Die Küstenmotorschiff-Baureihen der Serien Boltenhagen, Hagenow und Warin der VEB Elbewerft Boizenburg in Roßlau stellen drei auf die Bedürfnisse der Container- und Küstenschifffahrt abgestimmte Schiffstypen dar. Das Typschiff Boltenhagen war das erste in der DDR gebaute Containerschiff.

Es wurden insgesamt 24 Schiffe in drei Einzeltypen gebaut. Den Serien lag jeweils der gleiche Grundentwurf zugrunde, der durch Anpassung des Laderaums und Verlängerung weiterentwickelt wurde. Von den beiden 299 BRT großen Varianten wurden 17 Einheiten erstellt, von denen 15 an die Deutsche Seereederei geliefert wurden. Vom größeren 494 BRT vermessenen Typ entstanden sieben Schiffe, von denen fünf an die DSR gingen. Zwei Schiffe jeden Typs (274 Jocon, 299 Jobox, 211 Fritsis Rozin, 212 Gleb Sedin) lieferte die Werft an die Sowjetunion.

Die Serie begann mit dem 299-Container-Typ, Boltenhagen, der am 23. Januar 1970 mit der Baunummer 271 abgeliefert wurde. Die Rechlin, ein Container-Typ-494 beschloss am 28. Oktober 1972 die Serie.

Technik Die Schiffe wurden für den Transport von Containern und Ladungen wie Industrieausrüstungen, Stück- oder Schüttgütern in der Küstenschifffahrt konzipiert. Der Schiffskörper entspricht einem Offenen Schiff mit Doppelboden.

Der Grundentwurf der Serie begann mit einem für den Containertransport optimierten Container-Typ 299 ohne Kräne. Diese Schiffe erhielten Namen, die auf -hagen endeten und verfügen über Stellplätze für 39 TEU. Analog entwickelte die Werft einen als Standard-Typ 299 bezeichneten Entwurf mit zwei fahrbaren 3,2-Tonnen-Schiffskränen zum eigenständigen Ladungsumschlag. Diese konnten bis zu 27 Standardcontainer transportieren und besaßen Schiffsnamenendungen mit -ow. Durch Verlängerung des parallelen Mittelschiffs des kleinen Containertyps entstand der ab 1972 gebaute Container-Typ 494, der 56 TEU-Stellplätze besaß.

Als Hauptantrieb dient ein vom VEB Schwermaschinenbau „Karl Liebknecht“ gebauter, schweröltauglicher Viertakt-Schiffsdieselmotor des Typs SKL 8 NVD48 A-2U mit 835 kW Leistung, mit dem die Einschraubenschiffe 12 Knoten erreichen. Zur Verbesserung des Vortriebs sind die Schiffe mit einer Kortdüse und einem Wulstbug ausgerüstet. Die Dreiflächenruderanlage ist nach dem System Jenckel erstellt, Der Aktionsradius ist auf etwa 3000 Seemeilen ausgelegt.

Das Deckshaus ist achtern angeordnet.

Die Schiffe