mini|Mark Donskoi (3. v. r.) 1963; links im Bild seine Ehefrau Irina Donskaja

Mark Semjonowitsch Donskoi (; *  in Odessa, Russisches Kaiserreich, heute Ukraine; † 24. März 1981 in Moskau) war ein sowjetischer Filmregisseur und Drehbuchautor.

Leben

Donskoi studierte Medizin, Jura und Musik und verfasste zunächst Bühnenstücke. Er kam 1926 zum Film, arbeitete als Drehbuchautor und als Schnittmeister und führte bei mehreren Kurzfilmen Regie. Zusammen mit dem Regisseur Michail Awerbach drehte er ab 1928 auch Langfilme und gehörte ab den 1930er-Jahren zur „Spitzengarde der Filmregisseure in der UdSSR“.Mark Donskoi. In: Dieter Krusche: Lexikon der Kinofilme. Vom Stummfilm bis heute. Bertelsmann, Gütersloh 1977, S. 659. Zu seinen bedeutendsten Werken gehört die sogenannte Gorki-Trilogie, die von 1938 bis 1940 entstand.

Donskois Werke zeichnen sich durch Realismus und psychologische Glaubwürdigkeit aus. Er drehte neben Literaturverfilmungen auch Werke mit zeitgeschichtlichen Themen.

Auszeichnungen

Für Foma Gordejew wurde Donskoi 1960 auf dem Internationalen Filmfestival von Locarno als bester Regisseur mit dem Vela d'Argento ausgezeichnet.

Die Mutter lief 1956 im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 1972 war Donskoi Mitglied der Festivaljury.

Filmografie

1927: Schisn 1928: In einer großen Stadt (W bolschóm górode) – auch Drehbuch 1930: Das fremde Ufer (Tschuschói béreg) 1931: Das Feuer (Ogón) 1934: Das Lied vom Glück (Pésnja o stschástje) 1938: Maxim Gorkis Weg ins Leben I: Gorkis Kindheit (Détstwo Górkowo) 1939: Maxim Gorkis Weg ins Leben II: Unter den Menschen (W ljúdjach) – auch Drehbuch 1940: Maxim Gorkis Weg ins Leben III: Meine Universitäten (Moí uniwersitéty) – auch Drehbuch 1941: Romántiki 1942: Wie der Stahl gehärtet wurde (Kak sakaljálas stal) 1944: Der Regenbogen (Ráduga) 1945: Die Unbeugsamen (Nepokorjónnije) – auch Drehbuch 1947: Erziehung der Gefühle (Sélskaja utschítelniza) 1949: Alitét uchódit v góry 1953: Náschi tschempióny 1955: Die Mutter (Mat) – auch Drehbuch 1957: Dorogói tsenói 1959: Fomá Gordéjew – auch Drehbuch 1962: Sdráwstwuite, déti – auch Drehbuch 1965: Das Herz einer Mutter (Sérdze máteri) 1966: Die Treue einer Mutter (Wérnost máteri) 1969: Schaljápin 1973: Nadéschda 1978: Die Eheleute Orlow (Suprúgi Orlówy)

Literatur

Mark Donskoi. In: Dieter Krusche: Lexikon der Kinofilme. Vom Stummfilm bis heute. Bertelsmann, Gütersloh 1977, S. 659–660.

Weblinks

Einzelnachweise

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