mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Neukölln
Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Neukölln beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Neukölln mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.
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Überblick mini|hochkant=1.5|Das Straßennetz in Rixdorf, 1908
Entwicklung des Straßennetzes im Bezirk Der ursprüngliche Ortskern Neuköllns, das bis 1912 Rixdorf hieß und bis 1920 eine eigenständige Stadt war, befand sich am Richardplatz. Das geschäftliche Zentrum hat sich bis zum 21. Jahrhundert zur Sonnenallee und der Karl-Marx-Straße bis zum Hermannplatz verschoben.
Ab dem 20. Jahrhundert setzte eine rege Bautätigkeit ein, wozu sich etliche Bauunternehmen gegründet und Flächen angekauft hatten, darunter die Berliner Terraingesellschaft Lippmann & Stahl, der Rixdorfer Spar- & Bauverein GmbH, die Union Baugesellschaft auf Actien, die Berlin-Rixdorfer Bodengesellschaft, der Beamten-Wohnungsverein Neukölln eGmbH u. a. mit Wohnanlagen an der Edmundstraße 1–8, Neuköllnischen Allee 39–53a, im Bereich Gretelstraße 2–20 sowie Hänselstraße 1–5 und Harzer Straße 96–103 sowie die Gemeinnützige Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft Berlin GmbH u. a. mit Häusergruppen in der Emser Straße 58–68 sowie Nummern 71/72. Deren Aktivitäten führten zu einer raschen baulichen Erweiterung von Rixdorf und Erhöhung der Einwohnerzahlen. Mit der Umbenennung in Neukölln ging eine Regulierung der zugehörigen Gemeindefläche einher, einige Straßen oder Teile davon gelangten direkt an die Stadt Berlin, andere sind mit den benachbarten Ortsteilen ausgetauscht worden.
Prinzipien der Namensvergabe und Allgemeines zum Straßensystem Die vorhandenen gewidmeten 208 Straßen- und Plätze [Stand Januar 2016] lassen in der Namensgebung einige klare Gruppierungen erkennen: 36 Straßen erhielten Bezeichnungen nach deutschen Ortschaften, 33 Straßen nach deutschen Flüssen, 32 nach Personen mit konkretem Regionalbezug, 22 Straßen sind Lage- oder Richtungsangaben, sechs Straßen besitzen einen konkreten Bezug zur Rixdorf/Neuköllner Geschichte. Die „sonstigen Straßennamen“ betreffen Politiker, Schriftsteller, Wissenschaftler und Ingenieure, Musiker, Märchenfiguren, astronomische Begriffe – sie bilden jeweils keine größere Gruppe und sind über den Ortsteil verteilt (insgesamt 88).
Von den Straßen gehören zwölf teilweise zu Nachbarortsteilen. Die Gesamtlänge aller Stadt- und Bundesstraßen in Neukölln beträgt 107,6 Kilometer. Die Bundesstraße 179 verläuft auf dem Straßenzug der Karl-Marx-Straße durch Neukölln. Von der Stadtautobahn liegen 1140 Meter der Hauptfahrbahn und der provisorischen Anschlussstelle Grenzallee am Autobahndreieck Neukölln auf Neuköllner Gebiet, hinzu kommen 3870 Meter Fahrbahnen der Bundesautobahn 113 nach Dresden. Diese Strecken gehören alle zum großräumigen Straßensystem. Das Hauptstraßensystem unterteilt sich nach der Bedeutung. Zum übergeordneten Straßensystem gehören Columbiadamm, Erkstraße, Flughafenstraße, Grenzallee, Hermannplatz, Hermannstraße, Karl-Marx-Straße, Sonnenallee und Wildenbruchstraße. Zu den in die Nachbarortsteile des regionalen Straßensystems führenden gehören Dammweg, Hertastraße, Lahnstraße, Mariendorfer Weg, Neuköllnische Allee und Silbersteinstraße. Und schließlich verbinden die Ergänzungsstraßen das System der Hauptstraßen, dazu gehören Bergiusstraße, Chris-Gueffroy-Allee, Naumburger Straße, Niemetzstraße, Nobelstraße, Pannierstraße, Saalestraße und Teile der Silbersteinstraße.FIS Broker Detailnetz (Regionales Bezugssystem)Lageklärungen auf der Karte 1:5000, hergestellt durch die bezirklichen Vermessungsämter (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt)
Der Ortsteil Neukölln hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 10965, 10967, 12043, 12045, 12047, 12049, 12051, 12053, 12055, 12057, 12059, 12347 und 12099.
