mini|Leopold Erb, vor 1907 Leopold Erb (* 1. April 1861 in Steyr, OberösterreichMatricula Online – Steyr – St. Michael (Vorstadtpfarre), Taufen – Duplikate 1861, Seite 36, 2. Zeile; † 22. November 1946 ebenda) war ein österreichischer Lehrer und Politiker.
Leben Leopold Erb, Sohn des Kammmachers August Erb († 1902), besuchte von 1866 bis 1870 die Volksschule und anschließend bis 1877 die Oberrealschule in seiner Geburtsstadt. Er ging nach Wien ans Technikum, wo er bis 1882 blieb. Zeitgleich besuchte er 1881/1882 als außerordentlicher Hörer Veranstaltungen im chemischen Laboratorium an der Universität Wien. 1882 legte er die Lehramtsprüfung für Chemie und Naturgeschichte für Oberrealschulen ab.
Er kam als Probekandidat an das Staatsrealschule in seiner Geburtsstadt Steyr und wurde hier später Assistent. 1884 wechselte er an die Staatsgewerbeschule nach Liberec. Ab 1887 war er ununterbrochen wieder an der Staatsrealschule Steyr tätig. Am 1. September 1891 wurde er von der Staatsrealschule in seiner Geburtsstadt Steyr an die Realschule nach Olmütz versetzt und zum Wirklichen Lehrer ernannt. 1893 kam er von Olmütz, wo er Chemie und Naturwissenschaften gelehrt hatte, zurück an die Realschule nach Steyr. Am 28. September 1894 wurde Erb Professor an der Staatsoberrealschule in seiner Geburtsstadt Steyr. Während seines politischen Mandates war er ab 1896 von den Lehrverpflichtungen enthoben.
Als Abgeordneter war er von 1896 bis 1918 im oberösterreichischen Landtag.
1896 war er noch fraktionslos, schloss sich dann erst als Hospitant, dann ab Oktober 1898 als Mitglied dem Verband der Deutschen Volkspartei an. 1907 war er mit der Einrichtung im Deutschnationalen Verband und ab Dezember 1908 im daraus hervorgegangenen Nationalverband der deutschfreiheitlichen Abgeordnete. Aus dem Nationalverband wurde Anfang 1910 der Deutsche Nationalverband und Erb dessen Mitglied. Ab 1. Oktober 1912 war er Mitglied der Jungdeutschen Vereinigung im Deutschen Nationalverband, die sich später im März 1914 in Deutschvölkische Vereinigung umbenannte. Vom 13. September 1916 bis zur Auflösung am 12. Oktober 1917 war er in der Deutschen Arbeitsgemeinschaft im Deutschen Nationalverband. Ab 18. Oktober 1917 gehörte er zur Deutschnationalen Partei. Mit der Gründung im Januar 1918 war er im Verband der deutschnationalen Parteien.
In den Jahren von 1896 bis 1900 und von 1902 bis 1918 war er Mitglied des österreichischen Reichsrates. 1918/1919 war er sowohl Mitglied der Provisorischen Landesversammlung Oberösterreich als auch von Oktober 1918 bis Februar 1919 Mitglied der Provisorischen Nationalversammlung.
Erb war auch Mitglied des Gemeinderates von Steyr und ging 1920 in Ruhestand.
Auszeichnungen 1914 Ehrenbürger der Stadt Bad Hall 1916 Ehrenbürger der Stadt Steyr
Literatur Harry Slapnicka: Oberösterreich – Die politische Führungsschicht. 1918 bis 1938 (= Beiträge zur Zeitgeschichte Oberösterreichs. 3). Oberösterreichischer Landesverlag, Linz 1976, ISBN 3-85214-163-X, S. 75. Biographisches Handbuch der österreichischen Parlamentarier, 1918–1993. Österreichische Parlamentsdirektion, 1993, S. 103.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Landtagsabgeordneter (Oberösterreich) Kategorie:Abgeordneter zum Abgeordnetenhaus (Österreich) Kategorie:Abgeordneter zum Nationalrat (Österreich) Kategorie:DnP-Mitglied Kategorie:Ehrenbürger von Steyr Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1861 Kategorie:Gestorben 1946 Kategorie:Mann