Godkowo (: Göttchendorf) ist eine Gemeinde im Powiat Elbląski der Woiwodschaft Ermland-Masuren in Polen. Es ist Sitz der gleichnamigen Landgemeinde mit Einwohnern (Stand ). mini|300px| Griechisch-katholische Mariä-Schutz-Kirche in Godkowo Geographische Lage Das Dorf liegt in der historischen Region Ostpreußen, etwa 34 Kilometer östlich von Elbląg (Elbing) und 50 Kilometer nordwestlich von Olsztyn (Allenstein).

Geschichte Ältere Formen des Ortsnamens sind Gotkendorf, Gotkendorff, Gottkendorf, Gotickendorf und Göttchendorff. Bis zum Jahr 1804 waren die Bauern des Dorfs Göttchendorf verpflichtet, auf dem Gut Behlenhof Hand- und Spanndienste zu leisten.Leopold Krug: Geschichte der staatswirthschaftlichen Gesetzgebung im preußischen Staate, von den ältesten Zeiten bis zu dem Ausbruch des Krieges im Jahre 1806. Band 1, Berlin 1808, S. 465. Am 3. Februar 1807 hielt sich Napoleon in Gotkendorf auf.Ämilian Janitsch: Merkwürdige Geschichte der Kriegsvorfälle zwischen Frankreich, Großbritannien, Rußland, Preußen und Schweden zu Wasser und zu Land. Vom Jahre 1807. Band 3, Wien 1812, S. 141.

Die Gemarkung des Dorfs umfasste um 1858 eine Fläche von 1986 Morgen, und es standen darauf 36 Wohnhäuser.

Bis 1945 gehörte Göttchendorf zum Amtsbezirk Schmauch,Rolf Jehke: Amtsbezirk Schmauch Kreis Preußisch Holland im Regierungsbezirk Königsberg der Provinz Ostpreußen des Deutschen Reichs.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Region im Januar 1945 von der Roten Armee besetzt. Im Sommer 1945 wurde das Kreisgebiet von der sowjetischen Besatzungsmacht zusammen mit der südlichen Hälfte Ostpreußens unter polnische Verwaltung gestellt. Die Polen führten für Göttchendorf die Ortsbezeichnung Godkowo ein. Soweit die deutschen Dorfbewohner nicht geflohen waren, wurden sie in der Folgezeit von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde aus Göttchendorf vertrieben.

Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner Anmerkungen 1816 122 in 27 WohnhäusernJ. D. F. Rumpf, H. F. Rumpf: Vollständiges Wörterbuch des preußischen Staats. Band 1: A–H. Berlin 1820, S. 293–294. 1852 213 Kraatz: Topographisch-statistisches Handbuch des Preußischen Staats. Berlin 1856, S. 189. 1858 229 davon 223 Evangelische und 6 KatholikenAdolf Schlott: Topographisch-statistische Uebersicht des Regierungs-Bezirks Königsberg, nach amtlichen Quellen. Hartung, Königsberg 1861, S 117, Ziffer 61. 1885 277 https://wiki.genealogy.net/G%C3%B6ttchendorf 1910 249 1933 232 1939 210

Gemeinde Zur Landgemeinde (gmina wiejska) Godkowo gehören das Dorf selbst und 21 weitere Dörfer mit Schulzenämtern (sołectwa).

Religion Evangelische Kirche mini|Gedenkstein auf dem Friedhof in Godkowo Von der Reformation bis zum Jahre 1945 war Göttchendorf in die evangelische Kirche in Schmauch eingepfarrt.Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 472 Sie gehörte zum Kirchenkreis Preußisch Holland innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Ein im Jahre 2013 aufgestellte Gedenkstein erinnert an die vielen auf dem Göttchendorfer Friedhof bestatteten evangelischen Kirchenglieder.

Heute in Godkowo lebende Einwohner evangelischer Konfession gehören zur St.-Georgs-Kirche in Pasłęk innerhalb der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Römisch-katholische Kirche Bis 1945 waren die römisch-katholischen Einwohner Göttchendorfs in die Pfarrei in Wusen im damaligen Bistum Ermland eingegliedert. Nach 1945 gehörten sie zur Pfarrei in Osiek, ab 1957 für mehrere Jahre zur Pfarrkirche in Dobry, danach wieder bis heute zur Pfarrei Osiek im Dekanat Pasłęk I im Bistum Elbląg.

Griechisch-katholische Kirche mini|Blick auf das Eingangsportal der Mariä-Schutz-Kirche Im Jahre 2012 erhielt Godkowo eine Griechisch-katholische Kirche, eine Holzkirche, die 1729 in Kupna (jetzt in der Gmina Krzywcza, Powiat Przemyski im Karpatenvorland) errichtet worden war und nun nach hier überstellt wurde. Am 10. Oktober 2015 wurde sie als Mariä-Schutz-Kirche geweiht. Die Gemeinde ist der Eparchie Breslau-Koszalin zugeordnet.

Verkehr Godkowo liegt an der verkehrsreichen Woiwodschaftsstraße 513, die die Städte Elbląg, Pasłęk, Orneta und Lidzbark Warmiński miteinander verbindet. Nebenstraßen von Królewo über Markowo bzw. von Miłakowo über Ząbrowiec kommend enden in Godkowo, ebenso auch eine lokale Straße von Dobry.

Godkowo verfügt über keine Bahnanbindung. Bis 1945 war Döbern die nächste Bahnstation. Sie lag an der heute nicht mehr existierenden Bahnstrecke Allenstein–Güldenboden–Elbing.

Weblinks Amtsbezirk Schmauch (Rolf Jehke, 2005) Göttchendorf

Einzelnachweise

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