Kieselbronn ist eine Gemeinde im Enzkreis in Baden-Württemberg, rund sieben Kilometer vom Oberzentrum Pforzheim entfernt. Zur Gemeinde Kieselbronn gehören außer dem gleichnamigen Dorf keine weiteren Ortschaften.

Geographie Geographische Lage Kieselbronn liegt auf der Bauschlotter Platte nördlich von Pforzheim.

Nachbargemeinden Pforzheim, Ispringen, Neulingen, Ölbronn-Dürrn, Mühlacker-Enzberg, Niefern-Öschelbronn

Historische Geographie Im Gemeindegebiet liegt die 1376 erstmals erwähnte und nach 1400 wüst gefallene Ortschaft Igelsbach. Ebenso deutet der Flurname Hochstetterfeld auf eine abgegangene Siedlung hin.

Geschichte Ungefähr im ersten Jahrhundert n. Chr. erfolgte die Gründung eines römischen Hofguts im Gewann Schlössle. Kieselbronn wurde am 6. Januar 1100 erstmals urkundlich erwähnt, als Bischof Johannes I. von Speyer das Dorf dem Kloster Sinsheim schenkte. Während der Zeit der Stammesherzogtümer gehörte der Ort zum Herzogtum Franken. In den folgenden Jahrhunderten wechselten die Herrschaften mehrmals. 1504 kam ein Teil des Ortes an das Herzogtum Württemberg, der andere Teil unterstand Ritterfamilien als Lehensnehmer der Grafen von Löwenstein, darunter seit 1563 die Herren von Hirschhorn und nach dem Dreißigjährigen Krieg die Göler von Ravensburg. Im Rahmen diverser Kriege, so unter anderem nach der Schlacht von Ötisheim 1692, erfuhr die Gemeinde mehrmalige Zerstörungen sowie Plünderungen.Geschichte der Gemeinde Kieselbronn, Internetpräsenz der Gemeinde Kieselbronn, abgerufen am 10. August 2019. Von 1806 bis 1810 gehörte ganz Kieselbronn zum Oberamt Maulbronn im Königreich Württemberg. Durch den Grenzvertrag von 1810 gelangte Kieselbronn zum Großherzogtum Baden. Seit dem 25. Juni 1939 war die Gemeinde dem Landkreis Pforzheim zugeordnet. 1945 wurde der Ort Teil der Amerikanischen Besatzungszone und gehörte somit zum neu gegründeten Land Württemberg-Baden, das 1952 im jetzigen Bundesland Baden-Württemberg aufging. 1973 erfolgte die Kreisreform in Baden-Württemberg, bei der Kieselbronn zum Enzkreis kam.

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Kieselbronn besteht aus den 12 gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem Ergebnis.Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart

Parteien und Wählergemeinschaften %2024 Sitze2024 %2019 Sitze2019BVKBürgervereinigung Kieselbronn30,25429,553SPDSozialdemokratische Partei Deutschlands24,39330,514CDUChristlich Demokratische Union Deutschlands23,85316,882KULKieselbronner Umweltliste21,51223,063gesamt100,012100,012Wahlbeteiligung71,03 %66,19 %

Bürgermeister Bürgermeister Kieselbronns ist seit 1. Oktober 2001 Heiko Faber (parteilos). Er wurde 2009, 2017 und 2025 wiedergewählt.

Wappen Das Gemeindewappen, „In Rot ein goldener Schwimmfuß“, erscheint schon im 18. Jahrhundert im Siegel der Gemeinde; die Wappenfarben wurden allerdings erst 1907 festgelegt. Herkunft und Bedeutung des Wappens sind bis heute noch nicht vollständig geklärt.

Gemeindepartnerschaften Partnergemeinden von Kieselbronn sind das französische Bernin nahe Grenoble (seit 1987) und das thüringische Heyersdorf (seit 1990).

Infrastruktur und Wirtschaft Verkehr

Kieselbronn verfügt über günstige Autobahnanschlüsse zur A 8 Karlsruhe – Stuttgart bei den Anschlussstellen Pforzheim-Nord (2 km) und Pforzheim-Ost (Eutingen 3 km), sowie zu den Bundesstraßen 10 (Karlsruhe – Stuttgart) und 294 (Pforzheim – Bretten).

Busverbindungen Die Gemeinde hat 7 Bushaltestellen (Dürrner Straße, Rathaus, Pforzheimer Straße, Autohalle, Sonnenbühl / Schauinslandstraße, Eutinger Straße und Wartbergblick).

Nächstgelegene Bahnstationen Fernverkehr: Intercity Pforzheim Hbf und Mühlacker Hbf Nahverkehr: Pforzheim-Eutingen, Niefern und Mühlacker-Enzberg (Stadtbahn S5 Bietigheim-Bissingen – Pforzheim – Karlsruhe) sowie Ölbronn (Stadtbahn S9 Bretten – Mühlacker)

Sehenswürdigkeiten und Kultur Weithin sichtbarer Wasserturm aus dem Jahre 1930 Reste einer römischen Siedlung (die Reste sind vergraben) im Gewann „Schlössle“ Stockbrunnen von Fritz Theilmann Original wieder aufgebautes Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert in der Reitergasse 14 Weitere denkmalgeschützte Fachwerkhäuser im alten Ortskern Streuobstmuseum im Gewann Weiherwiesen Obstsortenmuseum, Im Allmendweg

Stephanuskirche mini|Stephanuskirche Kieselbronn Im Kieselbronner Ortskern liegt die evangelische Stephanuskirche, welche Ende des 13. Jahrhunderts errichtet und zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert mit diversen Wandmalereien geschmückt wurde. "kirche-kieselbronn"-Internetpräsenz, abgerufen am 15. Juli 2014. Internetpräsenz des evangelischen Kirchenbezirks Pforzheim-Land, abgerufen am 15. Juli 2014.

Persönlichkeiten Ehrenbürger Bürgermeister a. D. Kurt Link

Söhne und Töchter der Stadt Fritz Theilmann (1902–1991), Bildhauer und Keramiker Fred Hilke (* 1985), Moderator und Podcaster

Weblinks

Offizielle Website der Gemeinde Obstsortenmuseum Stephanus-Kirche Beschreibung

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Enzkreis

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