Übersicht der Straßen und Plätze
Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen Bild()50 × 25, evangelischer Theologe, Organist, Musikforscher, Philosoph und Arzt align=right Der Platz befindet sich an der Karl-Marx-Straße und bildet den Vorplatz der Albert-Schweitzer-Schule.140px|Albert-Schweitzer-PlatzAlfred-Scholz-Platz ()70 × 20(Dreiecksform)Alfred Scholz (1876–1944), Neuköllner Bürgermeister align=right Der Platz wird begrenzt von Richardstraße, Donaustraße, Ganghoferstraße und Anzengruberstraße. Zu einem Platz wurde der Bereich erst 1984 durch den Anschluss einer Verkehrsinsel an den Bürgersteig und trug ab dem 6. Juli 1985 den Namen Platz der Stadt Hof, nach der Neuköllner Partnerstadt Hof an der Saale. Ab 2012 ließ die Bezirksverwaltung den Platz umfassend umgestalten und bis zur Richardstraße verlängern. Durch mehrfarbige Steinmosaike wird auf die Bevölkerung des Ortsteils hingewiesen, die aus verschiedenen Nationalitäten stammt. Außerdem sind mehrere Anwohnerhinweise berücksichtigt worden.Platz der Stadt Hof wird umfassend erneuert. In: Berliner Morgenpost, 14. August 2012; abgerufen am 2. Oktober 2013 Im September 2013 wurden Überlegungen bekannt, diesen Platz nach dem letzten Neuköllner (Stadt)-Bürgermeister Alfred Scholz umzubenennen.Neukölln in Berliner Zeitung, 2. Oktober 2013; abgerufen am 2. Oktober 2013 Die Wiedereröffnung und Umbenennung fand am 28. April 2014 unter dem neuen Namen und unter Anwesenheit von Angehörigen Scholz’ statt.alfred-scholz-platz.de140px|Platz der Stadt HofAllerstraße ()530Aller, rechter Nebenfluss der Weser in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen align=right Die Straße verläuft von der Hermannstraße bis zur Oderstraße. Der Hausnummernverlauf folgt dem Prinzip der Hufeisennummerierung. Zuerst war sie laut Bebauungsplan die Straße 163a.140px|AllerstraßeAltenbraker Straße ()460Altenbrak, Ortsteil der Stadt Thale im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt align=right Die Straße führt von der Thomasstraße zur Siegfriedstraße. Der Hausnummernverlauf folgt dem Prinzip der Orientierungsnummerierung. Die Straße wurde Ende des 19. Jh. angelegt und zuerst Bodestraße genannt.140px|Altenbraker StraßeAm Oberhafen ()100 Hafenteil, der mit dem Bau des Teltowkanals entstand align=right Die Straße geht von der Grenzallee ab. Die vorherigen Bezeichnungen waren laut Bebauungsplan Straße 180 und Straße 180f. Die kleine Sackgasse erschließt das Gelände des Hafens, der überwiegend von Recycling-Firmen genutzt wird.Am Oberhafen, Berlin-Neukölln: Schleuse Neukölln, Teltowkanal, Oberhafen140px|Am OberhafenAm Sudhaus () 160 Sudhaus der Kindl-Brauerei, genutzt als Gasthaus align=right Die Straße geht ostwärts von der Werbellinstraße in Richtung Rollbergstraße ab und führt auf das Gelände der ehemaligen Brauerei. Im amtlichen Verzeichnis werden hier 60 Hausnummern angegeben. Die große Lagerfläche wird von einem Getränkegroßhandel genutzt, außerdem finden hier regelmäßig Trödelmärkte statt. 140x140px|zentriert|Turm des Sudhauses, 2018Anzengruberstraße ()340Ludwig Anzengruber (1839–1889), österreichischer Schriftsteller align=right Die Straße führt von der Karl-Marx-Straße zur Sonnenallee. Der Hausnummernverlauf folgt dem Prinzip der Hufeisennummerierung. Die vorherige Bezeichnung war laut Bebauungsplan Straße 13d. An der Ecke Karl-Marx-Straße befindet sich die Alte Post.140px|AnzengruberstraßeAronsstraße ()700Leo Arons (1860–1919), Physiker und Politiker align=right Die Straße führt von der Dieselstraße bis zum Dammweg. Der Hausnummernverlauf folgt dem Prinzip der Orientierungsnummerierung. Sie hieß zuerst (ab 1901) Sackführerdamm, bekam 1926 den Namen Leo-Arons-Straße und wurde 1934 in Sackführerdamm zurückbenannt. 