Der Radio-Allergo-Sorbent-Test (RAST) ist ein diagnostisches Verfahren, das beispielsweise bei der Abklärung einer Allergie zum Nachweis spezifischer Antikörper der Klasse E dient, die gegen das dabei getestete Allergen (zum Beispiel bestimmte Pollen, Hausstaubmilben-Kot, Tierallergen etc.) gerichtet sind. Hierzu werden beim klassischen RAST-Verfahren die Antigene als feste Phase an eine Papierscheibe gebunden oder beim weiterentwickelten CAP-RAST (CAP steht für Carrier-Polymer-System) an ein Zelluloseschwämmchen. Danach wird Blutserum des Patienten aufgebracht. Falls sich im Serum passende Antikörper befinden, binden sich diese mit dem zugehörigen Antigen zu einem Antikörper-Antigen-Komplex. Im nachfolgenden Schritt wird ein radioaktiv markierter Tracer aufgebracht, der sich wiederum mit diesen AG-AK-Komplexen verbindet und dann nachgewiesen werden kann.

Klassifizierung Beim klassischen RAST reicht die Einteilung von 0 (keine spezifischen Immunglobulin E gegen das getestete Allergen nachweisbar) bis 4 (starke Konzentration an spezifischen Immunglobulin E gegen das getestete Allergen nachweisbar). Beim CAP-RAST reicht die Abstufung hingegen von 0 bis 6.

Allergen-spezifisches IgE [kUA/L]EinstufungRast 0< 0,35negatives ErgebnisRast 10,35–0,70schwach positives ErgebnisRast 20,70–3,50mäßig hohes ErgebnisRast 33,50–17,5hohes ErgebnisRast 417,5–50,0sehr hohes Ergebnis

Es muss nicht unbedingt ein Zusammenhang zwischen den klinischen Symptomen (einer Allergie) und der beim RAST erhaltenen Graduierung bestehen.Praktische Pneumologie in der Pädiatrie – Diagnostik (Rationale Differenzialdiagnostik) (Thomas Nicolai, Matthias Griese), 1. Auflage (2010)

Siehe auch Allergietest

Einzelnachweise

Kategorie:Diagnostisches Verfahren in der Allergologie