Abverkaufsdaten sind im Einzelhandel alle Daten, die durch Kassensysteme beim Kassieren am Verkaufsort (, ) erfasst werden.

Art der Daten Erfasste statistische Parameter sind z. B. die Art und Anzahl der verkauften Artikel sowie ihr Preis, der Zeitstempel sowie die Artikelnummer (Global Trade Item Number) und deren Abgleich mit sogenannten Renner- und Penner-Listen. Diese sagen aus, welche Artikel am meisten verkauft wurden und welche weniger. Registriert wird auch, ob ein Bargeldverkauf oder Kartenzahlung vorgenommen wurde.

Ablauf Die Abverkaufsdaten werden von Filialen oder Franchise-Nehmern meist nach Ladenschluss an den Server der Zentrale oder an Lieferanten gesendet und zentral sowie dezentral für Entscheidungen genutzt.Stephan J. Meier, Erfolg im Einzelhandel durch Franchising, 2005, S. 121 Aus Abverkaufsdaten resultierende Entscheidungen des Handels betreffen die gesamte Warenwirtschaft wie Abverkäufe, Bestellmenge, Beschaffungsmanagement, Warenausgang, Wareneingang, Warenrotation oder Warenwirtschaftssystem.

Für jeden einzelnen Artikel wird pro Filiale aus dem Lagerbestand bei Verkaufsbeginn und dem gescannten Abverkauf der Filialbestand am Tagesende berechnet. Ergibt der Vergleich mit dem Meldebestand, dass dieser unterschritten wurde, wird am Folgetag eine automatische Nachlieferung ausgelöst.Thomas Rudolph/Randy Drenth/Niklas Meise (Hrsg.), Kompetenzen für Supply Chain Manager, 2007, S. 45

Weitere Interessenten für Abverkaufsdaten sind Marktforschungsunternehmen. Die Handelsunternehmen liefern zum Zweck der Marktforschung die über Scannerkassen erfassten Abverkaufsdaten direkt an die jeweiligen Institute.Martin Günther/Ulrich Vossebein/Raimund Wildner, Marktforschung mit Panels, 1999, S. 159

Wirtschaftliche Aspekte Zu vermeiden sind Regallücken, welche als Angebotslücken die Kundenzufriedenheit vermindern oder Überbestände, die das Lagerrisiko durch höhere Lagerkosten erhöhen.

Einzelnachweise

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