125px|rechts|Wappen der Stadt Bochum

Diese Liste von Persönlichkeiten der Stadt Bochum enthält Persönlichkeiten des Stadtgebietes von Bochum in seiner heutigen Ausdehnung. Darunter sind:

alle Stadtoberhäupter von Bochum seit der Abschaffung des jährlichen Wechsels des Amtes alle Stadtoberhäupter der ehemals selbständigen Stadt Wattenscheid seit Verleihung der Stadtrechte alle Ehrenbürger der beiden Städte sowie des ehemaligen Amtes Gerthe auf den genannten Gebiet geborene Persönlichkeiten, chronologisch nach Geburtsjahr aufgelistet; unerheblich, ob sie ihren späteren Wirkungskreis an ihren Geburtsort hatten oder nicht bekannte Einwohner, chronologisch nach Geburtsjahr aufgelistet; eine Übersicht von Persönlichkeiten, die in dem Gebiet gelebt beziehungsweise gewirkt haben, jedoch nicht dort geboren sind.

Bis auf die Absätze der Stadtoberhäupter und Ehrenbürger erhebt die Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Stadtoberhäupter von Bochum Bürgermeister (18. und 19. Jahrhundert) 1714–1721: Johann Wilhelm Mallinckrodt 1723–1761: Johann Karl Bordelius 1762–1772: Gerhard Wilbrand Lennich 1772: Johann Conrad Jacobi 1773–1817: Georg Friedrich Jacobi 1817–1835: Caspar Heinrich Steelmann 1835–1842: Heinrich von Lüdemann 1842–1873: Max Greve 1874–1876: Richard Karl Adalbert Prüfer

Oberbürgermeister (ab 1877) mini|hochkant=0.6|Otto Ruer(1879–1933), Ober­bürger­meister von 1925 bis 1933; von den National­sozialisten in den Tod getrieben.

Hauptamtliche Oberbürgermeister 1877–1891: Carl Bollmann 1892–1899: Karl Hahn, Nationalliberale Partei 1900–1925: Fritz Wilhelm Georg Graff 1925–1933: Otto Ruer, parteilos 1933–1943: Otto Leopold Piclum, NSDAP 1944–1945: Friedrich Hesseldieck, NSDAP 1945: Ferdinand Bahlmann (kommissarisch) 1945–1946: Franz Geyer

Ehrenamtliche Oberbürgermeister 1946: Tilmann Beckers, CDU (von der britischen Militärregierung nicht anerkannt) 1946–1952: Willi Geldmacher, SPD 1952–1969: Fritz Heinemann, SPD 1969–1975: Fritz Claus, SPD 1975–1994: Heinz Eikelbeck, SPD

Hauptamtliche Oberbürgermeister 1994–2004: Ernst-Otto Stüber, SPD 2004–2015: Ottilie Scholz, SPD 2015–2025: Thomas Eiskirch, SPD seit 2025: Jörg Lukat, SPD

Stadtoberhäupter von Wattenscheid Hauptamtliche Bürgermeister 1877–1879: Eduard Schaub 1880–1893: Otto Pokorny 1894–1920: Anton Wibberding 1920–1927: Paul Ueberhorst (SPD) aus Eschwege

Oberbürgermeister

Hauptamtlicher Oberbürgermeister 1927–1933: Paul Ueberhorst (SPD) aus Eschwege ab 16. April 1933–1939: Gerichtsassessor Hans Petri (NSDAP) vom Landgericht Bielefeld als Staatskommissar ab 10. März 1939 Oberbürgermeister Otto Leopold Piclum (NSDAP) in Bochum (kommissarisch), ab 4. April 1939: Amtsbürgermeister August Düsterloh (NSDAP) aus Hattingen (kommissarisch). 1945–1946: Johann Noll Ehrenamtliche Oberbürgermeister 1946–1946: Gustav Herrmann (SPD) 1946–1948: Hugo Bungenberg (CDU) 1948–1949: Kurt Kötzsch (SPD) 1950–1964: Hermann Sievers (SPD) 1964–1968: Georg Schmitz (SPD) 1968–1971: Erwin Topp (SPD) 1971–1974: Herbert Schwirtz (SPD)

Ehrenbürger Die Stadt Bochum hat seit 1846 13 Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen. Außerdem waren 1933 Adolf Hitler und 1938 Josef Wagner zu Ehrenbürgern ernannt worden. Wagner wurde die Ehrung laut einer Mitteilung an die britische Militärregierung von 1946 nach seinem Ausschluss aus der NSDAP 1942 wieder aberkannt. Hitler wurde erst am 9. November 1984 auf Beschluss des Rats der Stadt aus der Liste gestrichen.Westfälische Rundschau, 10. November 1984

Die Stadt Wattenscheid, welche heute zu Bochum gehört, hatte zwei Personen, Theodor Cöls und Karl Viëtor, und außerdem Adolf Hitler und dem Reichspräsidenten Hindenburg die Ehrenbürgerrechte verliehen. Das Amt Gerthe, welches seit 1928 zu Bochum gehört, hatte einem seiner Bürger die Ehrenbürgerrechte verliehen: Otto Gehres. Der besseren Übersichtlichkeit halber sind diese in die folgende Auflistung eingegliedert.

