unterlag. Für die BDO World Darts Championship 1999 war er daraufhin erneut qualifiziert. In Runde eins gelang ihm dabei erneut ein Sieg: mit 3:1 gewann er gegen den US-Amerikaner Roger Carter. In der zweiten Runde schied er jedoch nach einem 1:3 gegen Chris Mason aus.

Bei den Dutch Open im Februar 1999, dem traditionell größten Dartsturnier der Welt, spielte sich Hankey nach einem Halbfinalsieg über den Niederländer und aktuellen Weltmeister Raymond van Barneveld ins Finale. Dieses gewann er gegen Robbie Widdows mit 4:2 und konnte somit seinen bis dato größten Titel einfahren.

Bei den German Open und den England Open, zwei Turnieren, welche ebenfalls für den Kalender der Professional Darts Corporation (PDC) zählten, erreichte Hankey das Viertelfinale. Bei den British Open und dem Brandstaff Masters sowie dem Haaglanden World Top 16 Event, für das sich Hankey erstmalig qualifizieren konnte, kam er sogar ins Halbfinale. Beim World Masters schied Hankey hingegen früh aus.

Bei der BDO World Darts Championship 2000 war Hankey dann erstmals -an Position fünf- gesetzt. Nach einem ungefährdeten 3:0-Sieg über den Schotten Bob Taylor und einem noch klarerem 3:0-Erfolg über Steve Douglas stand Hankey zum zweiten Mal in einem WM-Halbfinale. In diesem behauptete er sich auch gegen Kevin Painter und spielte sich somit erstmals ins Halbfinale bei dem Turnier. In diesem hochkarätigen Duell gegen Chris Mason ging dieser zunächst mit 0:2 in Führung. Hankey gewann den darauffolgenden Satz mit 3:0, gab den vierten Satz jedoch trotz 2:0-Führung noch aus der Hand. Hankey spielte sich daraufhin in vier Legs auf 2:3, verlor den sechsten Satz daraufhin ohne Leggewinn und lag somit bei fünf Gewinnsätzen mit 2:4 hinten. Den sieben Satz gewann Hankey daraufhin erneut ohne Legverlust. Mit 3:1 spielte sich Hankey daraufhin in den Entscheidungssatz. Nach mehreren verpassten Darts auf Doppel gewann Hankey das erste Leg und konnte auch das zweite Leg für sich entscheiden. Im dritten Leg des Satzes traf Hankey nach vier verpassten Matchdarts schließlich die Doppel 5 und zog somit ins WM-Finale ein.Darts World Championship 2000 Semi Final Hankey vs Mason abgerufen am 17. Mai 2022 In diesem traf er auf den favorisierten Ronnie Baxter, welcher zu diesem Zeitpunkt die Nummer zwei der BDO war. Hankey dominierte dieses Spiel jedoch von Anfang bis Ende und krönte sich schließlich mit einem 6:0 in Sätzen und einer 170, dem höchsten möglichen Checkout, zum ersten Mal zum Darts-Weltmeister. Dafür strich er ein Preisgeld von £44.000 für den Titel und zusätzliche £2.000 für das höchste Check-Out des Turniers.

Daraufhin spielte sich Hankey bei den Isle of Man Open und den England Open ins Viertelfinale und kam bei den Denmark Open ins Halbfinale. Außerdem nahm Hankey erstmals als Teil des englischen Teams beim WDF Europe Cup teil. Während er beim Einzelwettbewerb früh ausschied, kam er mit seinem Doppelpartner Mervyn King bis ins Finale des Doppelwettbewerbs, welches die beiden mit 3:4 gegen Raymond van Barneveld und Co Stompé aus den Niederlanden verlor. Als Teil des englischen Teams siegte Hankey jedoch beim Teamwettbewerb gegen die Niederlande. Beim World Masters jedoch schied Hankey erneut früh aus. Beim neu ausgetragenen European Grand Masters unterlag Hankey in der Gruppenphase Steve Beaton und Les Wallace, sodass sein 7:0-Sieg über Frans Harmsen nicht ausreichte, um trotzdem die K.-o.-Phase zu erreichen.

