Irmgard von Faber du Faur (späterer Name: Irmgard Mannheimer, * 4. Juli 1894 in München; † 23. Januar 1955 in Zürich) war eine deutsche Schriftstellerin.
Leben Irmgard von Faber du Faur ist eine Tochter von Hans von Faber du Faur und über ihre Mutter Sophie von Ranke (1864–1917) eine Enkelin von Heinrich Ranke. Ihre Zwillingsschwester ist die Malerin Armgard von Faber du Faur. Sie wuchs in München und Paris auf. Sie absolvierte eine Lehrerausbildung in Genf, Zürich und Berlin und wirkte anschließend als Lehrerin und Erzieherin in Landschulheimen. Sie war Mitarbeiterin der Kinderstunde des Münchner und Berliner Rundfunks und schrieb Beiträge für Kinderzeitschriften. 1930 heiratete sie den Theologen Franz Mannheimer. Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung im Jahre 1933 emigrierte das Ehepaar in die Schweiz; ab 1936 lebte es in Rüschlikon bei Zürich.Kristina Schulz: Die Schweiz und die literarischen Flüchtlinge (1933-1945). Zugleich Habil.-Schrift Phil.-Hist. Fakultät Univ. Bern 2011, Auflage-Online-Ressource, Beltz Bad Langensalza, Akademie-Verlag / de Gruyter, Berlin 2014, S. 73.
Irmgard von Faber du Faurs literarisches Werk umfasst Erzählungen, Märchen, Theaterstücke und Hörspiele; daneben sammelte sie Kinderverse, die sie 1951 in der Anthologie Kinderreime der Welt veröffentlichte.
Der Nachlass Irmgard von Faber du Faur befindet sich seit 2022 im Schweizerischen Literaturarchiv.
Werke
Kind und Welt, Kiel 1929 Ein Tag des kleinen Tom, Frankfurt a. M. 1933 Die Kinderarche, Aarau 1935 Die Pilgerkinder, Zollikon-Zürich 1940 Geschwister, Zürich 1942 Die rote Mütze, Zürich 1949 (Illustr. v. Hanny Fries; 3. A. 1959) Die große Reise, Zürich 1953 Maria Aegyptiaca, Kassel [u. a.] 1953 (zusammen mit Ina Lohr) Häsleins Abenteuer, Egg/Zürich 1965
Herausgeberschaft Kinderreime der Welt, gesammelt und übertragen von Irmgard von Faber du Faur, Müller & Kiepenheuer, Bergen 1951 Von Arab und andern Pferden, Zürich 1952
Literatur Wilhelm Sternfeld, Eva Tiedemann: Deutsche Exilliteratur 1933–1945. Eine Bio-Bibliographie. Verlag Schneider, Heidelberg/Darmstadt 1962. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft (DAG). Teil B (Briefadel). 1942. Jahrgang 34, Justus Perthes, Gotha November 1941, S. 131–133. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1908. Jahrgang 2, Justus Perthes, Gotha Herbst 1907, S. 269–270.
Weblinks Familienverband: Irmgard Archiv Irmgard von Faber du Faur in der Datenbank HelveticArchives des Schweizerischen Literaturarchivs
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus Kategorie:Kinder- und Jugendliteratur Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Erzählung Kategorie:Person (Kanton Zürich) Irmgard Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1894 Kategorie:Gestorben 1955 Kategorie:Frau