Schmirn ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Innsbruck-Land in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Innsbruck.
Geografie
Schmirn liegt im Schmirntal, einem östlichen Seitental des Wipptals. Das Gemeindegebiet erstreckt sich von St. Jodok bis zum Kamm der Tuxer Alpen im Norden, reicht im Südosten bis an den Tuxer Kamm der Zillertaler Alpen mit dem hohen Olperer und im Süden bis an den Valser Kamm.
Das Siedlungsgebiet ist durch verstreute Rotten, Weiler und Einzelhöfe geprägt, wobei der Ortsteil Schmirn das Zentrum der Gemeinde darstellt. Der südliche Teil von St. Jodok gehört zur Gemeinde Vals.
Das Tal wird vom Schmirnbach durchflossen, der in St. Jodok in den Valser Bach mündet.
Gemeindegliederung
Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Außerschmirn () Innerschmirn ()
Nachbargemeinden
Klima
Geschichte Das Gemeindegebiet wurde bereits in der Zeit vor der Römischen Besatzung von Tux aus über das Tuxer Joch als Weidegebiet genutzt. Dies wird durch eine 1890 gefundene Bronzetafel belegt.
Schmirn wurde 1249 erstmals urkundlich als Vallis Smurne erwähnt. Der im 12. Jahrhundert begründete Prämonstratenserkonvent Stift Wilten war hier seit dem Mittelalter begütert und verfügte über eine eigene Urkundenlade Güter zu Schmirn und Vals. Es liegt womöglich der vulgärlateinische Flurname *Smurna (‚morastiges, schlammiges Gebiet‘) zugrunde. Nach der Nutzung als Almgebiet wurden im Mittelalter Schwaighöfe errichtet. Um das Tal zu verlassen, musste man über das Tuxer Joch gehen oder einen steilen Weg nach St. Jodok benutzen.
Seit 1811 ist Schmirn eine selbständige Gemeinde. Da der Weg über das Tuxer Joch stark begangen war, gehörte Hintertux bis 1926 zur Gemeinde Schmirn. Das Tal wurde 1955 elektrifiziert, eine Zufahrtsstraße wurde 1972 errichtet.Michael Fritz:
Im Jahr 2012 wurde Schmirn in die Liste der „Bergsteigerdörfer“ des Österreichischen Alpenvereins aufgenommen.Bergsteigerdörfer
Bevölkerungsentwicklung
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Außerschmirn mit der Pfarrkirche Schmirn mini|Wallfahrtskirche Maria zur Kalten Herberge mini|Widum Schmirn mini|Obere Schnatter-Mühle
Katholische Pfarrkirche Schmirn hl. Josef Wallfahrtskirche Maria zur Kalten Herberge Obere Schnatter-Mühle
Wirtschaft und Infrastruktur Die Landwirtschaft ist durch Kleinbetriebe gekennzeichnet. Von den 87 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 69 im Nebenerwerb betrieben. Neben der Landwirtschaft gibt es noch 16 Arbeitsplätze im Produktionssektor und 33 im Dienstleistungssektor (Stand 2011).
Von den über 400 Erwerbstätigen, die 2011 in Schmirn lebten, arbeiteten 58 in der Gemeinde, beinahe neunzig Prozent pendelten aus.
Verkehr Bahn: Die Gemeinde hat über die Haltestelle St. Jodok der Brennerbahn Anschluss an den Eisenbahnverkehr.
Vereine Musikkapelle Schmirn Sportverein Schmirn Gemischter Chor Schmirn Männerchor Schmirn Schützenkompanie Schmirn Freiwillige Feuerwehr Schmirn Jungbauernschaft Schmirn
Politik Gemeinderat Für den Gemeinderat werden elf Mandatare gewählt: Partei202220162010%Mandate%Mandate%MandateAllgemeine Liste Schmirn – Bgm. Vinzenz Eller (LISTE BGM)64,81749,42548,686Allgemeine unabhängige Gemeindeliste Leite (LEITE)35,19425,70321,032Frischer Windnicht kandidiert13,84217,382Bürgerliste Schmirnnicht kandidiert11,04112,911
Bürgermeister Bei den letzten beiden Bürgermeisterwahlen, die gemeinsam mit den Gemeinderatswahlen stattfinden, wurde Vinzenz Eller als einziger Kandidat zum Bürgermeister gewählt. Er bekleidet dieses Amt bereits seit 1995.
Wappen Folgendes Wappen wurde der Gemeinde 1980 verliehen: In Grün eine weiße Kirche auf schwarzem Einberg.
Weblinks
Website der Gemeinde
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1249 Kategorie:Gemeindegründung 1811 Kategorie:Tuxer Alpen Kategorie:Zillertaler Alpen Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Innsbruck-Land