2001 bis 2003: Zweites WM-Finale und Formtief In die BDO World Darts Championship 2001 startete Hankey trotz seines Vorjahressieges nur als Siebtgesetzter. Er begann das Turnier jedoch wie im Vorjahr mit zwei Spielen, in denen er keinen Satz abgab. So setzte er sich gegen Landsmann Shaun Greatbatch und den Australier Peter Hinkley durch. Im Viertelfinale gegen den Zweitgesetzten Raymond van Barneveld ging es beim Stand von 3:3 in ein Entscheidungsleg für den siebten Satz, in dem van Barneveld sechs Darts auf Doppel verpasste. Hankey checkte aus und stellte somit auf 4:3. Den nächsten Satz entschied jedoch wiederum van Barneveld für sich und forcierte somit einen Entscheidungssatz. Die ersten drei Legs gingen hierbei mit dem Anwurf, womit Hankey 2:1 führte. Schließlich verpasste van Barneveld einen Dart für den Ausgleich und Hankey checkte 25 Punkte zum 5:4-Endstand.van Barneveld vs Hankey Darts World Championship 2001 Quarter Final van Barneveld vs Hankey abgerufen am 17. Mai 2022 Sein darauffolgendes Halbfinale gegen Andy Fordham, aktuelle nummer drei der Welt, gewann Hankey hingegen deutlicher. Bei fünf Gewinnsätzen gab The Count gerade einmal zwei ab und zog somit zum zweiten Mal in Folge in das Finale der BDO-Weltmeisterschaft ein. In diesem sollte er jedoch gegen John Walton weniger Erfolg haben. Er verlor das Spiel mit 2:6 und Walton wurde zum ersten Mal Weltmeister. Hankey erhielt aber dennoch £23.000 für seine Finalteilnahme.

Es folgten zwei Halbfinalteilnahmen bei den Belgium Open und den Denmark Open, hinzu kam ein Viertelfinale beim Sunparks Masters. Beim World Masters schied Hankey jedoch erneut vor dem Achtelfinale aus. Dafür gelang ihm beim Doeland Grand Masters (neuer Name des European Grand Masters) der Viertelfinaleinzug, nachdem er gegen Vincent van der Voort und Mervyn King gewann. Lediglich Wayne Mardle unterlag er in der Gruppenphase. Im Viertelfinale traf er dann allerdings auf Ronnie Baxter und unterlag ihm mit 1:2.

Bei der BDO World Darts Championship 2002 nahm Hankey erneut als Nummer sieben der BDO teil. In der ersten Runde ging Hankey gegen den Finnen Jarkko Komula zweimal in Führung, dieser glich jedoch auch zweimal aus, sodass es schließlich einen letzten Satz gab. Diesen gewann Hankey jedoch mit 3:0 und zog somit in die zweite Runde ein.Darts World Championship 2002 Round 1 Hankey vs Komula abgerufen am 17. Mai 2002 Dort traf er auf Wayne Jones und gab eine 2:0-Führung noch aus der Hand. Somit schied Hankey zum ersten Mal seit 1999 und zum zweiten Mal überhaupt in der zweiten Runde aus.

Bei den German Open im März zog Hankey nach Siegen über unter anderem Matt Clark und Martin Adams ins Finale ein, welches er gegen Tony Eccles mit 3:1 gewann. Nach einem Viertelfinale bei den England Open sollte Hankey im August auch die Belgium Open gewinnen, indem er im Finale Tony O’Shea besiegte. Bei der World Darts Trophy gewann Hankey in der ersten Runde gegen Wayne Mardle, schied dann aber gegen Andy Fordham aus. Auch beim World Masters ging es für Hankey zum ersten Mal seit 1998 ins Achtelfinale. Das Doeland Grand Masters endete für Hankey nach Vorrundensiegen über Roland Scholten und Tony David und einer Niederlage gegen Shaun Greatbatch im Viertelfinale, welches er mit 1:2 gegen Mervyn King verlor.

