mini|hochkant=0.4|v. Adelebsen-Heraldik im Wappenbuch d. Königreichs Hannover u. Herzogtums Braunschweig. 1852. Reinhard Friedrich von Adelebsen (* 30. Juli 1826 in Hudemühlen; † 18. Oktober 1883) war Gutsbesitzer, Offizier und Mitglied des deutschen Reichstags.
Herkunft Seine Eltern waren der Königlich Hannoverische Landrat und Majoratsherr auf Adelebsen Friedrich Bodo Börries Ernst von Adelebsen (* 13. März 1790; † 2. Dezember 1865) und dessen Ehefrau die Freiin Eleonore Louise Johanna Eberhardine von Hodenberg (* 2. Juli 1797; † 18. April 1850). Der Vater war 1. Fideikommissherr auf Adelebsen, 1819 Ritter des Königlich Preußischen St. Johanniter-Orden, kgl. hann. Rittmeister, 1859 Landrat-Fstl. Kalenberg-Göttingen-Grubenhagen a. D. und dann einer der dienstältesten EhrenritterListe der Mitglieder der Balley Brandenburg des Ritterlichen Orden St. Johannis vom Spital zu Jerusalem. 1859. Martin Berendt, Berlin 1859, S. 15. des Johanniterordens überhaupt.
Leben R. von Adelebsen besuchte die Königlich Hannoversche Kadettenanstalt in Hannover und war Gutsbesitzer auf Friedland bei Göttingen. Er wurde 1845 Offizier, machte als Hauptmann und Kompanie-Chef im Königlich Hannoverschen Garde-Regiment die Schlacht bei Langensalza mit und wurde in dieser schwer verwundet. Während seiner aktiven Dienstzeit machte er vielfach größere Reisen und war von 1867 bis 1872 in der Umgebung des Königs Georg V. von Hannover, dessen Flügeladjutant er auch war.Kurzbiographie siehe Bernd Haunfelder: Reichstagsabgeordnete der Deutschen Zentrumspartei 1871–1933. Biographisches Handbuch und historische Photographien. In: Photodokumente zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 4, Droste, Düsseldorf 1999, ISBN 3-7700-5223-4, S. 118.
Von 1874 bis zu seinem Tode vertrat er den Wahlkreis Provinz Hannover 12 (Göttingen) im Deutschen Reichstag für die Deutsch-Hannoversche Partei, er schloss sich als Hospitant der Fraktion des Zentrums an.Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Auflage, Carl Heymanns Verlag, Berlin 1904, S. 125. Familie Adelebsen heiratete am 15. August 1871 Anna geb. Gräfin von Schwicheldt (* 9. Januar 1850), mit der er drei Töchter und einen Sohn hatte: Adelheid Hermine Eleonore Louise (* 15. Juli 1872) ⚭ 1893 Freiherr Kurt Emil Hans Karl von Uslar-Gleichen (* 11. Juni 1867; † 21. November 1944) Landschaftsrat Georg Reinhardt Friedrich Karl Hans (* 24. November 1873; † 1. Dezember 1957), Majoratsherr auf Adelebsen ⚭ Sophie von Stralenheim (* 27. März 1876)Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. 1901. Jahrgang 51, Justus Perthes, Gotha 1900, S. 759 -> mit Georg ist die Familie im Mannesstamm erloschen Eva Helene Elsbeth Sophie Auguste (* 13. Dezember 1876; † 3. Februar 1886) Ilse Anna Doraline Emilie Emma (* 14. Dezember 1878) ⚭ 1900 Gebhard von Mandelsloh
Seine Witwe Anna wohnte als Witwe auf Schloss Schliestedt.
Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Deutscher Uradel. 1922. Jahrgang 23, Justus Perthes, Gotha Nov. 1921, S. 1 f. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1904. Jahrgang 5, Justus Perthes, Gotha Nov. 1903, S. 1 f. Deutsche Adelsgenossenschaft (Hrsg.), Marcelli Janecki (Red. zug.): Jahrbuch des Deutschen Adels, Band 1, Vaterländische Verlagsanstalt-Verlag W. T. Bruer, Berlin 1896, S. 4.
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Anmerkungen
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