Johann Georg Wunderlich (* 2. Februar (?) 1755 in Bayreuth; † 1819 in Paris) war ein deutscher Flötist, Hochschullehrer und Komponist.
Leben Johann Georg Wunderlich wurde zunächst von seinem Vater, Oboist in der Kapelle des Markgrafen von Ansbach, unterrichtet. 21-jährig nahm er in Paris Flötenunterricht bei Félix Rault. Von 1778 bis 1783 war Wunderlich Mitglied des Orchesters der Concerts spirituels, ab 1781 zudem zunächst zweiter, dann erster Flötist an der Pariser Oper (bis 1813). Außerdem lehrte er am 1795 gegründeten Conservatoire de Paris und hatte dort von 1803 bis 1816 die alleinige Professur für Flöte inne. Zu seinen zahlreichen Schülern zählten Jean-Louis Tulou, Benoit Tranquille Berbiguier und Joseph Guillou. Er komponierte Kammermusik für Flöte in verschiedenen Besetzungen. Seine Kompositionen dienten nicht zuletzt dazu, seinen Schülern das weite Spektrum der Ausdrucksmöglichkeiten beim Flötenspiel zu erschließen.Susanne Farwick: Studien zur zeitgenössischen Musik für Flöte solo in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Analytische Betrachtungen zu formalen, außermusikalischen, nationalen sowie klangästhetischen Aspekten in der Musik für Flöte solo von 1950 bis 2006. Peter Lang, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-631-58518-4, S. 40.
Schriften 1804 veröffentlichte Wunderlich in Paris das Lehrwerk Méthode de Flûte du Conservatoire par M.M. Hugot et Wunderlich / Membres du Conservatoire. Der Titel erklärt sich daraus, dass er für das Buch Vorarbeiten seines verstorbenen Kollegen Antoine Hugot herangezogen hatte.
Literatur András Adorján, Lenz Meierott (Hrsg.): Lexikon der Flöte. Laaber-Verlag, Laaber 2009, ISBN 978-3-89007-545-7.
Fußnoten
Kategorie:Klassischer Flötist Kategorie:Hochschullehrer (CNSMD Paris) Kategorie:Komponist (Klassik) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1755 Kategorie:Gestorben 1819 Kategorie:Mann