Die als Burgenstein-Klasse bezeichnete Schiffsklasse ist eine Baureihe von fünf Frachtschiffen des Norddeutschen Lloyd (NDL).

Geschichte Bau Nach der weitgehenden Lockerung der Schiffbaubeschränkungen des Potsdamer Abkommens baute der Norddeutsche Lloyd ab 1950 seine Frachtschiffsflotte erneut auf. Angefangen mit Baureihen wie der Rheinstein-Klasse und Zukäufen wuchs die NDL-Flotte kontinuierlich. Ab 1957 bestellte der Norddeutsche Lloyd die zwei neuentwickelten Schiffstypen der Burgenstein-Klasse für seinen Fernost-Dienst beim Bremer Vulkan in Vegesack und den Howaldtswerken in Hamburg. Am 15. Oktober 1958 konnte die Reederei das Typschiff Burgenstein von der Werft übernehmen. Am 20. November 1960 wurde das letzte Schiff des Quintetts, die Riederstein, abgeliefert. Die Howaldtswerke-Bauten Regenstein und Riederstein waren etwas größer als die drei Vulkan-Bauten und besaßen ein etwas umfangreicheres Ladegeschirr und ein weiter vorne angeordnetes Deckshaus.

Einsatz beim NDL mini|links|Burgenstein in Hapag-Lloyd-Farben 1977 in Emden Die Schiffe wurden von Europa auf den Fernrouten nach Ostasien, Australien, Neuseeland usw. und zurück eingesetzt. In der Hauptsache bestand die Ladung aus Stückgütern aller Art, auch wurden einzelne Schwergutladungen übernommen und nennenswerte Zahlen an Passagieren befördert. Die Schiffe gingen bei der Fusion des NDL mit der HAPAG in das gemeinsame Eigentum der neuen Hapag-Lloyd über.

Auf dem Typschiff Burgenstein brach am 10. Januar 1977 in Bremerhaven ein Brand in der Ladung aus, bei dem vier Seeleute zu Tode kamen.

Spätere Karriere mini|links|Die Buntenstein 1981 als Sandra S im Hafen von Saint-Malo 1974 brachte Hapag-Lloyd die drei kleineren, auf der Vulkan-Wert gebauten Schiffe unter Panamaflagge. Die beiden größeren Schiffe wurden 1976 nach Singapur veräußert. Die Buntenstein wurde 1980 als Sandra S. von der Mediterranean Shipping Company übernommen, die beiden verbliebenen Schiffe gingen im folgenden Jahr als Saudi Palm und Saudi Rose an Reedereien aus Dschidda. Die Schiffe blieben ohne weitere Verkäufe bei ihren Zweiteignern und unter ihren neuen Namen bis 1983/84 in Fahrt und wurden dann abgebrochen.

Die Schiffe Die Frachtmotorschiffe der Burgenstein-Klasse Bauname Bauwerft /Baunummer StapellaufAblieferung Vermessung Antrieb Verbleib Burgenstein Bremer Vulkan880 12. August 195815. Oktober 1958 8495 BRT MAN 8 Zyl. Dieselmotor Ab 1. Juni 1984 Abbruch in Lianyungang Buchenstein Bremer Vulkan881 30. September 195822. Dezember 1958 8519 BRT MAN 8 Zyl. Dieselmotor Ab Dezember 1983 Abbruch in Indien Buntenstein Bremer Vulkan882 16. November 195930. Dezember 1959 8520 BRT MAN 8 Zyl. Dieselmotor Ab 11. September 1984 Abbruch in Chittagong Regenstein Howaldtswerke953 25. Juni 196019. Oktober 1960 10.091 BRT MAN 9 Zyl. Dieselmotor Ab 1. Mai 1984 Abbruch in Xingang Riederstein Howaldtswerke954 20. August 196020. November 1960 10.092 BRT MAN 9 Zyl. Dieselmotor Ab 15. Juni 1984 Abbruch in Quinhuangdao

Literatur

Weblinks Ausführlicher Bericht der Feuerwehr Bremerhaven über den Brand der Burgenstein 1977

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