19. Jahrhundert mini|hochkant=0.6|Louis Baare(1821–1897), Ehrenbürger und Direktor der damals bedeutendsten Bochumer Firma.

30. Oktober 1846: Johannes Kämper, Lehrer 28. Februar 1876: Hermann Schultz, Justizrat und Rechtsanwalt 30. Oktober 1878: Theodor Cöls (* 23. Januar 1819 in Wattenscheid; † 12. Mai 1898 ebenda), Amtmann, Bürgermeister (Auszeichnung durch die damalige Stadt Wattenscheid) 5. Juni 1885: Otto von Bismarck (1815–1898), Reichskanzler 12. Januar 1887: Louis Baare (1821–1897), Generaldirektor des Bochumer Verein, Geheimer Kommerzienrat und Stadtverordneter

20. Jahrhundert 8. Januar 1904: Hermann Pieper (1839–1904), Bergrat und Bergwerksdirektor der Zeche Constantin 1910: Karl Viëtor, Industrieller (Auszeichnung durch die damalige Stadt Wattenscheid) 2. November 1917: Paul von Hindenburg (1847–1934), Generalfeldmarschall und späterer Reichspräsident 1922: Otto Gehres (* 1872; † 1932), Bergwerksdirektor der Zeche Lothringen (Auszeichnung durch das Amt Gerthe) 20. Mai 1925: Fritz Graff (1858–1929 in Bochum), Oberbürgermeister von 1904 bis 1925 22. April 1944: Saladin Schmitt (1883–1951), Intendant des Bochumer Schauspielhauses von 1919 bis 1949 30. Mai 1962: Carl Rawitzki (1879–1963), langjähriger Stadtverordneter, aktiver Nazigegner, Emigrant 3. April 1965: Franz Geyer (1885–1970), Oberbürgermeister von 1945 bis 1946, Bürgermeister, Kämmerer 27. November 1969: Fritz Heinemann (1903–1975), Oberbürgermeister von 1952 bis 1969 22. Mai 1975: Fritz Claus (1905–1985), Oberbürgermeister von 1969 bis 1975 15. März 1976: Gerhard Petschelt (1911–1979 in Bochum), Oberstadtdirektor von 1952 bis 1976

In Bochum geborene Persönlichkeiten Chronologische Auflistung nach Geburtsjahr

17. und 18. Jahrhundert mini|200x200px|Adalbert von der Recke-Volmerstein (1791–1878), Gründer der Diakonie.

Leffmann Behrens (1634–1714), deutsch-jüdischer Hoffaktor in Hannover Heinrich Johann Friedrich Ostermann (1687–1747), russischer Diplomat und Staatsmann Georg Friedrich Jacobi (1738–1822), Bürgermeister von Bochum Heinrich Dietrich von Grolman (1740–1840), Jurist und Mitglied des preußischen Staatsrats Adalbert von der Recke-Volmerstein (1791–1878), Gründer der Diakonie

19. Jahrhundert Bis 1880 mini|182x182px|Fritz Baare (1855–1917), deutscher Manager und Industrieller.

Friedrich Wilhelm Nottebohm (1808–1875), Architekt, Ingenieur und Gewerbepolitiker Friedrich Wilhelm Müser (1812–1874), Verwaltungsratsvorsitzender der Harpener Bergbau AG Phillipp Würzburger (1812–1877), Unternehmer Friedrich Wilhelm Böcker (1818–1861), Arzt und Gerichtsmediziner Heinrich Grimberg (1833–1907), Bergbauunternehmer Henriette von Noël (1833–1903), Lehrerin und Gründerin der Hildegardis-Schule Bochum Wilhelm Munscheid (1839–1913), Industrieller in Gelsenkirchen, Gemeinderat in Kray Friedrich Heinrich Flottmann (1844–1899), Ingenieur, Unternehmer und Industriepionier, Entwickler des Druckluft-Bohrhammer Fritz Brinkhoff (1848–1927), Braumeister, Schaffer der neuen Biersorte „Export“ Ludwig Schröder (1848–1914), Bergarbeiterführer und Gewerkschafter Heinrich Möller (1850–1902), Gewerkschafter und Politiker, Reichstagsabgeordneter Max Seippel (1850–1913), Schriftsteller Eduard zur Nedden (1854–1924), Landrat und Regierungspräsident Fritz Baare (1855–1917), Industrieller, Generaldirektor des Bochumer Vereins August Siegel (1856–1936), Bergarbeiterführer und Gewerkschafter Wilhelm Baare (1857–1938), Industrieller, Generaldirektor des Bochumer Vereins Gustav Altegoer (1859–1934), Politiker Gottfried Kleinschmidt (1860–1931), Unternehmer Bernhard Schulz (1861–1933), Politiker, Architekt, Lehrer und Anwalt Gustav Beckmann (1865–1939), Musikdirektor des Essener Bachvereins, Gründer des Verbandes evangelischer Kirchenmusiker in Preußen Wenceslaus Straussfeld (1867–1933), Theologe Johann Wilhelm Welker (1870–1962), Manager Paul Lohmar (1872–1946), Verbandsfunktionär (Berufsgenossenschaften) Bernhard Clostermann (1874–1919), Bürgermeister von Mülheim, Oberbürgermeister von Koblenz Friedrich Herbst (1874–1937), Bergbauingenieur, Hochschullehrer und Bergbaufunktionär mini|233x233px|Robert Koppel (1874–1966), Sänger und Vortragskünstler Robert Koppel (1874–1966), Sänger und Vortragskünstler Otto Heinrich Flottmann (1875–1944), Unternehmer Fritz Traugott Schulz (1875–1951), Kunsthistoriker, Hauptkonservator und Museumsdirektor August Weber (1875–1963), Politiker Lore Agnes (1876–1953), Politikerin und Frauenrechtlerin, Mitglied der Weimarer Nationalversammlung 1919/20 sowie des Reichstages von 1920 bis 1933. August Blankenstein (1876–1931), Maler der Düsseldorfer Schule Georg Breuker (1876–1964), Romanautor und Dichter Paul Frangenheim (1876–1930), Chirurg Josef Franke (1876–1944), Architekt Friedrich Albert Groeteken (1878–1961), Priester, Lehrer, Autor und Heimatforscher Fernando Baare (1879–1952), Major im Generalstab und Unternehmer Reinhard Rauschenberg (1879–1953), Gewerkschafter und Politiker (SPD) Romanus Bange (1880–1941), katholischer Pfarrer, Verfolgter im NS-Staat Albrecht Giersch (1880–1946), Schriftsteller Heinrich Schmiedeknecht (1880–1962), Architekt, schuf bedeutende Bauten in Bochum Wilhelm Teves (1880–unbekannt), Jurist und Abgeordneter des Provinziallandtages der Provinz Hessen-Nassau

