Haunoldshofen (fränkisch: Handls-hufmE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 93. Dort folgendermaßen transkribiert: „handlshūfm“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Dietenhofen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Haunoldshofen liegt in der Gemarkung Kleinhaslach.

Geografie Unmittelbar westlich des Weilers entspringt der Haunoldshofener Graben, ein linker Zufluss des Haselbachs. 0,5 km nördlich liegt Dietenhofen. Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Rüdern (2,3 km westlich) bzw. zu der Kreisstraße AN 26 (0,3 km östlich), die nach Dietenhofen (1,1 km nördlich) bzw. nach Kleinhaslach führt (1,7 km südöstlich).

Geschichte Der Ort wurde 1169 als „Hunolteshouen“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Hunold, der wohl der Gründer des Ortes war.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 93.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Haunoldshofen vier Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das brandenburg-bayreuthische Kastenamt Dietenhofen inne. Grundherren waren das Kastenamt Dietenhofen (1 Dreiviertelhof, 1 Gut) und das St.-Klara-Klosteramt der Reichsstadt Nürnberg (1 Hof, 1 Dreiviertelhof).M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 865.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 542. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 998.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Haunoldshofen dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Kleinhaslach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Kleinhaslach zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Diese wurde am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Dietenhofen eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2005 2013Einwohner 39 33 33 35 37 35 32 57 39 35 42 43 41HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 7 8 6 6 5 5 7 13 Quelle auf: dietenhofen.de

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Andreas (Dietenhofen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach Unsere Liebe Frau (Heilsbronn) gepfarrt, seit den 1980er Jahren ist die Pfarrei St. Bonifatius (Dietenhofen) zuständig.

Wanderwege Durch den Ort führen der Fernwanderweg Rangau-Querweg und der Rundwanderweg Bibertrundweg.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Dietenhofen) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1169