Vera Lossau (* 1976 in Haan) ist eine deutsche Künstlerin.

Leben Vera Lossau studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Rita McBride und Magdalena Jetelová. Ihre Werke waren bislang in mehreren Einzelausstellungen zu sehen, darunter im Kunstverein Mönchengladbach (2005), im Stadtmuseum Hattingen (2008) und im Ernst & Young Artforum in Düsseldorf (2008). 2009 stellte Vera Lossau in den Bergischen Kunstausstellungen im Museum Baden in Solingen und der Städtischen Galerie Remscheid aus.

Bis 2005 war Vera Lossau leitende Mitarbeiterin in der Arbeitsgemeinschaft für Jugendarbeit e.V. Bonn. Sie war im Leitungsteam einer Jugendgruppe, von Mitarbeiterkreisen und Jugendfreizeiten. Im Rahmen der entwicklungsdienstlichen Arbeit des Vereins besuchte sie 1993 die Projekte in Ägypten.

Werk Das künstlerische Werk von Vera Lossau ist vielschichtig. Auch wenn die Bildhauerei im Mittelpunkt steht, ist auch die Malerei, die Zeichnung, das Video oder die Performance elementarer Bestandteil ihres künstlerischen Tuns. Eine viel beachtete Performance hatte sie beispielsweise 2006 im Museum kunst palast in Düsseldorf durchgeführt, wo sie mit einem eigens gemieteten Publikum die Frage nach der Bedeutung der öffentlich ausgestellten Kunst ebenso reflektierte, wie die Rolle der Besucher oder die Frage nach der gesellschaftlichen Stellung zeitgenössischer Künstler. Ihre Arbeiten sind stets spielerische aber auch wissenschaftlich intendierte Reflexionen. Sie bricht mit gewohnten Normen, etwa dann, wenn sie in den Displays der Bochumer U-Bahnhöfe die üblichen Informationen durch Widmungen an die Passanten ersetzt. 2003 führte sie eine solche Aktion durch und schrieb in die LCD-Anzeigen der U-Bahnhöfe Sätze, wie: „Es ist alles in Ordnung. Träumen Sie weiter.“ oder „Bitte langsam. Ich habe es eilig.“ Mit solchen, durchaus humorvollen Irritationen arbeitet sie auch dann, wenn sie Abrissbirnen, die üblicherweise dem Niederreissen baufälliger Häuser dienen, mit winzig kleinen Spiegeln beklebt oder mit Splittern zerstoßener Keramik versieht und damit die Frage der Zerstörung neu stellt. Die Birnen selbst sind nun filigran geworden, und die Scherben, die sie fortan zieren haben den ursprünglichen Zweck der „wrecking balls“ ad absurdum geführt. Als Bildhauerin arbeitet sie mit den unterschiedlichsten Materialien, etwa mit Bronze, Keramik, Ton, Glas, Metall, Gips, Epoxydharz, Gießharz, Leuchtstoffröhren und Stoffen.

Einzelausstellungen 2016 Vera Lossau. Eine kurze Geschichte der Löcher, Museum für Angewandte Kunst Köln 2010 "con artist", kuratiert von Matthias Erntges, Raum Oberkassel, Düsseldorf 2010 Origin Center, zusammen mit Stefanie Bühler, Sammlung Philara, Düsseldorf 2009 „dead drop“, Galerie Rupert Pfab, Düsseldorf 2009 "Künstlerinnenpreis Nordrhein-Westfalen. Ausstellung der Preisträgerinnen Anja Schrey und Vera Lossau", Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen 2008 „The (beautiful) Farewell“, GAP 18 ERNST und YOUNG Artforum, Düsseldorf 2008 „Pokerface“, Museum Hattingen 2007 „Saturday Evening Sunday School“, REALACE, Berlin 2006 „Library Bums“, Galerie Reimann-Lebègue, Düsseldorf 2006 Kunstraum Essen 2006 „What’s my name again?“ Kunstbunker Tumulka, München 2005 „We are the world!“, Galerie Schüppenhauer, Köln 2005 „Who Cares“, MMIII, Kunstverein Mönchengladbach (Kat.) 2003 „Schluss mit Deutschland“, Galerie Schüppenhauer, Köln 2003 „Fantastic New Habits“, Kulturmagazin Lothringen, Bochum 2002 „Rise & Fall of Sleeping Beauties“, Saarländisches Künstlerhaus, Saarbrücken (Kat.) 2001 „Durchbruch“, Henrike Höhn Kunstprojekte, Berlin

