Gmeinschwenden ist ein Gemeindeteil des Marktes Bad Grönenbach im oberschwäbischen Landkreis Unterallgäu (Bayern).
Geographie Topographie Das Dorf liegt etwa drei Kilometer südlich von Bad Grönenbach auf einer Höhe von . Die Landkreisgrenze zwischen Unterallgäu und Oberallgäu verläuft unmittelbar südlich des Dorfes. Gmeinschwenden grenzt im Norden an das Dorf Herbisried, sowie im weiteren Verlauf im Uhrzeigersinn an die Weiler Kornhofen, Hueb und im Landkreis Oberallgäu an die Ortschaften Heusteig, Sachsenried und Sommersberg.
Geologie Gmeinschwenden liegt auf einer Jungmoräne mit Endmoränenzügen der Würmeiszeit des Pleistozäns. Der Untergrund enthält zum Teil Vorstoßschotter und Kies, sowie Sand, Ton und Schluff. Östlich von Gmeinschwenden, ungefähr bis zur Kreisstraße MN 24 besteht der Untergrund aus würmzeitlichen bis holozänen Seeablagerungen. Der Boden besteht aus Ton, Schluff, Mergel, Kalkschluff (Seekreide) und Sand.
Geschichte Gmeinschwenden wurde im Zuge der Waldrodung erschlossen. Der Ort wurde erstmals 1473 genannt. Im Dorf Gmeinschwenden befand sich ehemals eine Winkelschule.
Lehrer der Winkelschule in GmeinschwendenJoseph Sedelmayer; Historischer Verein zur gesamten Förderung der Heimatkunde des Allgäus (Hrsg.): Geschichte des Marktfleckens Grönenbach. Kempten 1910, S. 242. Nr. von bis Name 1 Rupertus Schabez, Ludimagister in Gmeinschwenden, † 15. März 1807 2 1848 Benedikt Bott 3 1848 1850 Rochus Huber 4 1850 1858 Ludwig Epp 5 1858 1863 Andreas Haunsperger 6 1863 1867 Ernst Angerer 7 1867 1868 Alfred Haltenberger 8 1868 1870 Anton Eberle 9 1870 1870 Wilhelm Strobel, nur ein halbes Jahr lang 10 1870 1872 Pius Schauler 11 1872 1874 Paulus Kuen 12 1874 1878 Georg Pröller 13 1878 1879 Otto Kiechle 14 1879 1880 Benedikt Vogt 15 1880 1880 Eduard Rager, nur 4 Monate 16 1880 1881 Friedrich Sauter 17 1881 1883 Karl Hofmann 18 1883 1891 Crispin Wech, erster definitiver Lehrer 19 1891 1896 Joh. Nep. Leinauer 20 1896 1896 Heinrich Zirkel, nur einige Monate 21 1896 1907 Johann Eggensberger 22 1907 Ernst Brugger
Kultur mini|Kapelle St. Franz Xaver, Gmeinschwenden Baudenkmäler Die 1885 errichtete Kapelle St. Franz Xaver besitzt einen Altar aus dem 18. Jahrhundert, der ursprünglich aus der Grönenbacher Pfarrkirche stammt. Die Kapelle wurde zuletzt 1985 umfassend saniert und steht unter Denkmalschutz.Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege: Eintragung D-7-78-144-25 Ein zweigeschossiges Wohnhaus des 18. Jahrhunderts mit flachem Satteldach und überlukter Verschalung an der Westseite ist ebenfalls denkmalgeschützt.Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege: Eintragung D-7-78-144-26
Persönlichkeiten Walburga Diepolder (1870–1905), Ordensfrau und Märtyrin
Weblinks
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Unterallgäu Kategorie:Ortsteil von Bad Grönenbach Kategorie:Ort in Oberschwaben Kategorie:Ersterwähnung 1473