Kleinabenberg (fränkisch: GlanohmbärchE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 3. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „glānōmbęɘχ“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Abenberg im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Kleinabenberg liegt in der Gemarkung Aurau.

Geografie 1 Kilometer östlich des Dorfes erhebt sich der Galgenberg (). 0,5 km südlich im Tal fließt der Listenbach, ein rechter Zufluss der Aurach. Im Nordosten liegt das Waldgebiet Heckenlohe, im Nordwesten befindet sich ein Golfplatz. Die Staatsstraße 2220 führt nach Abenberg (1,7 km westlich) bzw. an Aurau vorbei nach Rothaurach (5 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft über Louisenau nach Bechhofen (1,9 km nördlich).

Geschichte 1356 wurde der Ort als „Wenigen Abenberg“ erstmals urkundlich erwähnt, als die Witwe von Ulrick Hekk ihren Besitz (2 Güter, 1 Seldenhaus, 1 Haus und Hofreit und 6 Teile der dazugehörigen Liegenschaften) an den Eichstätter Bischof Berthold von Zollern für 1300 Pfund Heller verkaufte. Das Lehen gelangte 1360 von der Burggrafschaft Nürnberg durch Tausch mit Niederoberbach ebenfalls an den Bischof von Eichstätt.F. Eigler: Schwabach, S. 132.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 147. Kleinabenberg bildete mit Louisenau eine Realgemeinde.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort niedergebrannt. 1637 galt er als unbewohnt, nach einer Beschreibung von 1651 hatte sich an diesem Zustand nichts geändert.W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach, S. 226.

1671 gab es in Kleinabenberg 5 Anwesen, die alle dem Kastenamt Abenberg unterstanden. Das Hochgericht übte das eichstättische Pflegamt Abenberg aus.F. Eigler: Schwabach, S. 141. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es im Ort 6 Anwesen (1 Dreiviertelhof, 4 Halbhöfe, 1 Köblergut) und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das Pflegamt Abenberg aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft hatte das Kastenamt Abenberg.F. Eigler: Schwabach, S. 400. 1801 gab es ebenfalls 6 Anwesen.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 146.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 Kleinabenberg dem Steuerdistrikt Asbach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Aurau zugeordnet. Am 1. Juli 1972 wurde Kleinabenberg im Zuge der Gebietsreform in Bayern in Abenberg eingegliedert.F. Eigler: Schwabach, S. 466.

Seit 1967 gibt es die Kirche zur Heiligen Dreifaltigkeit.Kleinabenberg auf der Website abenberg.de

Baudenkmäler In Kleinabenberg gibt es vier Baudenkmäler: Zwei Bildsäulen Wegkapelle Wegkreuz

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 77 30 61 45 62 57 60 61 48 63 86HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 13 7 10 9 11 9 10 27Quelle

Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Jakobus (Abenberg) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Jakobus (Dürrenmungenau) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Abenberg) Kategorie:Ort im Landkreis Roth Kategorie:Ersterwähnung 1356