Der Ausdruck Philosophismus wurde in unterschiedlichem Sinne unspezifisch verwendet für „eine unbegründete, mißverstandene, ausgeartete oder ungehörig angewendete Philosophie“ Pierer’s Universal-Lexikon, Band 13. Altenburg 1861, S. 76 oder eine „stümperhafte Philosophie, Afterweisheit“Herders Conversations-Lexikon, Bd. 4, S. 532; ähnlich Wilhelm Traugott Krug: Allgemeines Handwörterbuch der philosophischen Wissenschaften, Band 3, Brockhaus, Leipzig 1828, S. 210, Online.. Spezifischer kann z. B. gemeint sein eine „alleinige Konzentration auf das spekulative Moment“.So bei Carl Braig, vgl. Daniel Esch: Apostolat der Dialektik, Leben und Werk des Freiburger Theologen und Philosophen Carl Braig (1853–1923), Rombach, [Diss.] Freiburg 2004, S. 168.

Literatur Joseph Anton Sambuga: Über den Philosophismus, welcher unser Zeitalter bedroht, München 1805, Online bei Google Books, vgl. darüber Johann Michael Sailer: Gesammelte Werke, Bd. 38, Biographische Schriften, Bd. 1, Sulzbach 1841, S. 352ff, Online. Gustav Adolph Constantin Frantz: Philosophismus und Christenthum, 1875, Online bei archive.org Jörg Zittlau: Cogitum Interruptum. Einführung in den Philosophismus, 1986

Einzelnachweise

Kategorie:Philosophie