1881–1900 mini|hochkant=0.6|August Oppenberg(1896–1971), Maler, der in seiner Schaffensperiode etwa 3600 Werke schuf.

Ernst Brandenburg (1882–1952), Gewerkschafter und Politiker Alfred Keller (1882–1974), General Hugo Pütter (1883–1963), hessischer Politiker Ottilie Schoenewald (1883–1961), Politikerin und Frauenrechtlerin Karl Surkamp (1883–1952), Gewerkschafter und Politiker Hermann Sierp (1885–1958), Botaniker Felix Wilhelm Beielstein (1886–1964), Schriftsteller Heinrich König (1886–1943), lokal bedeutender Politiker und Widerstandskämpfer, NS-Opfer Ernst Hermann Schulz (1886–1962), Eisenhüttenmann und Forschungsorganisator Eduard Schulte (1886–1977), Archivar, Historiker und Jurist Werner Kehl (1887–1943), Bankmanager Albert Bollmann (1889–1959), Fußballspieler Mathilde Gantenberg (1889–1975), Politikerin August Halbfell (1889–1965), Politiker Emil Stickling (1889–1950), Bergbauingenieur und Opfer des Stalinismus August Heinrichsbauer (1890–1977), Wirtschaftsjournalist und Lobbyist Richard Kahn (1890–nach 1933), Unternehmer Friedrich August Pinkerneil (1890–1967), Wirtschaftsfunktionär und Politiker Bernhard Düwell (1891–1944), Politiker Emil Mauritz Hünnebeck (1891–1968), Bauingenieur und Stahlbauunternehmer Friedrich Gnaß (1892–1958), Schauspieler Paul Nieder-Westermann (1892–1957), Politiker Karl Viëtor (1892–1951), Germanist und Hochschullehrer, Literaturhistoriker Johannes Walburg (1892–1947), Missionar und Märtyrer Maria Backenecker (1893–1931), Politikerin Werner Block (1893–1976), Chirurg und Sammler von Totentanzdarstellungen Hans Brockmann (1893–1982), Schauspieler Wilhelm Droll (1893–1967), Politiker Lory Maier-Smits (1893–1971), Lehrerin und Darstellerin Emilie Boer (1894–1980), Altphilologin und Astronomie-Historikerin Hans Ehrenberg (1894–1977), Mineraloge Jan Kaczmarek (1895–1977), deutsch-polnischer Politiker Anke Oldenburger (1895 – n. 1952), Malerin, Grafikerin und Bühnenbildnerin Hulda Pankok (1895–1985), Journalistin und Verlegerin, Gerechte unter den Völkern Hermann Stopperich (1895–1952), Politiker Emil Hartmann (1896–1963), Politiker August Oppenberg (1896–1971), Maler Nora Platiel (1896–1979), Politikerin, Juristin und Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus Franz Land (1896–1974), Politiker Elisabeth Boer (1896–1991), Archivarin und Historikerin Alfred Bockemühl (1896–1992), Verkehrswissenschaftler und Ingenieur Emil Hartmann (1896–1963), Politiker Luise Rehling (1896–1964), Politikerin Otto Haibach (1897–1999), Kartograph und Markscheidekundler Bernhard Wielers (1897–1957), Architekt Heinrich Günnewig (1898–1981), Jurist und Politiker