mini|Sigmund Freiherr von Pfetten-Arnbach Sigmund Maximilian Marquard Karl Joseph Matthias Freiherr von Pfetten-Arnbach (* 24. Februar 1847 in Haidenburg; † 14. Februar 1931 in Niederarnbach) war Gutsbesitzer, Jurist und Mitglied des Deutschen Reichstags.
Leben Herkunft Sigmund entstammte der II. Linie Arnbach des bayerischen Uradelsgeschlechts von Pfetten. Er war der älteste Sohn des bayerischen Kämmerers und Gutsbesitzers Maximilian von Pfetten-Arnbach (1807–1870) und dessen Ehefrau Adelheid, geborene Freiin von Aretin (1817–1890). Der bayerische Generalleutnant Theodor von Pfetten-Arnbach (1852–1922) war sein Bruder.
Karriere Pfetten besuchte bis 1865 die Deutsche Schule und das humanistische Gymnasium bei St. Stephan in Augsburg. Er studierte Jurisprudenz an der Universität München und besuchte 1869 die Königlich Sächsische Akademie für Forst- und Landwirtschaft in Tharandt. Von 1873 bis 1876 war er im Staatsdienst tätig, danach übernahm er die Verwaltung seiner väterlichen Güter mit dem Sitz auf Schloss Niederarnbach. Diese umfassten den Besitz Ober-Arnbach (366 ha) und Schornhof (127,5 ha).
Er stellte umfangreiche Mittel für den Bau des Kreiskrankenhauses in Schrobenhausen zur Verfügung, deshalb hat der Bezirkstag ihm 1928 ein Denkmal in Niederarnbach errichtet.
Von 1877 bis 1893 war er Mitglied des Deutschen Reichstags für den Reichstagswahlkreis Oberbayern 3 (Aichach) und die Deutsche Zentrumspartei.Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Auflage, Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 187.
Er war königlicher Kämmerer und Ehrenritter des Souveränen Malteserordens.
Familie Pfetten hatte sich am 1. September 1883 in München mit Ottilie Freiin von Lerchenfeld (* 1852) verheiratet, mit der er neun Töchter hatte.
Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. Gerader Jahrgang: Deutscher Uradel. 1924. Vierundsiebzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1923, S. 518–519. Wilhelm Kosch: Das katholische Deutschland. Band 2, Haas & Grabherr, Augsburg 1937 (mit Bild)
Weblinks
Sigmund v. Pfetten-Arnbach, Ein fast vergessener Wohltäter im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen.von Dr. Hans Perlinger, 2009 (PDF; 1,6 MB) Wasserburg Niederarnbach
Einzelnachweise
Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich) Kategorie:Zentrum-Mitglied Kategorie:Ritter des Malteserordens Kategorie:Kammerherr (Bayern) Sigmund Kategorie:Freiherr Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1847 Kategorie:Gestorben 1931 Kategorie:Mann