__NOTOC__ miniatur|hochkant|Heinrich Ludwig von Erdmannsdorf (1776–1853) auf einer Lithografie von Franz Hanfstaengl.
Heinrich Ludwig von Erdmannsdorf (* 19. Oktober 1776 in Strauch; † 16. Dezember 1853 in Dresden) war ein deutscher Forstbeamter und Politiker.
Leben und Wirken
Er war der Sohn des Carl Friedrich von Erdmannsdorf (* 20. März 1739; † 12. September 1777) und dessen zweite Ehefrau, Erdmuthe Magdalena geborene von der Sahla (* 21. August 1750; † 7. September 1836), Tochter des August Sigismund von der Sahla-Schönfeld und der Magdalena Dorothea geb. Gräfin von Beichlingen. Die Mutter heiratete als Witwe 1781 Gunther Graf von Bünau-Dahlen (* 1726; † 1804).
H. L. von Erdmannsdorff erhielt, wie sein älterer Bruder Alexander Ferdinand von Erdmannsdorf(f), seine erste Ausbildung durch einen Hauslehrer und besuchte anschließend das Pädagogium in Halle. Er schlug eine Forstlaufbahn ein. Von ihm wird berichtet, dass er Jagd- und Kammerjunker am Hof in Dresden und 1800 Oberforst- und Wildmeister in SorauKöniglich-Sächsischer Hof- und Staats-Calender auf das Jahr 1807. Weidmann, Leipzig 1807, S. 69. und 1812 das Gleiche auf ZschornaKöniglich-Sächsischer Hof- und Staats-Calender auf das Jahr 1812. Weidmann, Leipzig 1812, Königlich-Sächsischer Hof- und Staats-Calender 1812, S. 38. war. mini|hochkant|Schloss Schönfeld Mitte d. 19. Jh.Gustav Adolf Poenicke: Album der Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen. Band 2: Kreis Meissen, Expedition des Albums Sächsischer Rittergüter und Schlösser Leipzig 1856, S. 105–107, 119–120. Im Winter 1806/07 erwarb er das Rittergut Zibelle. Nach dem Wiener Kongress fiel dieses an Preußen, weswegen er preußischer Forstbeamter wurde und in der Eifel, wo er die Forste nach den neuen Prinzipien umstellte, eingesetzt wurde. Im Juni 1817 erwarb er von seiner Mutter das Schloss Schönfeld, das er zuvor schon bewirtschaftet hatte.Schloss Schönfeld.de: Schönfelder Traumschloss Geschichte – von Erdmannsdorff., Stand 21. Januar 2025.
Als gewählter Rittergutsbesitzer des Meißnischen Kreises gehörte er von 1833 bis 1840 der I. Kammer des Sächsischen Landtags an. 1849 musste er sein Rittergut Zschorna verkaufen.
Er war seit 1802 mit Helene Auguste von Houwald (* 1784; † 1836) aus Straupitz, Tochter der Magdalene von Knoch-Groß Jauer und des Willibald von Houwald auf Schloss und Herrschaft Straupitz, verheiratet, mit der er elf Kinder hatte. Das Schloss Schönfeld wurde von seinem ältesten überlebenden Sohn Heinrich Otto von Erdmannsdorf übernommen. Der Sohn Heinrich von Erdmannsdorff (* 1820; † 1874) bewirtschaftete mit seiner Familie Gut Hermsdorf bei Görlitz und Gut Leipa bei Rothenburg/Oberlausitz. Dessen Tochter Magdalene heiratete später den schlesischen Landrat Freiherr Wilhelm von Zedlitz-Neukirch zu Hermannswaldau.
Er starb in Dresden, wohin er sich 1849 zurückgezogen hatte.
Werke Unterthänigste Relation von dem, was ich auf dem Ziegelrodaer, dem Oberförster Zimmermann gnädigst anvertrauten Reviere, im Amte Wendelstein, unter die Oberforstmeisterei Weissenfels gehörig, zu bemerken Belegenheit befunden. Manuskriptdruck. 1810.Katalog der Bibliothek der Kon̈iglich Sachsischen Forstakademie Tharandt. Hrsg. Königlich Sächsische Forstakademie, Kommission bei der Akademischen Buchhandlung (Joh. und Rich. Stettner), Tharandt 1900, S. 469. Nr. 8356.
Genealogie Alexander Freiherr von Dachenhausen: Genealogisches Taschenbuch des Uradels. Band 2, Friedrich Irrgang, Brünn/Rudolstadt April 1893, S. 173 f. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser (Uradel) 1900. Erster Jahrgang, Justus Perthes-Druck 1899, Gotha Januar 1900, S. 291.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Mitglied der Ersten Kammer der Ständeversammlung des Königreichs Sachsen Kategorie:Forstbeamter (Preußen) Heinrich Ludwig Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1776 Kategorie:Gestorben 1853 Kategorie:Mann