Bei der BDO World Darts Championship 2003 war Hankey erstmals wieder ungesetzt. in Runde eins traf er auf Tony O’Shea und verlor mit 2:3. Dabei unterlag Hankey im letzten Satz mit 3:5 in der Verlängerung, nachdem Hankey zwei Darts auf Doppel zum 4:4 verpasste.Darts World Championship 2003 Round 1 Hankey vs O’Shea abgerufen am 17. Mai 2022 Es war die erste Auftaktniederlage bei einer WM für Hankey überhaupt.

bei den Dutch Open siegte Hankey im Halbfinale gegen Raymond van Barneveld und im Finale gegen Roland Scholten ohne dabei einen Satz abzugeben. Seinen Titel bei den German Open konnte Hankey daraufhin mit einem Sieg über Andre Brantjes verteidigen. Außerdem erreichte er das Finale bei den British Pentathlon, welches er gegen Andy Fordham verlor. Bei den England Open spielte sich Hankey ebenfalls ins Finale, welches er gegen Gary Anderson zum ersten Mal gewann. Nach einer Halbfinalniederlage bei den Belgium Open konnte Hankey auch seinen Denmark Open-Titel verteidigen, indem er Tony Eccles im Finale besiegte.

Bei der World Darts Trophy hingegen schied Hankey bereits in der ersten Runde gegen Jarkko Komula aus. Bei den British Open kam Hankey ins Halbfinale. Ebenso beim World Masters, wo er nach Siegen über Co Stompé und Gary Anderson an Tony West scheiterte. Das Finale bei den Swedish Open verlor Hankey gegen Raymond van Barneveld. Beim Doeland Grand Masters wurde Hankey nach Siegen über Tony Eccles und Tony David Gruppensieger. Er schied jedoch zum dritten Mal in Folge im Viertelfinale aus. Diesmal unterlag er mit 2:3 Mervyn King.

2004 bis 2007: erneutes Formtief und Doeland Grand Masters-Finale Bei der BDO World Darts Championship 2004 war Hankey nach diesem starken Jahr an Position zwei gesetzt. Er gewann mit 3:2 gegen Colin Monk, wobei Hankey zunächst 2:0 in Führung lag, Monk jedoch zurückkam und im letzten Satz sogar 1:0 führte. Hankey gewann daraufhin jedoch drei Legs in Folge und zog somit in die nächste Runde ein.World Darts Championship 2004 Round 1 Hankey vs C Monk abgerufen am 17. Mai 2002 In dieser gewann Hankey gegen Stephen Bunting deutlich mit 3:0 und traf im Viertelfinale auf Tony O’Shea und unterlag diesem wie im Vorjahr, diesmal mit 1:5.

Im Sommer 2004 musste Hankey zunächst drei Finalniederlagen einstecken, als er sowohl bei den England Open und dem British Pentathlon als auch den Granite City Open verlor. Erst bei den Norway Open war Hankey dann siegreich, als er gegen Tony Eccles gewann. Bei der World Darts Trophy spielte sich Hankey nach Siegen über John Walton und Gary Robson ins Viertelfinale, welches er gegen Tony David verlor. Beim WDF Europe Cup zog er im Einzel ins Achtelfinale ein und errang den Sieg im Teamevent. Außerdem erreichte er beim World Masters sein bestes Ergebnis seit 1997, indem er sich bis ins Halbfinale spielte. Dieses verlor er mit 4:6 gegen Tony O’Shea. Außerdem zog er beim Doeland Grand Masters nach Vorrundensiegen über Dave Routledge und Shaun Greatbatch erneut ins Viertelfinale ein. Dies konnte er gegen John Walton mit 3:0 erstmals auch gewinnen und somit ins Halbfinale einziehen. Auch hier war Hankey erfolgreich. mit 3:2 besiegte er Co Stompé und traf om Finale auf Raymond van Barneveld. Dieser gewann dann auch mit 1:5 und Hankey musste sich mit Platz zwei begnügen.

Erneut die Nummer zwei der Welt, gewann Hankey bei der BDO World Darts Championship 2005 mit 3:1 in Runde eins gegen John Kuczynski aus den Vereinigten Staaten, bevor er ein deutlich engeres Match gegen den Norweger Robert Wagner mit 3:2 für sich entscheiden konnte. Das Viertelfinale gegen Martin Adams verlor Hankey jedoch mit 3:5 und schied somit aus.