Wilhelm Orlando Gortzitza (* 9. November 1811 in Neidenburg, Masuren; † 25. Februar 1889) war ein deutscher Lehrer und Abgeordneter im Preußischen Abgeordnetenhaus.
Leben mini|Das Gymnasium in Rastenburg Gortzitza besuchte die Herzog-Albrechts-Schule in Rastenburg. Nach dem Abitur studierte er Evangelische Theologie und Philologie an der Albertus-Universität Königsberg. Im Juni 1830 gehörte er zu den Stiftern des Corps Masovia.Kösener Korpslisten 1910, 141/70. 1844 wurde er Oberlehrer an seinem früheren Gymnasium in Rastenburg. Später war er bis 1880 Gymnasialprofessor am Kgl. Gymnasium Lyck. Von den Gymnasien in Rastenburg und Lyck kamen jeweils 240 Mitglieder der Masovia.Verzeichnis sämtlicher Mitglieder des Corps Masovia 1823–2005. Potsdam 2006 Von 1860 bis 1866 saß er im Preußischen Abgeordnetenhaus (Wahlkreis 5, 2 / Gumbinnen 5: von Vincke – Wahlkreis 5, 3 / Gumbinnen 5: Behrend – Wahlkreis 6 / Gumbinnen 5: Fortschritt/Kellner – Wahlkreis 7–8 / Gumbinnen 5: Fortschritt).
Schriften Ueber die Aussprache der neuhochdeutschen Konsonanten. Schulschrift, Lyck 1841. Google-Books Im Evangelischen Gesangbuch ist unter der Nr. 513 das Lied Das Feld ist weiß abgedruckt, dessen Strophen 1, 2, 4 und 5 er aus dem Masurischen übersetzt hat.
Siehe auch Liste der Gymnasien in Ostpreußen Liste von Mitgliedern des Corps Masovia
Literatur Bernd Haunfelder: Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1849–1867 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 5). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5181-5, S. 513.
Weblinks Kirchenlied: Das Feld ist weiß Protestantismus (poln.)
Einzelnachweise
Kategorie:Mann Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1811 Kategorie:Gestorben 1889 Kategorie:Stifter eines Corps Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Kirchenlieddichter Kategorie:Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses Kategorie:Person (Masuren) Kategorie:Absolvent der Albertus-Universität Königsberg Kategorie:Gymnasiallehrer (Deutschland)