Paul Eduard Maximilian Edmund Bürde (* 1819 in Rogen, Oberschlesien; † 23. Mai 1874 in Berlin) war ein deutscher Maler und Illustrator.
mini|Eine lustige Geschichte, Genrebild des Dienstbotenmilieus mini|Diskussion im Frankfurter Parlament, 1848, Lithografie nach dem Gemälde von Paul Bürde
Leben Bürde war ein Sohn des Rittergutsbesitzers und Groß Strehlitzer Landrats Ernst Bürde (1794–1869) und seiner Frau Pauline, geb. Rambach (1798–1855). Er wuchs in Rosniontau (Oberschlesien) auf. Sein Onkel war der Berliner Akademieprofessor und Tiermaler Friedrich Leopold Bürde (1792–1849), Gemahl der Sängerin und Pianistin Jeanette Milder-Bürde (1799–1875). Ein weiterer Onkel war der bei Karl Friedrich Schinkel wirkende Baurat Georg Heinrich Bürde (1796–1865), dessen Schwiegertochter, die Sängerin Jenny Bürde-Ney (1824–1886), Paul Bürde porträtierte.Meldung in der Leipziger Zeitung, Jg. 1856, Wissenschaftliche Beilage Nr. 26 zu Ausgabe Nr. 76 vom 30. März 1856 (online) Paul Bürdes Großvater war der Dichter und Hofrat Samuel Gottlieb Bürde (1753–1831). Am 28. November 1856 heiratete er seine Cousine Katarina (1834–1917),Berlin, Jerusalemer Gemeinde, Trauungen 1853–1858, Seite 163. In: Ancestry.com. Deutschland, ausgewählte evangelische Kirchenbücher 1500–1971 [Datenbank online]. die Tochter seines Onkels Georg Heinrich, die ihm die Kinder Alfred (1859–1942),Berlin, Standesamt Schöneberg, Sterberegister 1942, Urkunde Nr. 3168. In: Ancestry.com. Berlin, Deutschland, Sterberegister, 1874–1986 [Datenbank online]. Anna (1860–1937),Berlin, Standesamt 2, Sterberegister 1937, Urkunde Nr. 468. In: Ancestry.com. Berlin, Deutschland, Sterberegister, 1874–1986 [Datenbank online]. Clara (1864–1940)Berlin, Standesamt Schöneberg, Sterberegister 1940, Urkunde Nr. 3918. In: Ancestry.com. Berlin, Deutschland, Sterberegister, 1874–1986 [Datenbank online]. und Wanda (1873–1875)Standesamt Berlin III, Sterberegister 1875, Urkunde Nr. 253. In: Ancestry.com. Berlin, Deutschland, Sterberegister, 1874–1986 [Datenbank online]. gebar.
Bürde war von 1838 bis 1839 Schüler von Eduard Daege an der Preußischen Akademie der Künste in Berlin, wo er ab 1842 regelmäßig die Akademieausstellungen beschickte. 1846 porträtierte er seinen Lehrer Eduard Daege.Künstlerdatenbank im Portal van-ham.com; abgerufen am 18. Januar 2014 Bekannt ist sein Bild Diskussion im Frankfurter Parlament, in dem Bürde als Augenzeuge der Parlamentssitzungen zahlreiche bedeutende Politiker aus der Zeit der Deutschen Revolution 1848/1849 porträtierte. Ein bekanntes Bild ist ferner Die Huldigung an Kaiser Wilhelm I. (1871), durch das Bürde Wilhelm I. wegen der Reichsgründung in eine Reihe mit Martin Luther, Friedrich dem Großen und Feldmarschall Blücher stellte und damit die borussische Geschichtsschreibung Heinrich von Treitschkes malerisch wiedergab.Erläuterung zu Paul Bürde, Die Huldigung Wilhelms I. (1871) im Portal germanhistorydocs.ghi-dc.org (Deutsches Historisches Institut Washington), abgerufen am 18. Januar 2014Berlin, 1871. Bild und Beschreibung bei dhm.de In Berlin betätigte sich Bürde bis zu seinem Tod als Genremaler und Porträtmaler Berliner Persönlichkeiten sowie als Illustrator der Zeitschrift Die Gartenlaube. Der Maler Ludwig Pietsch hob Bürde auch als „Maler von Aquarellbildern offizieller Vorgänge am königlichen Hof und in der königlichen Familie“ hervor.Ludwig Pietsch: Aus der Heimat und der Fremde. Erlebtes und Gesehenes. Originalausgabe 1903; Nachdruck 2012, Unikum, ISBN 978-3-8457-4551-0, S. 26 (books.google.de)
mini|Kaiser Wilhelm in seinem Hühnerhause (im Schloss Babelsberg), Illustration in der Zeitschrift Die Gartenlaube, 1873
Literatur
Friedensengel, Ausstellungskatalog des Stadtmuseums München, 1999, Abb. 88, S. 105
Weblinks
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Einzelnachweise
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