Lupus (auch Lupo; † 752) war von 745 bis 752 Dux des langobardischen Herzogtums Spoleto.
Leben Lupus wurde Juni/Juli 745Hartmann, Geschichte Italiens im Mittelalter Bd. 2,2, Gotha 1903, S. 155 unter unbekannten Umständen Nachfolger von Dux Transamund II., wobei ein friedlicher Wechsel eher unwahrscheinlich ist.Hartmann, Geschichte Italiens im Mittelalter Bd. 2,2, Gotha 1903, S. 147f Transamund war in den Jahren zuvor schon zweimal durch Gefolgsleute von König Liutprand († 744) abgesetzt worden – Hilderic (739–740) und Agiprand (742–744) – und hatte anschließend die Macht wieder zurückerobert.
Lupus erkannte 746 König Ratchis Oberherrschaft an; nun sprachen königliche missi (Beamte) im vormals unabhängigen Spoleto Recht. Herzog Lupo besuchte Ratchis’ Hof in Pavia. Lupus machte dem Kloster Farfa (heute: Abbazia di Farfa) GeschenkeChronicon Farfense, Vol. I, S. 148 und gründete 751 das St.-Georgs-Kloster bei Rieti für langobardische und fränkische Nonnen.Regesto di Farfa II Nr. 22, Seite 32 Mit seiner Frau Ermelinda soll er die Kirche S. Maria in Organo gestiftet haben.
Als Lupus 752 in Spoleto starb, folgte ihm wahrscheinlich kurzzeitig Dux Unnolf. Dann vergab König Aistulf das Dukat nicht wieder, sondern ließ es als Krongut verwalten.Hartmann, Geschichte Italiens im Mittelalter Bd. 2,2, Gotha 1903, S. 150f
Literatur Gianluca Borghese: Lupo, in: Dizionario Biografico degli Italiani 66 (2006). Wilfried Menghin: Die Langobarden, Theiss, Stuttgart 1985. Jörg Jarnut: Geschichte der Langobarden, Stuttgart 1982. ISBN 3-17-007515-2. (Storia dei Longobardi, Turin 1995). Ludo Moritz Hartmann: Geschichte Italiens im Mittelalter Bd. 2,2. Gotha 1903, S. 147ff (teilweise überholt)
Weblinks Dukes and Marchesi of Spoleto (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Herzog (Spoleto) Kategorie:Langobardenreich (Italien) Kategorie:Langobarde Kategorie:Geboren im 7. oder 8. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 752 Kategorie:Mann