Kasimir Maria Walchner (* 10. Oktober 1773 in Eichstätt; † 13. April 1837 in Konstanz) war ein deutscher Historiker, Jurist und Redakteur.

Walchner, Sohn des Wollmatinger Revierförsters Franz Walchner, studierte in Ingolstadt Jurisprudenz. 1795 wurde er Advokat in Meersburg, 1804 badischer Beamter in Pfullendorf, 1811 Oberamtmann in Radolfzell am Bodensee, wo er bis zur Pensionierung 1824 verblieb. Er zog dann nach Freiburg, wo sein Sohn studierte, hier erschien 1825 auch seine Arbeit: Geschichte der Stadt Ratolphzell und er war 1826 Mitbegründer des Freiburger Geschichtsvereins. 1831 wurde er als landesherrlicher Kommisär nach Radolfzell zurückgerufen, wo er 1837 verstarb.

Walchner beschäftigte sich mit Forschungen zur badischen Geschichte, insbesondere mit der Bodenseegegend.

Sein Sohn war der Geologe Friedrich August Walchner.

Schriften (Auswahl) Geschichte der Stadt Pfullendorf vom Jahre 916 bis 1811, Constanz 1825 Geschichte der Stadt Radolfzell, Freiburg i. Br. 1825 Das Zunftwesen. Geschichtlich und politisch betrachtet mit Rücksicht auf die Verhandlungen der badischen Stände-Versammlung, Freiburg i. Br. 1825 Halsgerichtsordnung Kaisers Maximilian I. für die Stadt Radolfzell, Heidelberg 1826 Johann Heuglin von Lindau, Freiburg i. Br. 1827 (Digitalisat) Biographie des Truchsessen Georg III. von Waldburg, Constanz 1832 Johann von Botzheim, Domherr zu Constanz, und seine Freunde, Schaffhausen 1836

Literatur (sehr fehlerhafter ADB-Ersteintrag) (korrigierter ADB-Eintrag) Heinrich Schreiber: Freiburg im Breisgau mit seinen Umgebungen. Herder, Freiburg 1825, S. 391 books.google.com

Weblinks

Veröffentlichungen von Kasimir Walchner im Opac der Regesta Imperii. Eintrag im Kalliope-Verbund

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