Die Verbandsgemeinde Irrel war eine Gebietskörperschaft im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehörten 17 eigenständige Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz befand sich in der namensgebenden Ortsgemeinde Irrel.

Zum 1. Juli 2014 wurde die Verbandsgemeinde Irrel aufgelöst und die zugehörenden Gemeinden der neuen Verbandsgemeinde Südeifel zugeordnet.

Verbandsangehörige Gemeinden Ortsgemeinde Fläche (km²) Einwohner Alsdorf 6,37 456 Bollendorf 13,15 1.638 Echternacherbrück 4,74 777 Eisenach 6,31 368 Ernzen 9,99 438 Ferschweiler 7,41 970 Gilzem 4,98 433 Holsthum 9,31 622 Irrel 7,06 1.460 Kaschenbach 4,45 55 Menningen 3,42 173 Minden 3,72 218 Niederweis 7,55 250 Peffingen 5,80 230 Prümzurlay 3,88 535 Schankweiler 6,55 203 Wallendorf 8,71 379 Verbandsgemeinde Irrel 113,40 9.205 (Einwohner am 30. Juni 2014)rlpDirekt

Geschichte Die Verbandsgemeinde Irrel wurde 1970 aus 17 Einzelgemeinden neu gebildet.

Mit dem Ziel, Leistungsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Verwaltungskraft der kommunalen Strukturen zu verbessern erließ die Landesregierung am 28. September 2010 das „Erste Gesetz zur Kommunal- und Verwaltungsreform“. Bezüglich der Verbandsgemeinden wurde festgelegt, dass diese mindestens 12.000 Einwohner (Hauptwohnung am 30. Juni 2009) umfassen sollen, ansonsten bis zur Kommunalwahl 2014 mit benachbarten Verbandsgemeinden zusammengelegt werden sollen. Die Verbandsgemeinde Irrel hatte am Stichtag 9.021 Einwohner. Die sogenannte Freiwilligkeitsphase endete am 30. Juni 2012. Ein freiwilliger Zusammenschluss kam innerhalb dieser Frist nicht zustande.

Am 20. Dezember 2013 erließ die rheinland-pfälzische Landesregierung ein Landesgesetz zur Eingliederung der Verbandsgemeinde Irrel in die Verbandsgemeinde Neuerburg zum 1. Juli 2014. Die umgebildete Verbandsgemeinde führt den Namen „Verbandsgemeinde Südeifel“.

Die Verbandsgemeinde Irrel hatte hierzu beim rheinland-pfälzischen Verfassungsgerichtshof in Koblenz eine Normenkontrollklage eingereicht und machte geltend, in ihrer kommunalen Selbstverwaltungsgarantie verletzt zu sein. Am 29. Juni 2015 entschied der Verfassungsgerichtshof, dass die Eingliederung der Verbandsgemeinde Irrel in die Verbandsgemeinde Neuerburg verfassungsgemäß ist (Aktenzeichen: VGH N 7/14).Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz – Urteil vom 29. Juni 2015

Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das Gebiet der Verbandsgemeinde Irrel zum Zeitpunkt ihrer Auflösung; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 4.185 1835 6.744 1871 6.509 1905 6.925 1939 9.165 1950 7.200 Jahr Einwohner 1961 7.841 1970 8.243 1987 8.023 1997 8.466 2005 8.681 2014 9.205

Politik

Verbandsgemeinderat Der Verbandsgemeinderat Irrel bestand aus 24 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die zuletzt bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:Wahlband Kommunalwahl 2009 (wahlen.rlp.de) Wahl SPD CDU FDP UWG Gesamt 2009 6 10 – 8 24 Sitze 2004 6 12 1 5 24 Sitze

Wappen

Literatur Bernd Altmann: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz 9.2 = Kreis Bitburg-Prüm: Stadt Bitburg, Verbandsgemeinden Bitburg-Land und Irrel. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1997. ISBN 978-3-88462-132-5

Einzelnachweise Erstes Landesgesetz zur Kommunal- und Verwaltungsreform vom 28. September 2010 (PDF; 685 kB) Landesgesetz über die Eingliederung der Verbandsgemeinde Irrel in die Verbandsgemeinde Neuerburg vom 20. Dezember 2013 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten

Irrel Kategorie:Eifelkreis Bitburg-Prüm Irrel Kategorie:Aufgelöst 2014