Höfen (, fränkisch: Hejfm bzw. HiefmE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. S. 98. Dort folgendermaßen transkribiert: „hęifm“ bzw. „hīfm“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Dietenhofen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Die Höfenmühle zählt zu dem Gemeindeteil. Höfen und Höfenmühle liegen in der Gemarkung Haasgang.

Geografie Der Weiler liegt am Mettlachbach und am Thierbach, der dort als rechter Zufluss in den Mettlachbach mündet. 0,5 km westlich beginnt das Waldgebiet Adelmannsdorfer Schlag, im Süden grenzt das Waldgebiet Heegstall an, im Südosten liegt das Waldgebiet Adelweidach, dahinter erhebt sich der Höfner Berg (). Ein Anliegerweg führt 100 Meter weiter nördlich zur Kreisstraße AN 17, die nach Adelmannsdorf (0,7 km nordwestlich) bzw. nach Warzfelden verläuft (2 km südöstlich).

Geschichte Die erste schriftliche Nennung, die eindeutig zugeordnet werden kann, datiert aus dem Jahr 1476 als „Höfen“. Ob der im Jahr 1268 genannte Cunradus de Houen seinen Stammsitz in diesem Höfen hatte, kann nicht geklärt werden.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. S. 98.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Höfen 3 Anwesen (1 Hof, 1 Gut, 1 Mühle). Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und Grundherrschaft über die Anwesen hatte das Obervogteiamt Virnsberg des Deutschen Ordens.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 869.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Bd. 2, Sp. 698: „Höfen, bey Beutellohe, teutschordischer Weiler im Bezirke des ehemaligen Oberamts Ansbach von 3 Unterthanen.“ Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 992f.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Höfen dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Weihenzell und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Weihenzell zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 961. Am 27. Juli 1830 wurde Höfen in die neu gebildete Gemeinde Haasgang umgemeindet.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 948. Diese wurde am 30. Juni 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst: Adelmannsdorf und Höfen wurden in den Markt Dietenhofen eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2005 2013Einwohner 41 32 30 20 26 20 25 20 23 17 24 27 25HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 5 5 4 3 3 3 3 4 Quelle auf: dietenhofen.de

Religion Der Ort ist seit der Reformation überwiegend evangelisch-lutherisch und nach St. Andreas gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Vitus gepfarrt, seit den 1980er Jahren ist die Pfarrei St. Bonifatius zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Dietenhofen) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1476