Der Ostasiatische Riesenysop (Agastache rugosa), auch Koreaminze genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Duftnesseln innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).

Beschreibung Vegetative Merkmale Der Ostasiatische Riesenysop ist eine aromatische, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 80 bis 150 Zentimeter erreicht. Der Stängel hat einen Durchmesser von 7 bis 8 Millimeter und ist verzweigt. Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 1 bis 5 Zentimeter lang. Der Grund der Blattspreite ist meist herzförmig und manchmal gerundet. Der Blattrand ist gesägt. Die Blattunterseite ist entweder kahl und Trichome sind nur an den Nerven vorhanden oder sie ist mit aufrecht abstehenden oder gekrümmten, nicht eng anliegenden, hell- oder dunkelgrünen, jedoch nie weißen Haaren bedeckt.

Generative Merkmale Die Tragblätter sind lanzettlich. Der Blütenstand ist zylindrisch und dicht; er ist 25 bis 120 Millimeter lang und 18 bis 25 Millimeter breit. Der rote Kelch ist etwa 8 Millimeter lang und hat einen Durchmesser von 2 Millimetern. Er ist von gelben Drüsen besetzt. Die Blütenkrone ist rötlich-blau und etwa 8 Millimeter lang. Die Oberlippe ist gerade vorgestreckt und an der Spitze ausgerandet. Der Mittellappen der Unterlippe ist breit und misst etwa 2 × 3,5 Millimeter. Die Seitenlappen sind halbkreisförmig. Der Lippenrand ist wellig.

Die Blütezeit reicht von Juni bis September.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.

Inhaltsstoffe In voller Sonne wird wesentlich mehr ätherisches Öl produziert.

Vorkommen Sein Verbreitungsgebiet reicht von Russlands Fernem Osten bis China, Japan, Korea und Taiwan. In weiteren Ländern Asiens ist er ein Neophyt. Der Ostasiatische Riesenysop gedeiht in Ostasien in Flusstälern.

Taxonomie Der Ostasiatische Riesenysop wurde 1835 von Friedrich Ernst Ludwig von Fischer und Carl Anton von Meyer in Index Seminum, quae Hortus Botanicus Imperialis Petropolitanus pro mutua commutatione offert. Accedunt Animadversiones Botanicae Nonnullae. Band 1 Seite 31 als Lophanthus rugosus erstbeschrieben. Die Art wurde 1891 von Carl Ernst Otto Kuntze in Revisio Generum Plantarum Band 2 Seite 511 als Agastache rugosa in die Gattung Agastache versetzt. Synonyme von sind Lophanthus argyi und Lophanthus formosanus .

mini|Koreanischer Pfannkuchen mit Koreaminze Verwendung Der Ostasiatische Riesenysop wird zerstreut als Zierpflanze für Staudenbeete, Rabatten und als Schnittblume genutzt. Der Ostasiatische Riesenysop gedeiht am besten an sonnigen Standorten mit feuchten, durchlässigen Böden ohne Staunässe. Er kann vegetativ vermehrt werden. Es gibt Sorten.

In Ostasien und Nordamerika wird der Ostasiatische Riesenysop als Heil-, Gewürz- und Duftpflanze verwendet. Sie ist in Südkorea ein verbreitetes Küchenkraut. Sie wird Speisen gegen Ende der Zubereitung zugegeben oder als Hauptzutat in Buchimge verbacken. Sie ist eine der 50 unverzichtbaren Pflanzen der Traditionellen chinesischen Medizin.

Literatur Xi-wen Li, Ian C. Hedge: Lamiaceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 17: Verbenaceae through Solanaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 1994, ISBN 0-915279-24-X. Agastache rugosa (Fischer & C. Meyer) Kuntze, S. 106 - textgleich online wie gedrucktes Werk.

Einzelnachweise Xi-wen Li, Ian C. Hedge: Lamiaceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 17: Verbenaceae through Solanaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 1994, ISBN 0-915279-24-X. Agastache rugosa (Fischer & C. Meyer) Kuntze, S. 106 - textgleich online wie gedrucktes Werk.

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Kategorie:Lippenblütler Kategorie:Blattgewürz