Die Wasserburg Ramsbach ist eine abgegangene Wasserburg und Turmhügelburg (Motte) am oberen Rotbach am südöstlichen Rand des Ortsteils Ramsbach der Stadt Schwäbisch Hall im baden-württembergischen Landkreis Schwäbisch Hall.

Geschichte Die Wasserburg wurde vermutlich um 1078 von den Herren von Ramsbach erbaut, die Dienstleute der edelfreien Herren von Bielriet waren. In diesem Jahr wurden die Brüder Diemo und Burkard von Ramsbach als niederadelige Ministeriale erwähnt. Die ursprünglichen Herren von Ramsbach scheinen jedoch ihren Stammsitz verlassen zu haben, denn im Jahr 1375 gehörte der Ort Ramsbach den Herren von Hörlebach.Beschreibung des Oberamts Hall, S. 310.

Im selben Jahr (1375) verkauften die Hörlebacher „hofstat und burgstale zu Ramsbach“ an Berchtold Lamparter. Aus der Bezeichnung Burgstall kann geschlossen werden, dass die Burg zu dieser Zeit bereits im Abgang gewesen war. Die Lamparter waren wohl Nachfahren des ursprünglichen Geschlechts derer von Ramsbach. Der staufische Dienstmann Walther von Ramsbach war um 1187 Graf von Siena. Nach ihrer Rückkehr wurde die Familie als Lamparter (Lombarden) bezeichnet und folglich nannte sich das Geschlecht Lamparter von Ramsbach.

Eine weitere, vermutlich endgültige Zerstörung des „Wasserhauses“ erfolgte wohl 1450 während des Städtekrieges, als sie von einem markgräflich-ansbachischen Kriegshaufen niedergebrannt wurde. Auch später wurde der Burgstall noch mehrere Male erwähnt.

Von der ehemaligen Burganlage, die wohl zur Gruppe der Turmhügelburgen zu zählen ist, ist nichts erhalten.Alois Schneider: Die Burgen im Kreis Schwäbisch Hall. 1995, S. 229.

Literatur Alois Schneider: Die Burgen im Kreis Schwäbisch Hall. Eine Bestandsaufnahme (= Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg. Bd. 18). Konrad Theiss, Stuttgart 1995, ISBN 3-8062-1228-7, S. 229–230.

Einzelnachweise

Ramsbach, Burg Kategorie:Bauwerk in Schwäbisch Hall Ramsbach Ramsbach Kategorie:Kulturdenkmal in Schwäbisch Hall