Nader Ahriman ( ; * 1964 in Schiras) ist ein iranisch-deutscher Maler.www.gerharsengerner.com. Seit 2018 lehrt er als Professor für Malerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.
Leben und Werk Nader Ahriman wurde in Iran geboren, studierte von 1988 bis 1994 an der Kunstakademie Stuttgart und nahm anschließend in New York im Contemporary Art Center am „P.S.1 Artist-in-Residence Programm“ teil. Er lebt und arbeitet heute in Berlin.
In den späten 1980er Jahren entstanden seine Gemälde, in denen er Themen aus der Kunstgeschichte herauslöst, bei denen es „um ein Austarieren einer Verbindung zwischen Ästhetik und Inhalt, Geist und Materie“Dorothea Strauss: Metaphysische Wirklichkeit. In: Gemälde / Paintings 1994 bis 2003 geht. Deutlich ist dabei sein Bezug zu Künstlern wie Chirico und Carrà, aber auch zu William Blake oder Philip Guston zu erkennen.
In den Jahren 1997 bis 1999 entstand seine Werkgruppe „Alle Kinder Wittgensteins“. Die Arbeiten beziehen sich auf den Bruch im modernen westlichen Denken, den der Philosoph Ludwig Wittgenstein markiert. Wittgenstein war eine Zeit lang als Architekt tätig, worauf Ahrimans architektonische Konfigurationen weisen.Paola Morsiani: Nader Ahriman. In: Gemälde / Paintings 1994 bis 2003
Zitat
Ausstellungen 1989: Württembergischer Kunstverein Stuttgart, (G) 1997: Kunsthalle St. Gallen, (E) 1999: Whitechapel Art Gallery, London, (G) 2000: Rupertinum, Salzburg, (G) 2002: Austin Museum of Art, USA, (G) 2002: Contemporary Arts Museum Houston, Houston, Texas (G) 2003: Kunstverein Freiburg, (E) 2005: Art Forum Berlin, (G) 2007: Friedrich Petzel Gallery, New York, (E) 2007: Galerie Krinzinger, Wien, (E) 2008: Manifesta 7. European Biennial of Contemporary Art, (G) 2013: Kunstverein in Hamburg, (E)
Buchveröffentlichungen, Kataloge Gemälde / Paintings. 1994 bis 2003. Hrsg.: Dorothea Strauss. Deutsch und englisch. Kunstverein Freiburg. Hatje Cantz, Ostfildern-Ruit 2003, ISBN 3-7757-1369-7 Etudes of transcendental homelessness / Etuden transzendentaler Obdachlosigkeit. Salon-Verlag, Köln 2006, ISBN 978-3-89770-268-4 Andreas Arndt; Jure Zovko (Hrsg.): Geist. Erkundungen zu einem Begriff. Zeichnungen von Nader Ahriman. Wehrhahn, Hannover 2009, ISBN 978-3-86525-146-6
Literatur Ingeborg Ruthe: Zwischen Eismeer und Milchstraße. In: Der Tagesspiegel vom 3. Juli 2004 Andrea K. Scott: Art in Review. Nader Ahriman – Stromboli. In: The New York Times vom 26. Januar 2007 Dorothea Strauss: Metaphysische Wirklichkeit. In: Gemälde / Paintings 1994 bis 2003. Hatje Cantz, Ostfildern-Ruit 2003, ISBN 3-7757-1369-7 Christiane Wettig: Farbkleckse der Erinnerung. In: Die Welt vom 29. März 1999 Ingeborg Wiensowski: Gemalte Gedanken. In: Kulturspiegel (Beilage des Spiegel), Nr. 5-2003
Weblinks Nader Ahriman an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee
Nader Ahriman bei artnet Nader Ahriman bei Kunstaspekte
Einzelnachweise
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