Bobometo (Bobmeto) ist ein osttimoresisches Dorf im Suco Bobometo (Verwaltungsamt Oesilo, Sonderverwaltungsregion Oe-Cusse Ambeno). „Bob“ (plural „Bobo“) ist der Name eines großen Clans in Oesilo.

Geographie

mini|links|Kasuarinen am Rande der Schlammvulkane in Bobometo

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Bobometo eine Fläche von 52,65 km².Direcção Nacional de Estatística: Nun sind es 59,15 km². Der Suco liegt im Nordosten des Verwaltungsamts Oesilo. Im Südwesten liegt der Suco Usitaqueno und im Westen Usitasae. Im Norden liegt das Verwaltungsamt Pante Macassar mit seinen Sucos Cunha und Naimeco, östlich das indonesische Westtimor. Die Nordgrenze bildet der Fluss Kinioki. Der Noel Ekat (Ekai) kommt von Osten her aus Indonesien, durchquert den Süden Bobometos, fließt weiter nach Usitasae und bildet dann wieder die Nordwestgrenze zu Cunha, bis er sich mit dem Kinioki vereinigt. Zusammen mit dem Abanai bilden die Flüsse den größten Fluss der Gemeinde, den Tono. Im Norden von Bobometo entspringt der Fluss Ana, der kurz darauf in den Kinioki mündet. Südlich von Saben befinden sich nahe der Ostgrenze Bobometos die Schlammvulkane von Poto.

Der Ort Bobometo liegt im Osten des Sucos auf einer Meereshöhe von . Er bildet mit den Orten Usapicolon (Usapikolen), Saben und Oemanu ein Siedlungszentrum. Hier gibt es eine Grundschule, eine vorbereitende Schule für die Sekundärstufe (Escola Pre-Secundaria Oesilo)Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB) und ein Hubschrauberlandeplatz.UNMIT:

Der offizielle Grenzübergang Napan/Bobometo verbindet Osttimor und Indonesien.Sobar Sutisna and Sri Handoyo: Delineation and Demarcation surveys of the land border in Timor: Indonesian perspective, Center for Boundary Mapping, The National Agency for Surveys and Mapping of Indonesia, abgerufen am 18. November 2018 Von hier aus führt durch den Norden des Sucos eine Überlandstraße Richtung Nordwest nach Pante Macassar und Richtung Südost in das indonesische Kefamenanu. Sie überquert den Kinioki über eine Brücke. An der Straße nach Pante Macassar liegen von Süd nach Nord im Suco das Siedlungszentrum Bobometo und die Dörfer Biele, Oenoah (Oenoa), Oebele, Kiukle und Oebaha. Östlich davon liegt der Ort Hoineno (Hueneno), westlich am Fluss Ana die Dörfer Kuanana, Faut und im äußersten Nordwesten Nianapu (Nianapo, Nianafu) und Nenopen. Westlich vom Siedlungszentrum Bobometo liegt das Siedlungszentrum Oesilo mit seinen Ortsteilen Afumalule und Benais. Direkt südlich davon liegt das Dorf Patmet. Eine weitere Überlandstraße führt vom Ort Bobometo nach Süden bis nach Passabe. An ihr liegen im Suco Bobometo (von Nord nach Süd) die Dörfer Kuafeu, Fauteso, Bobomanat (Bobo Manat), Ukbatan, Quiubiselo (Quibiselo, Quebesiolok, Kiubiselo, Kiobiselo), Binau und Neofmuti. Von Tumin aus führt eine kleine Straße nach Nordwesten in den Suco Usitasae, an der in Bobometo die Orte Nunete, Mambua, Fatututa Nonquican und Kiubiole liegen. Neben den öffentlichen Einrichtungen im Ort Bobometo gibt es Grundschulen in Oebelo, Nianapu, Nonquican, Tumin (Escola Primaria Tumin) und Binau. Außerdem finden sich in Tumin eine medizinische Station und ein Hubschrauberplatz für Notfälle.

Im Suco befinden sich die neun Aldeias Hoineno, Nianapu, Nonquican (Nonkikan), Oebaha, Oenoah, Quiubiselo, Saben, Tumin und Usapicolon. (portugiesisch; PDF; 323 kB)

Im Suco gibt es noch letzte Vorkommen von Harthölzern, wie Teak.estatal.gov.tl:

Einwohner In Bobometo leben 8.060 Einwohner (2022), davon sind 4.057 Männer und 4.003 Frauen. Im Suco gibt es 1.795 Haushalte. Über 97 % der Einwohner geben Baikeno als ihre Muttersprache an. 2,5 % sprechen Tetum Prasa.Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Bobometo (tetum; PDF; 8,3 MB)

Geschichte

Bobometo beteiligte sich bei der Rebellion gegen die Portugiesen im Mai 1912. Mit Hilfe von Truppen, die das Kanonenboot Pátria brachte, wurde die Revolte niedergeschlagen.Laura Suzanne Meitzner Yoder: Custom, Codification, Collaboration: Integrating the Legacies of Land and Forest Authorities in Oecusse Enclave, East Timor, S. 97, Dissertation, Yale University, 2005 ().

Nach dem Bürgerkrieg in Osttimor 1975 wurden im September 1975 zwölf APODETI-Mitglieder durch FRETILIN-Anhänger ermordet.CAVR-Report, Chapter 7.2:

Nach dem Unabhängigkeitsreferendum in Osttimor 1999 ermordeten beim Massaker von Bobo-Ufe 200 pro-indonesische Milizionäre der Sakunar am 8. und 9. September 1999 in Bobometo und Usitaqueno mindestens 17 Personen mit Macheten und Schusswaffen. Häuser wurden geplündert und niedergebrannt und die überlebenden Einwohner der angegriffenen Dörfer in das indonesische Westtimor deportiert. In Inbate angekommen, wurden mindestens 55 junge Männer durch Soldaten der Streitkräfte Indonesiens, Polizisten und Milizionären von den anderen getrennt, gefesselt und geschlagen. Dann wurden sie zu Fuß nach Passabe getrieben und beim Passabe-Massaker erschossen und erstochen. Acht Gefangene konnten entkommen.CAVR-Report, Chapter 7.3:

Am 6. März 2003 starben die fünf südkoreanischen Soldaten der UNTAET Jo Min, Jin Kyu Park, Jong Hun Back, Hee Choi und Byungjo Min im Noel Ekat. Ein Fahrzeug mit zwei Soldaten war im Fluss bei der Überquerung steckengeblieben. Drei weitere Soldaten wollten ihren Kameraden helfen, doch die Strömung riss alle fünf mit sich und die Soldaten ertranken.

Am 11. März 2010 bedeckte ein Erdrutsch zwei Hektar Farmland. 15 Familien mussten evakuiert werden.

Politik Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Baptista Tafin zum Chefe de Suco gewählt. Bei den Wahlen 2009 gewann Bento Bobo und 2016 Yoseph Elu.Jornal da República: Lista Naran Xefe Suku Eleito 2016, 2. Dezember 2016, abgerufen am 17. Juni 2020. Bei den Wahlen 2023 wurde José Labi Caet wiedergewählt.

Persönlichkeiten Otélio Ote (1969–2026), Journalist

Weblinks

Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Bobometo (tetum; PDF; 8,3 MB) Ergebnisse des Zensus 2015 für den Suco Bobometo (tetum; PDF) Seeds of Life: Suco information sheets Oesilo (tetum)

Einzelnachweise

Kategorie:Suco in Oe-Cusse Ambeno Kategorie:Ort in Oe-Cusse Ambeno Kategorie:Oesilo (Verwaltungsamt)