Vietnam war bis zum Ende des Indochinakrieges im Jahr 1954 Bestandteil Französisch-Indochinas. Die Niederlage Frankreichs in der Schlacht um Điện Biên Phủ bedeutete das Ende der französischen Kolonialherrschaft in Indochina. Auf der Genfer Indochinakonferenz wurde die Teilung Vietnams entlang des 17. Breitengrades in die (nördliche) Demokratische Republik Vietnam (Hauptstadt Hanoi) und die (südliche) Republik Vietnam (Hauptstadt Saigon) beschlossen.

In Südvietnam Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland richtete am 12. Juni 1957 eine Gesandtschaft in Saigon ein, die am 25. April 1960 in eine Botschaft umgewandelt wurde.Akten zur auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland, 1975, 864S. S. 474 FN 5

Die Botschaft lag an der Võ Tánh-Street Nr. 217 (heute Nguyễn Trãi 217), einer Hauptstraße, in der sich auch die Government of the Republic of Vietnam (GVN) befand, die dort ein National Police Interrogation Center (NPIC) betrieb.

Ernennung/Akkreditierung Name Besonderheiten Posten verlassen 1960 York Alexander von Wendland Günther Schlegelberger Hans Schmidt-Horix Ende März 1966 verhandelte er mit dem südvietnamesischen Außenminister Tran Van Do die Einsatzbedingungen der Helgoland. Hasso Rüdt von Collenberg als Geschäftsträger 1966 Wilhelm Kopf Horst von Rom 1974 Heinz Dröge

In Nordvietnam Am 16. Dezember 1954 fasste der Ministerrat der DDR den Beschluss zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur Demokratischen Republik Vietnam. Erster Botschafter der DDR in Hanoi wurde (neben seiner Funktion als Botschafter in der Volksrepublik China) Johannes König.Botschafteraustausch zwischen der DDR und Vietnam. In: Neues Deutschland, 17. Dezember 1954, S. 2.

Die DDR-Botschaft hatte ihren Ursprung in einer Handelsvertretung, sie wurde im Laufe der Jahre stetig baulich vergrößert.Bonn macht DDR-Botschaft zur Schaltzentrale. In: Neues Deutschland, 27. November 1991, Abruf am 13. November 2020. Ende der 1970er Jahre waren hier etwa 50 Mitarbeiter tätig.Hanoi - traurig ist das Diplomatenleben. In: Der Spiegel, 6. Februar 1978.

+ DDR-Botschafter in Hanoi Name Amtszeit Johannes König 1954–1955 Rudolf Pfützner 1955–1959 Eduard Claudius 1959–1961 Karl Nohr 1961–1963 Wolfgang Bergold 1963–1969 Klaus Willerding 1969–1972 Dieter Doering 1972–1978 Klaus Zorn 1978–1982 Hermann Schwiesau 1982–1986 Joachim Löschner 1986–1990

Nach dem Vietnamkrieg kam es 1976 zur Wiedervereinigung des Landes, und die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland wechselte nach Hanoi.

+ Deutsche Botschafter in HanoiNameAmtszeit Peter Scholz 1976–1978 Reinhard Holubek 1978–1980 Claus Vollers 1981–1984 Geert-Hinrich Ahrens 1984–1986 Joachim Broudré-Gröger 1986–1990 Jürgen Elias 1990–1993 Klaus-Christian Kraemer 1993–1997 Wolfgang Erck 1997–1999 Wolfgang Massing 2000–2003 Christian-Ludwig Weber-Lortsch 2003–2007 Rolf Peter Gottfried Schulze 2007–2011 Claus Wunderlich 2011–2012 Jutta Frasch 2012–2015 Christian Berger 2016–2019 Guido Hildner 2019–2024 Helga Barth 2024–

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Einzelnachweise

Vietnam, Sud- Deutschland