Gruppenausstellungen 2011 Bronner Residency. Die Stipendiaten. Junge Künstlerinnen und Künstler im israelisch-deutschen Dialog, Kunst im Tunnel (KiT), Düsseldorf 2010 Enovos Förderpreis Junge Kunst, Wilhelm Hack Museum, Ludwigshafen 2009 „Organ Mix“ u. a. mit Danica Dakic, Sabine Kacunko, Rita McBride, Klaus Mettig Total Museum of contemporary art, Seoul, Korea 2009 63. Bergische Kunstausstellung, Museum Baden, Solingen; 2009 63. Bergische Kunstausstellung, Galerie der Stadt Remscheid 2008 „10 Preisträger“, Vestischer Künstlerbund Recklinghausen 2007 “Hunter’s Moon”, London L`est, Hackney, London 2007 SummerMMOG, Düsseldorf 2007 “Du liebes Tier”, KunstRaum Essen; 2006 “I am somewhere here”, IMMA Museum of Contemporary Art, Dublin, Irland 2006 “Mietpublikum”, Performance-Event im Museum Kunst Palast, Düsseldorf 2006 “Conversation with Art on Art”, Bauhaus to Contemporary Art, Tokyo Opera City Art Gallery, Japan 2005 „And the ship is sailing“, Everything is All Right, Alte Volksbank, Borken mit der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen und Open Art Galerie (Kat.) 2005 „Kleines Affektchen II“, (Everything is All Right), NBK Neuer Berliner Kunstverein, Berlin(Performance-Event) 2005 „Kleines Affektchen III“, (Everything is All Right), Museum Kunst Palast, Düsseldorf 2005 „I am not a suicidor, I am an investigator“ (Gruppe Everything is All Right), Museum am Ostwall, Dortmund (Kat.) 2004 „Kleines Affektchen“, Museum Bochum, Exhibition & Video/Performance Event 2004 International ThinkTank, Future Academy, Bangalore, Indien 2004 „Überkurator 1“, Trade Apartment (mit Daad-Stipendiaten 2004) 2004 „my mum is my dad“, Kunstraum Essen 2004 "Photography, Video, Mixed Media", Sammlung DaimlerChrysler, Berlin 2004 „Paradies“, Kunstbunker Tumulka, München 2003 „Artists of the Year“, Kunstraum Essen 2003 „CALENDAR!“ Studio Tommaseo, Trieste Contemporanea, Triest, Italien 2003 Artfair Innsbruck, Kunstraum Essen, Österreich 2003 „Charlie's place“, Annelie Juda Gallery/Fordham Gallery, London, GB 2003 Art Frankfurt, mit KV Ettlingen 2003 „Blind dates“, Kulturmagazin Bochum, Performance-Event 2003 „Pret-a-porter“, Galerie ART&Henle, Berlin 2003 Galerie EB, Brüssel, Belgien 2003 "Photography, Video, Mixed Media", Sammlung DaimlerChrysler, Galerie Stadt Sindelfingen 2003 „Paradies“, Project M.A.I.S., Berlin Alexanderplatz 2003 Art-fair Köln, Performances und Galerie Schüppenhauer 2002 Kunstverein Ettlingen, Klasse Jetelová (Kat.) 2002 Arco Madrid, von Lintel & Nusser Galerie, Spanien 2002 „Little Red Riding Wolf“, Galerie Schüppenhauer, Köln 2002 Project M.A.I.S., Liverpool Bienniale, Liverpool, U.K. 2002 „Carte Blance à Magdalena Jetelova“, Galerie LAB, Strasbourg, F. 2002 „Pret-a-porter“, Kunstraum Essen 2001 „Format“, Galerie 10.000, Berlin 2001 „Trouvailles“, von Lintel & Nusser Galerie, München 2001 Arco Madrid, von Lintel & Nusser Galerie, Spanien 2001 Project M.A.I.S., Kulturbunker Blochsplatz, Berlin (Kat.) 2001 „HinHer“, Klasse Jetelová, Plasy, Tschechien 2001 „Grand Canyon“, Performance-Event, Museum Bochum 2000 „Young City Art“, Videoprojektion in Cinema-Programmkino, Düsseldorf 2000 Internat. Performance-Kongress Schloss Breulin (Kat.) 1999 Klasse Konrad Klapheck, Handwerkskammer Düsseldorf (Kat.) 1999 Klasse Konrad Klapheck, Bruno-Goller-Haus, Gummersbach 1999 Project M.A.I.S. Kultur-Hochbunker, Köln 1998 „ADM“, Gladstone/Victoria, Kanada

Stipendien, Preise 2010 6-monatiger Stipendiumsaufenthalt der Kunststiftung NRW, der Bronner Stiftung, des Goethe-Instituts und der Artists´ Studios in Tel Aviv. 2010 Stipendium der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen 2010 Nominiert für den Enovos Förderpreis Junge Kunst 2009 Künstlerinnenpreis des Landes Nordrhein-Westfalen im Bereich Malerische Positionen (Förderpreis) 2009 Erwine-Steinblum-Stipendium für junge Kunst, Stiftung kunst:raum sylt quelle 2005 Stiftung Künstlerdorf Schöppingen 2004 Stipendium der Stadt Mönchengladbach (Josef und Hilde Wilberz-Stiftung) 2003–2004 Daad-Stipendium für London 2002 Erster Preis des Vestischen Künstlerbundes

Sammlungen DaimlerChrysler Collection Josef und Hilde Wilberz-Stiftung

Weblinks Webpräsenz Vera-Lossau.com eiskellerberg.tv - Vera Lossau - Sag ja zum Phantom! Biografie von Vera Lossau bei 'Galerie Pfab' Dokumentarfilm Vera Lossau - Was ich sehe'

Kategorie:Bildhauer (Deutschland) Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1976 Kategorie:Frau