Das Flexible Image Transport System (FITS) ist ein flexibles offenes Dateiformat für Bilder, Spektren und Tabellen, das 1981 von der NASA entwickelt wurde und vor allem im Bereich der Astronomie verwendet wird. Es unterstützt u. a. mehrdimensionale Arrays mit ein- und zweidimensionalen Spektren sowie drei- und mehrdimensionale Datenwürfel. TIFF ist eine Untermenge von FITS mit einem ähnlichen Bildformat. Anders als bei TIFF sind bei FITS umfangreiche Beschreibungsdaten im Dateikopf enthalten, wodurch die Bilder unabhängig von Spezialprogrammen interpretiert werden können.
FITS zählt zu den von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) anerkannten Dateiformaten; mit ihm werden u. a. die Bilder des Hubble-Weltraumteleskops (HST), der Europäischen Südsternwarte (ESO), des Röntgenobservatoriums XMM-Newton der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), des Spitzer-Weltraumteleskops (SST) und des James-Webb-Weltraumteleskop der NASA gespeichert.
Seit Neuerem wird es auch im digitalen Archiv von der Vatikanischen Apostolischen Bibliothek benutzt, um die wertvollen und alten Manuskripte zu speichern und zugänglich zu machen.Vatikan-Bibliothek: Avantgardistische Digitalisierung. In: Radio Vatikan vom 10. Juli 2012.Richard Meusers: Der Vatikan macht sein Pergament permanent. In: Spiegel Netzwelt. Am 7. Mai 2010, abgerufen am 7. Mai 2010.
Viele gängige Bildbetrachtungsprogramme öffnen Bilder im FITS-Format, geben die Headerinformation aber nur eingeschränkt wieder.zum Beispiel: XnView
Das FITS-Format wird von vielen Programmiersprachen unterstützt, darunter C, Fortran, Java, und Python.
Siehe auch DICOM-Format
Weblinks ESA/ESO/NASA Photoshop FITS Liberator – ein Programm zum Öffnen von FITS-Dateien The FITS Support Office. NASA/GSFC.
Einzelnachweise
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