Virginia Van Upp (* 13. Januar 1902 in Chicago, Illinois; † 25. März 1970 in Los Angeles, Kalifornien) war eine US-amerikanische Drehbuchautorin und Filmproduzentin.

Leben Van Upp wurde 1902 als Tochter von Helen und Harry Van Upp in Chicago geboren. Ihre Mutter arbeitete als Filmeditorin und Titelschreiberin für den Stummfilmregisseur Thomas Harper Ince, wodurch Virginia Van Upp bereits als Kind in Stummfilmen auftrat. Als junge Frau arbeitete sie zunächst als Castingleiterin, Cutterin, Drehbuchassistentin und Schauspielagentin, ehe sie ab 1934 als Drehbuchautorin bei Paramount Pictures unter Vertrag stand, wo sie häufig mit dem Regisseur Edward H. Griffith zusammenarbeitete. 1944 machte sie der Columbia-Chef Harry Cohn zu einer ausführenden Produzentin seines Studios. Van Upp war neben Harriet Parsons und Joan Harrison lange Zeit eine der wenigen Frauen, die in dieser Position bei einem großen Hollywood-Studio beschäftigt waren.

1952 wurde sie von der Writers Guild of America in der Kategorie Bestes Drehbuch in einem Filmmusical zusammen mit Liam O’Brien und Myles Connolly für Frank Capras Hochzeitsparade nominiert. Van Upp ist jedoch vor allem für ihre Zusammenarbeit mit Columbias größtem Star Rita Hayworth bekannt, deren Image sie mit Filmen wie Es tanzt die Göttin (1944) und Gilda (1946) maßgeblich definierte. Beide Filme waren enorm erfolgreich an den Kinokassen und machten Hayworth zur Leinwandkönigin der 1940er Jahre, weshalb Van Upp später von Harry Cohn beauftragt wurde, Hayworths Comeback nach einer vierjährigen Filmpause mit Affäre in Trinidad (1952) zu produzieren. 1953 zog sich Van Upp aus gesundheitlichen Gründen aus dem Filmgeschäft zurück.

Van Upp war in zweiter Ehe mit dem ehemaligen Paramount-Aufnahmeleiter Ralph W. Nelson verheiratet. Die Scheidung erfolgte 1949. Van Upp, die Mutter einer Tochter und einer Stieftochter war, starb 1970 an den Folgen eines Unfalls.

Filmografie Drehbuch 1934: Jagd nach dem Glück (The Pursuit of Happiness) – Regie: Alexander Hall 1936: Timothy’s Quest – Regie: Charles Barton 1936: Too Many Parents – Regie: Robert F. McGowan 1936: Poppy – Regie: A. Edward Sutherland 1936: My American Wife – Regie: Harold Young 1936: Easy to Take – Regie: Glenn Tryon 1937: Swing High, Swing Low – Regie: Mitchell Leisen 1938: Du und ich (You and Me) – Regie: Fritz Lang 1939: St. Louis Blues – Regie: Raoul Walsh 1939: Café Society – Regie: Edward H. Griffith 1939: Honeymoon in Bali – Regie: Edward H. Griffith 1941: Virginia – Regie: Edward H. Griffith 1941: Komm, bleib bei mir (Come Live with Me) – Regie: Clarence Brown 1941: One Night in Lisbon – Regie: Edward H. Griffith 1941: Bahama Passage – Regie: Edward H. Griffith 1943: The Crystal Ball – Regie: Elliott Nugent 1943: Young and Willing – Regie: Edward H. Griffith 1944: Es tanzt die Göttin (Cover Girl) – Regie: Charles Vidor 1944: The Impatient Years – Regie: Irving Cummings 1944: Modell wider Willen (Together Again) – Regie: Charles Vidor 1945: She Wouldn’t Say Yes – Regie: Alexander Hall 1946: Gilda – Regie: Charles Vidor 1951: Hochzeitsparade (Here Comes the Groom) – Regie: Frank Capra 1952: Affäre in Trinidad (Affair in Trinidad) – Regie: Vincent Sherman

Produktion 1944: The Impatient Years – Regie: Irving Cummings 1944: Modell wider Willen (Together Again) – Regie: Charles Vidor 1945: She Wouldn’t Say Yes – Regie: Alexander Hall 1946: Gilda – Regie: Charles Vidor 1952: Affäre in Trinidad (Affair in Trinidad) – Regie: Vincent Sherman

Weblinks

auf filmdirectorssite.com (englisch)

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