Die Liste der Synagogen in Deutschland enthält die in der Gegenwart als Synagogen genutzten Sakralbauten in Deutschland.
Nicht aufgelistet sind Synagogen, die ehemals als solche gedient haben oder die zu anderen als ausschließlich religiösen Zwecken genutzt werden. Betsäle sind ebenfalls nicht aufgeführt.
2013 gab es in der Bundesrepublik Deutschland 99 Synagogen und 31 Gebetssäle.
Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es etwa 2800 Synagogen und Betstuben in Deutschland. Tausende historische Synagogen Deutschlands wurden während der Novemberpogrome 1938 durch Brandstiftung vernichtet oder im Laufe der Kriegsjahre bis 1945 zerstört. Bislang wurden nur wenige Synagogen wiederaufgebaut, häufig gab es deutlich kleinere Ersatzneubauten oder gar keine Synagoge in der betroffenen Stadt bzw. dem Stadtteil mehr.
Listen der deutschen Bundesländer Baden-Württemberg Bild Name Stadt bzw. Gemeinde Lage Baujahr bzw. Inbetriebnahme Ausrichtung Bemerkung/Zerstörung/Vorherige Nutzung zentriert|150x150px Synagoge und Gemeindezentrum Hospitalstraße Stuttgart 1952 ? Die 1861 gebaute Vorgängersynagoge am gleichen Standort wurde 1938 zerstört. Synagoge Werderstraße Baden-Baden 1956 ? Wurde in einem Gebäude von 18xx eingerichtet zentriert|150x150px Synagoge und Gemeindezentrum Im Heppächer Esslingen 1819–1938, seit 2012 wieder Synagoge und Gemeindezentrum ? Das frühere Zunfthaus der Schneider wurde 1819 zur Synagoge umgebaut. zentriert|150x150px Synagoge und Gemeindezentrum F3 Mannheim 1987 Einheitsgemeinde zentriert|150x150px Synagoge und Gemeindezentrum Häusserstraße Heidelberg 1994 ? Neubau zentriert|150x150px Synagoge und Gemeindezentrum Knielinger Allee Karlsruhe 1971 Einheitsgemeinde Neubau zentriert|150x150px Neue Synagoge Lörrach 2008 ? zentriert|150x150px Synagoge und Gemeindezentrum Nußmannstraße Freiburg im Breisgau 1987 orthodox Neubau Synagoge Emilienstraße Pforzheim 2006 ? Neubau Synagoge Landvogtei Emmendingen 1999 orth. Einheitsgemeinde Neubau zentriert|150x150px Synagoge und Gemeindezentrum Ulm Ulm 2012Orthodox Neubau zentriert|150x150px Synagoge Sigismundstraße Konstanz 2019 ? Neubau
Bayern Bild Name Stadt bzw. Gemeinde Lage Baujahr bzw. Inbetriebnahme Ausrichtung Bemerkung / Zerstörung / Vorherige Nutzung zentriert|150x150px Synagoge Ansbach Ansbach 1744–46 errichtet, 1746 eingeweiht ? Bis 1737 standen an Stelle der Synagoge eine Judenschule und ein Privathaus, die Leopoldo Retti zu einem Bau zusammenfasste und 1744–46 daraus die Synagoge schuf. 1938 wurden Teile der Inneneinrichtung durch zwei SA-Männer zerstört und in Brand gesetzt. Nach 1945 entstand in Ansbach keine jüdische Gemeinde mehr. 1964 wurde die Synagoge daher zu einem musealen und symbolischen Gotteshaus erklärt. zentriert|150x150px Synagoge Amberg Amberg 1897 eingeweiht ? 1896 erwarb die jüdische Gemeinde Amberg das Haus Salzgasse 5, das am 12. Januar 1897 als Synagoge eingeweiht wurde. 1938 wurde die Inneneinrichtung durch Amberger SA-Männer zerstört. Seit 1945 ist das Gebäude wieder Synagoge der jüdischen Gemeinde Amberg, die 129 Mitglieder hat (2012). zentriert|150x150px Synagoge und Gemeindezentrum Halderstraße Augsburg 1917 / 1963 ? Gebäude besteht schon seit 1917 als Synagoge. In der Reichspogromnacht wurde Feuer gelegt, bei dem die Einrichtung vernichtet wurde. 