mini|Johann Löhn auf dem Steinbeis-Tag in Stuttgart (2013)
Johannes „Johann“ Löhn (* 16. Dezember 1936 in Holvede) war von 1983 bis 2004 Vorstandsvorsitzender der Steinbeis-Stiftung und war bis 30. September 2018 Präsident der Steinbeis-Hochschule Berlin. Er ist weiterhin Ehrenkurator der Steinbeis-Stiftung.
Leben Löhn wurde 1936 in der Nähe von Hamburg geboren. Sein Abitur legte er am Braunschweig-Kolleg ab.Eine Chance für viele: Kolleg wird 60 Jahre alt. Die Welt, 12. November 2009 1967 schloss er das Studium der Physik an der Universität Hamburg mit dem Diplomgrad ab. Es folgte eine wissenschaftliche Assistenz an der Universität Hamburg und diverse Industrietätigkeiten. 1969 wurde er mit einer Arbeit über Die Kristallstruktur von Li2Cu (C2O4)26H2O und die Deutung der Struktur C2O4 in den Oxalaten zum Doktor der Dr. rer. nat. an der Universität Hamburg promoviert.
1972 wurde er Professor für Informatik an der Fachhochschule Furtwangen (FHF, heute Hochschule Furtwangen). Von 1973 bis 1977 war er dort Prorektor, ab 1977 Rektor der FHF und leitete in dieser Funktion 1982 auch den Arbeitskreis Technologietransfer der Forschungskommission Baden-Württemberg. Aus dieser Tätigkeit und der Leitung eines sogenannten technischen Beratungsdienstes an der FHF heraus entwickelte Löhn das integrative Modell des unternehmerischen Technologietransfers als eigenständige, privatwirtschaftliche Aufgabe. Vor diesem Hintergrund ernannte der damalige baden-württembergische Ministerpräsident Lothar Späth 1983 Löhn zum Regierungsbeauftragten für Technologietransfer in Baden-Württemberg.
Am 1. April 1983 wurde Löhn Vorstandsvorsitzender der Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung und führte ab 1998 auch die Steinbeis GmbH & Co. KG für Technologietransfer bis 2004. Er war bis 30. September 2018 Präsident der Steinbeis-Hochschule Berlin, die 1998 von ihm gegründet wurde. Die Leitung übernahm Jürgen Abendschein. Als Würdigung seines Engagements vergibt die Steinbeis-Stiftung seit 2004 jährlich den Löhn-Preis für herausragende Projekte im Technologietransfer.
Löhn Methode In den 1970er Jahren entwickelt Johann Löhn die nach ihm benannte Löhn Methode. Die Löhn Methode ist ein pragmatisches Plansystem für Selbstmanagement, Projektmanagement und Selbstmotivation.
Auszeichnungen 1996: Bundesverdienstkreuz am Bande 2001: Bundesverdienstkreuz I. Klasse 2001: Ehrendoktorwürde der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften 2003: Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Moldau (TUMD) 2004: Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Bukarest 2008: Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg 2018: Ehrenmedaille der Steinbeis-Stiftung
Weblinks Die Löhn-Methode
Einzelnachweise
Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Träger des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg Kategorie:Ehrendoktor einer Universität in der Republik Moldau Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1936 Kategorie:Mann Kategorie:Hochschullehrer (Furtwangen) Kategorie:Rektor einer Hochschule in Deutschland Kategorie:Hochschulpräsident (Deutschland) Kategorie:Ehrendoktor einer Universität in Rumänien