Ulberndorf ist ein Ortsteil der sächsischen Großen Kreisstadt Dippoldiswalde im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Der Ortsteil hat den Status einer Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung und damit gemäß seiner Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.

Geographie Ulberndorf liegt etwa zwei Kilometer südlich von Dippoldiswalde. Durch den Ort fließt die Rote Weißeritz, die in ihrem weiteren Verlauf bei Paulsdorf zur Talsperre Malter aufgestaut wird. Ulberndorf liegt direkt an der Bundesstraße 170 (Dresden – Zinnwald-Georgenfeld).

Nachbarorte

Geschichte mini|Siegelmarke der Gemeinde Ulberndorf mini|Siegelmarke der Gemeinde Ulberndorf

Der Ort als Waldhufendorf angelegt, wurde 1358 erstmals erwähnt. 1429 wurde der Ort Ulberndorf, welcher zu dieser Zeit noch in Ober- und Niederulberndorf geteilt war, von den Hussiten zerstört. 1463 war Ulberndorf zur Pflege Dippoldiswalde gehörig, ab 1569 zum Amt Dippoldiswalde. Von 1856 bis 1875 gehörte Ulberndorf zum Gerichtsamt Dippoldiswalde, danach zur gleichnamigen Amtshauptmannschaft. Die Bevölkerung Ulberndorfs teilte sich 1925 in 418 evangelisch-lutherische Einwohner und elf Katholiken auf. Am 1. Juli 1950 wurde das benachbarte Dorf Elend eingemeindet. Zwei Jahre später wurde Ulberndorf ein Teil des Kreises Dippoldiswalde, der aus der Amtshauptmannschaft entstand. 1973 wurde der bis dahin eigenständige Ort nach Dippoldiswalde eingemeindet. Die Landkreise Dippoldiswalde und Freital schlossen sich 1994 zusammen und bildeten fortan den Weißeritzkreis, dem Ulberndorf bis zur Fusion mit dem Landkreis Sächsische Schweiz zum Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge angehörte.

Entwicklung der Einwohnerzahl Entwicklung der Einwohnerzahl Ulberndorfs: auf dippoldiswalde.de Jahr Einwohner 1552 25 besessene Mann, 17 Inwohner 1569 13 besessene Mann, 9 Gärtner, 4 Häusler 1764 10 besessene Mann, 5 Gärtner, 9 Häusler 1834 262 1871 316 1890 367 1910 412 1925 437 1939 418 1946 538 Jahr Einwohner 1950 548 1964 651 1990 556 2006 530 2007 520 2008 523 2009 506 2010 489 2011 498 2012 495 Jahr Einwohner 2013 491 2014 475 2015 505 2017 501 2020 481

Ortsnamenformen Der Name des Ortes Ulberndorf änderte sich geschichtlich wie folgt: 1350: Alberndorf 1422: Olbirndorff 1466: Albendorff 1539: Obermelbendorf, Nidermelbendorf 1555/56: Obir vnd Nieder Olberndorff 1565: Moldendorff 1589: Mülbendorf 1609: Vlberndorff 1875: Ulberndorf

Siehe auch Liste der Kulturdenkmale in Ulberndorf

Weblinks

Ortsteile In: Webauftritt der Stadt Dippoldiswalde. Website zu Ulberndorf In: www.ulberndorf.de

Einzelnachweise

Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) Kategorie:Ortschaft von Dippoldiswalde Kategorie:Ort an der Roten Weißeritz Kategorie:Ort im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Kategorie:Waldhufendorf Kategorie:Ersterwähnung 1358 Kategorie:Gemeindeauflösung 1973 Kategorie:Ort im Erzgebirge