1963 neu zur Synagoge ausgebaut. zentriert|150x150px Gemeindehaus mit Synagogenraum Bad Kissingen 1956 umgebaut ? Gebäude wurde 1902 ursprünglich als Gemeindehaus gebaut und befindet sich neben dem Bauplatz der 1938 zerstörten Synagoge. Gemeindezentrum mit Synagoge Willy-Lessing-Straße Bamberg 2005 ? Wurde in einem älteren Gebäude eingerichtet. zentriert|150x150px Synagoge Bayreuth Bayreuth 1760 / 1965 umgebaut ? Inneneinrichtung wurde am 10. November 1938 zerstört. 1945 wiedereröffnet. zentriert|150x150px Synagoge Hallemannstraße Fürth 1868 ? Ende des 19. Jh. als Synagoge eines Waisenhauses errichtet. Synagoge wurde in der Pogromnacht beschädigt. 1967 Wiedereinweihung. zentriert|150x150px Synagoge und Gemeindezentrum Jakobsplatz München 2006 orthodox zentriert|150x150px Synagoge Reichenbachstraße München 1931 ? Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg Nürnberg 1984 Einheitsgemeinde Synagoge der Jüdischen Orthodoxen Gemeinde Nürnberg Nürnberg 2010 orthodox zentriert|150x150px|alternativtext=Synagoge in Regensburg|Jüdisches Gemeindezentrum Regensburg Synagoge am Brixener Hof Regensburg 2019 orthodox Durch den Zuzug nach dem Zerfall der Sowjetunion war die Regensburger Gemeinde zu groß geworden für den seit 1945 genutzten, 1938 nicht zerstörten Betsaal unweit der 1938 zerstörten Synagoge. 2019 wurde der Neubau der Synagoge auf dem Grundstück der zerstörten Synagoge eingeweiht. zentriert|150x150px Synagoge Straubing Straubing 1907 ? Am 10. November 1938 wurde die Synagoge in Brand gesetzt, Inventar wurde zerstört. Äußeres Erscheinungsbild blieb erhalten. 1946 wieder eröffnet. Synagoge mit Gemeindezentrum Valentin-Becker-Straße Würzburg 1970 ? Neubau zentriert|150x150px Synagoge Ringstraße Weiden in der Oberpfalz 1889 Masorti-Bewegung (Masorti Deutschland), egalitär Am 10. November 1938 wurde die Inneneinrichtung zerstört. 1945 wieder eröffnet.
Berlin Bild Name Stadt bzw. Gemeinde Lage Baujahr bzw. Inbetriebnahme Ausrichtung Bemerkung / Zerstörung / Vorherige Nutzung 150x150px|zentriert Berlin, Hohenschönhausen Berliner Straße 91 (seit den 1980er Jahren Konrad-Wolf-Straße)auf einem ehemaligen Hinterhof 1935 ? Die kleine Synagoge wurde 1935 eingeweiht und diente den rund 150 jüdischen Bewohnern für ihre Gottesdienste. Sie wurde höchstwahrscheinlich aus bäuerlichen Nebengebäuden hergerichtet. Bei den nationalsozialistischen Ausschreitungen im Jahr 1938 wurde sie nicht zerstört, die Juden durften das kleine Haus jedoch nicht weiter benutzen. – Erst mit der beginnenden Neubautätigkeit in Berlin-Alt-Hohenschönhausen in den 1970er Jahren wurden die Mauerreste abgeräumt.Angelika Reichmuth: Jüdisches Leben in Hohenschönhausen, abgerufen am 28. November 2021. Die Stadt ließ am Standort der Synagoge eine Gedenktafel an einem Findling anbringen. (Siehe Bild) Synagoge Beth Zion Berlin 2005 orthodox Eine der letzten erhaltenen privaten Hofsynagogen Berlins. 1910 für die jüdisch-orthodoxe Beth-Zion-Gemeinde erbaut und 1938 von Nationalsozialisten demoliert. 