mini|Felix Aylmer in seinem Garten (1973), Porträt von Allan Warren Sir Felix Edward Aylmer Jones, OBE (* 21. Februar 1889 in Corsham, Wiltshire, England; † 2. September 1979 in Sussex, England) war ein britischer Theater- und Filmschauspieler.

Leben Aylmer wurde 1889 als Felix Edward Aylmer Jones im englischen Corsham geboren. Nach dem Besuch der Almondbury Grammar School nahe Huddersfield in West Riding of Yorkshire studierte er an der renommierten University of Oxford und war Mitglied der Oxford University Dramatic Society. 1911 feierte er sein Debüt als Theaterschauspieler im London Coliseum und gehörte später der Birmingham Repertory Company an, mit der er unter anderem den Orsino in Shakespeares Was ihr wollt spielte.

Während des Ersten Weltkriegs diente er in der britischen Royal Naval Volunteer Reserve. Nach Kriegsende trat er wieder auf der Bühne auf, wo er sich vor allem in Stücken von George Bernard Shaw einen Namen machte. Ab 1930 kam er auch beim britischen Film zum Einsatz. Dabei arbeitete er häufig mit Laurence Olivier zusammen, wie bei Hokuspokus (1930) oder den beiden Shakespeare-Verfilmungen Heinrich V. (1944) und Hamlet (1948), wo er den Polonius spielte.

In den 1950er Jahren war er auch in Hollywood ein vielbeschäftigter Charakterdarsteller, so spielte er beispielsweise in Mervyn LeRoys Quo Vadis? (1951) den Plautius, in Ivanhoe – Der schwarze Ritter (1952) den Isaac von York, in Die Ritter der Tafelrunde (1953) den Merlin oder in den preisgekrönten Filmdramen Anastasia (1956) und Getrennt von Tisch und Bett (1958). Eine seiner letzten Kinorollen hatte er 1964 in Das Haus im Kreidegarten neben Deborah Kerr als Richter McWhirrey, den er bereits acht Jahre zuvor auf der Bühne gespielt hatte. In den 1960er Jahren trat er häufiger im britischen Fernsehen auf, unter anderem als Father Anselm in 19 Folgen der BBC-Serie Oh, Brother! (1968–1970).

Von 1949 bis 1969 war er der Präsident der britischen Schauspielergewerkschaft British Actors’ Equity Association (später Equity genannt). 1950 erhielt er den britischen Verdienstorden Order of the British Empire und 1965 wurde er für seine Verdienste im Theater zum Ritter geschlagen.

Aylmer war mit der britischen Schauspielerin Cecily Byrne bis zu deren Tod im Jahr 1975 verheiratet. Aus der Ehe gingen Sohn David (1929–1964) und Tochter Jennifer hervor. Er starb 1979 im Alter von 90 Jahren in einem privaten Krankenhaus in Sussex, England.Sir Felix Aylmer. In: Daytona Beach Morning Journal, 4. September 1979.

Filmografie (Auswahl) Filme

Fernsehserien

Theaterauftritte (Auswahl) 1912–1913: Das Wintermärchen (The Winter’s Tale) von William Shakespeare – Savoy Theatre, London 1918–1919: Judith von Arnold Bennett – Kingsway Theatre, London 1919–1920: The School for Scandal von Richard Brinsley Sheridan – Birmingham Repertory Theatre 1920–1930: Badger’s Green von R. C. Sherriff – Prince of Wales Theatre, London 1922–1923: Loyalties von John Galsworthy – Gaiety Theatre, New York 1925–1926: The Last of Mrs. Cheyney von Frederick Lonsdale – Fulton Theatre, New York 1933–1934: The Voysey Inheritance von Harley Granville-Barker – Sadler’s Wells, London 1934–1935: St. Joan von George Bernard Shaw – Old Vic Theatre, London 1935–1936: Out of the Dark von Ingram D’Abbes – Ambassadors Theatre, London 1937–1938: Die weiße Krankheit (Bílá nemoc) von Karel Čapek – Savoy Theatre, London 1937–1938: Yes and No von Kenneth Horne – Ambassadors Theatre, London 1938–1939: The Flashing Stream von Charles Langbridge Morgan – Lyric Theatre, London 1939: The Flashing Stream von Charles Langbridge Morgan – Biltmore Theatre, New York 1953–1954: The Prescott Proposals von Howard Lindsay und Russel Crouse – Broadhurst Theatre, New York

Weblinks

(englisch)

Einzelnachweise

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