Baillet-en-France ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Val-d’Oise in der Region Île-de-France; sie gehört zum Arrondissement Sarcelles und zum Kanton Domont. Die Stadt liegt 20 Kilometer nördlich von Paris.
Nachbargemeinden sind: Moisselles, Bouffémont, Chauvry, Domont, Villiers-Adam, Montsoult und Attainville. Westlich liegt der Wald von l'Isle-Adam.
Geschichte Der Name Baillet entstammt vermutlich dem lateinischen baliolum, eventuell auch abgeleitet vom keltischen bali (Allee des Schattens).
Erste Siedlungsspuren stammen aus dem 5. vorchristlichen Jahrhundert. Erstmals wurde der Ort in einem Schreiben der Abtei Saint-Denis im Jahr 832 erwähnt. Das Lehen, im Mittelalter im Besitz der Grafen d'O, entwickelte sich um ihr feudales Schloss, bevor es an die Grafschaft Guise fiel. Gebietszugewinne fanden während der Hugenottenkriege statt. Der Herzog von Choiseul-Praslin eignete sich das Dorf im 19. Jahrhundert an. Das Dorf wurde während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 geplündert. mini|links|Centre international Joseph Wresinski Baillet ist Sitz des Forschungsinstituts und Archivs der von Joseph Wresinski gegründeten Organisation ATD Vierte Welt. Die Einrichtung hat ihren Sitz in einem ehemaligen Internat, das nach dem Zweiten Weltkrieg geschlossen worden war und danach bis in die 1980er Jahre von einem Schwestern-Orden bewohnt wurde.Commune de Baillet en France: L'ancien Pensionnat de Jeunes Filles
Zwischen Erholungs- und Internierungslager 1937 erwarb die Union fraternelle des métallurgistes de la région parisienne (CGT) in Baillet SchlossEin älteres Foto des Schlosses ist auf der Webseite der Gemeinde über ihre Geschichte zu sehen: Commune de Baillet en France: Un peu d'Histoire und ParkDessen Eingang ist zu sehen auf der Webseite: Commune de Baillet en France: Autres sites remarquables: Le Parc du Bois de l'Etang (ex-CNPO). Auf der städtischen Homepage gibt es auch einen Übersichtsplan über den Park, der aber wenig aussagekräftig ist. und machte daraus einen Erholungsort für Stahlarbeiter, den diese für ihren erstmals bezahlten Urlaub nutzen konnten.Baillet-en-France dans l’histoire, La gazette Val d'Oise auf actu.fr, 21. Januar 2015 Im gleichen Jahr fand in den Jardins du Trocadéro in Paris eine Internationale Ausstellung der Künste und Techniken des modernen Lebens statt, auf der die Sowjetunion mit einem eigenen Pavillon vertreten war. Skulpturen aus diesem Pavillon wurden nach ihrer Ausstellung im Park des Château de Baillet-en-France untergebracht.LA « RÉSURRECTION » À BAILLET-EN-FRANCE DES BAS-RELIEFS DU PAVILLON SOVIÉTIQUE DE 1937, Institut national du recherches archéologiques préventives, 17. April 2009 (modifiziert 19. Februar 2016)
1939 wurde das Anwesen beschlagnahmt und in ein Internierungslager für politische Gefangene umgewandelt.
Im November 1940 wurde aus dem Anwesen ein Zentrum für die Pétain-Jugend. In der Folge wurden im Frühjahr 1941 die sowjetischen Skulpturen im Park zerstört.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden Schloss und Park bis 1972 als Ferienzentrum genutzt und gingen danach in den Besitz der C.N.P.O (Caisse Nationale de Prévoyance des Ouvriers du Bâtiment) über. 2004 wurden anlässlich der Umgestaltung des Schlossparks die sowjetischen Skulpturen wiederentdeckt und restauriert.Siehe hierzu die ausführliche Dokumentation auf der Webseite CNPO FERIENZENTRUM IN BAILLET-EN-FRANCE (VAL-D'OISE)
Der Schlosspark ist heute für die Öffentlichkeit zugänglich.
Bevölkerungsentwicklung 1793: 168 1800: 189 1806: 189 1821: 197 1831: 212 1836: 224 1841: 200 1846: 204 1851: 185 1856: 192 1861: 189 1866: 234 1872: 221 1876: 246 1881: 238 1886: 224 1891: 240 1896: 254 1901: 242 1906: 239 1911: 241 1921: 290 1926: 366 1931: 393 1936: 381 1946: 439 1954: 438 1962: 437 1968: 451 1975: 1472 1982: 1495 1990: 1409 1999: 1710 2007: 1868 2011: 2001 2021: 1893 Ab 1962 nur Einwohner mit Erstwohnsitz; Quellen EHESSL'École des hautes études en sciences sociales (EHESS): Population vor der Volkszählung von 1962 & INSEE.INSEE: Population nach der Volkszählung von 1962
Sehenswürdigkeiten Kirche Saint-Martin: Der Chorraum, ältester Teil der Kirche, datiert von 1529 und ist vermutlich die ehemalige Kapelle der Gutsherren zu d'O. Der Turm wurde 1760 überarbeitet. Statue de Notre-Dame de France: Diese Statue der heiligen Jungfrau zierte den Pavillon des Vatikans während der Weltausstellung von 1937. Sie wurde 1988 auf dem Boden der Gemeinde aufgestellt und dient nun als Pilgerort.
Literatur Le Patrimoine des Communes du Val-d'Oise. Flohic Éditions, Band 2, Paris 1999, ISBN 2-84234-056-6, S. 939–941.
Weblinks
Website der Gemeinde Notre-Dame-de-France
Einzelnachweise
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