2005 wurde sie neu eingeweiht und ist nun Teil einer Talmud-Thora-Schule. Außerdem dient sie als Synagoge der Gemeinde Kahal Adass Jisroel zentriert|150x150px Synagoge Fasanenstraße Berlin 1959 liberal Neubau. Am Standort befand sich eine durch die Nazis am 9. November 1938 in Brand gesteckte und geplünderte Synagoge von 1912. Ruinen wurden 1958 für den Neubau abgerissen. zentriert|150x150px Synagoge Fraenkelufer Berlin 1959 konservativ Synagoge wurde im Nebengebäude von 1916 der 1938 zerstörten Synagoge eingerichtet. Synagoge Joachimsthaler Straße Berlin 1938 aschkenasisch-orthodox 1938 keine Zerstörung. Synagoge im Jüdischen Krankenhaus Berlin 1914 ? Gebäude wurde 2002 als Synagoge wiederhergestellt, der Ursprungsbau datiert von 1914. Synagoge Münstersche Straße Berlin 2007 orthodox / chassidisch Synagoge der Chabadzentriert|150x150px Synagoge Oranienburger Straße Berlin 1866 reform (egalitärer Minjan) Neue Synagoge (http://www.jg-berlin.org/judentum/synagogen/oranienburger-strasse.html) zentriert|150x150px Synagoge Pestalozzistraße Berlin 1912 liberal 1938 minimal beschädigt. 1947 wieder eröffnet. zentriert|150x150px Synagoge Rykestraße Berlin 1904 liberal-konservativ 1938 wegen engbebauter Innenstadtlage nur minimal beschädigt. 1953 wieder eröffnet. Größte Synagoge Deutschlands. Synagoge Sukkat Schalom, Herbartstraße Berlin 1981 reform (egalitärer Minjan) Neubau Synagoge Sukkat Schalom, Hüttenweg Berlin 1999 reform (egalitärer Minjan) im ehemaligen interreligiösen Zentrum der US-Truppen (umgezogen in die Herbartstraße) Synagoge Tiferet Israel, Passauer Straße Berlin 2006 sefardisch-orthodox Synagoge Tucholskystraße Berlin ? orthodox Synagoge der Gemeinde ADASS JISROEL
Brandenburg Bild Name Stadt bzw. Gemeinde Lage Baujahr bzw. Inbetriebnahme Ausrichtung Bemerkung / Zerstörung / Vorherige Nutzung Oranienburg Havelstraße 10 1838 kleine SynagogeJüdische Gemeinden in Oranienburg, abgerufen am 28. November 2021. Der Synagoge waren eine Mikwe und eine jüdische Schule mit Lehrerwohnung angeschlossen.Die Gemeinde wurde 1920 mit der jüdischen Gemeinde Berlin zusammengeschlossen, die Synagoge in Oranienburg blieb als Bethaus erhalten. Während des Novemberpogroms 1938 wurde das Gotteshaus unter Leitung der SA-Standarte 208 beschädigt. Die Juden wurden vertrieben. Das reparierte Gebäude diente ab 1939/1940 der Oranienburger Baptistengemeinde; bei einem Bombenangriff im Jahr 1944 wurde es vollständig zerstört. Die baulichen Reste beseitigte man nach dem Kriegsende. Die Stadtverwaltung von Oranienburg ließ nahe dem früheren Synagogenstandort in der Havelstraße 1988 eine Bronzegedenktafel an einer freistehenden Mauer anbringen, die folgende Inschrift trägt: zentriert|150x150px Synagogenzentrum Potsdam Potsdam 2024 ? Neubau Synagoge Cottbus Cottbus Die Synagoge der Jüdischen Gemeinde Cottbus wurde 2015 in der ehemaligen Schlosskirche eingeweiht. Orthodox 2015 zentriert|150x150px Jüdisches Gemeindehaus Brandenburg an der Havel Das Jüdische Gemeindehaus wird als Synagoge der Jüdischen Gemeinde der Stadt genutzt
Bremen Bild Name Stadt bzw. Gemeinde Lage Baujahr bzw. Inbetriebnahme Ausrichtung Bemerkung / Zerstörung / Vorherige Nutzung zentriert|150x150px Synagoge und Gemeindezentrum Bremen Bremen 1961 Einheitsgemeinde Neubau. Am Standort wurde am 10. November 1938 eine Synagoge niedergebrannt. zentriert|150x150px Synagoge Bremerhaven Bremerhaven Zuvor war das Gebäude eine Kirche für Angehörige der US-Armee
Hamburg Bild Name Stadt bzw. Gemeinde Lage Baujahr bzw. Inbetriebnahme Ausrichtung Bemerkung / Zerstörung / Vorherige Nutzung zentriert|150x150px Synagoge und Gemeindezentrum Hamburg Hamburg 1960 orthodox Neubau
Hessen Siehe auch Liste der Synagogen in Hessen mit allen ehemaligen Synagogen.