1973 erhielt sie zusammen mit der Straße 559 ihre aktuelle Bezeichnung.140px|AronstraßeBambachstraße ()60Johann Leonhard Bambach (1820–1913), Berliner Kommunalpolitiker align=right Die Straße ist eine von der Silbersteinstraße abgehende Sackgasse. Zuerst hieß sie laut Bebauungsplan Straße 168. Mit der Straßenbenennung wurde Bambach (auch) als Mitbegründer der „Tischlerkolonie in der Knesebeckstraße“ geehrt (1936).140px|BambachstraßeBartastraße ()100Carl Friedrich Barta (1833–1914), Gastwirt und Rixdorfer Gemeindevorsteher align=right Die Straße ist eine von der Mareschstraße abgehende Sackgasse. Die vorherige Bezeichnung war laut Bebauungsplan Straße 17b. Im Adressbuch des Jahres 1936 wird „Barta, alte Neuköllner Familie, ehemals Besitzerin des Geländes“ (über das die Straße verläuft) als Namensgeber genannt. Der Gastwirt ist in Kauperts Straßenverzeichnis angegeben.140px|BartastraßeBendastraße ()440(im Ortsteil)Robert von Benda (1816–1899), Politiker und Rittergutsbesitzer align=right Die Bendastraße verläuft von der Ringbahnstraße und der Hertastraße über die Britzkestraße und endet danach als Sackgasse. Ein kleiner Teil der Straße befindet sich in Britz. Der Hausnummernverlauf folgt dem Prinzip der Hufeisennummerierung. Zuerst hieß sie laut Bebauungsplan Straße 59. Die Verlängerung der Straße in Britz wurde 1928 ebenfalls in Bendastraße umbenannt.140px|BendastraßeBergiusstraße ()710Friedrich Bergius (1884–1949), Chemiker align=right Die Bergiusstraße führt von der Grenzallee bis zur Nobelstraße. Der Hausnummernverlauf folgt dem Prinzip der Orientierungsnummerierung. Sie wurde aus den vorherigen Straße 11 IV, Straße 4 und Straße 425 zusammengefasst.140px|BergiusstraßeBerthelsdorfer Straße ()190Berthelsdorf, Stadtteil von Herrnhut in Sachsen align=right Die Straße verläuft von der Richardstraße bis zur Donaustraße. Der Hausnummernverlauf folgt dem Prinzip der Hufeisennummerierung. Ab dem Jahr 1902 wurde sie als Triftweg bezeichnet und in den Adressbüchern kreuzte sie die Richardstraße zwischen deren Hausnummern 107 und 108.140px|Bertelsdorfer StraßeBiebricher Straße ()150Biebrich, Stadtteil von Wiesbaden align=right Die Biebricher Straße führt von der Hermannstraße bis zur Mainzer Straße. Der Hausnummernverlauf folgt dem Prinzip der Hufeisennummerierung. Zuerst hieß der Verkehrsweg Straße 213. Nach der Namensgebung schrieb man die Straße eine Zeit lang Biebrichstraße (Adressbuch 1901).140px|Biebricher StraßeBoberstraße ()70Bober, linker Nebenfluss der Oder in Polen align=right Die Straße führt von der Siegfriedstraße zur Emser Straße. Sie wurde zuerst als Straße 164b bezeichnet.140px|BoberstraßeBoddinplatz ()110 × 40Hermann Boddin (1844–1907), Bürgermeister von Rixdorf align=right Der Boddinplatz liegt an der Mainzer Straße und der Boddinstraße. Zuerst hieß er Platz IVa.140px|BoddinplatzBoddinstraße ()650Hermann Boddin (1844–1907), Bürgermeister von Rixdorf align=right Die Boddinstraße verläuft als Einbahnstraße von der Hermannstraße bis zur Karl-Marx-Straße. Der Hausnummernverlauf folgt dem Prinzip der Hufeisennummerierung. Die vorherige Bezeichnung war laut Bebauungsplan Straße 209a. Im Innenhof Boddinstraße 21 befindet sich ein nach Plänen des Architekten Georg Behnke in den Jahren 1906/1907 angelegtes Gartendenkmal. Die von Erich Köhn entworfene und 1904–1906 erbaute Wohnanlage mit den Hausnummern 23–31 und das in den Jahren 1906/1907 errichtete Mietshaus an der Ecke Mainzer Straße sind weitere gelistete Baudenkmale.140px|BoddinstraßeBöhmischer Platz (*) ()60 × 40Böhmen, Heimat von im 18. Jahrhundert in Rixdorf angesiedelten protestantischen Flüchtlingen align=right Der Böhmische Platz wird begrenzt von der Böhmischen Straße, der Niemetzstraße und der Schudomastraße. Vor seiner Benennung im Jahr 2000 trug er keinen Namen.140px|Böhmischer PlatzBöhmische Straße ()720Böhmen, Heimat von im 18. Jahrhundert in Rixdorf angesiedelten protestantischen Flüchtlingen align=right Die Straße führt als Ringstraße in Rixdorf von der Richardstraße bis zur Donaustraße und Treptower Straße. Der Hausnummernverlauf folgt dem Prinzip der Hufeisennummerierung. Die einzelnen Teile wurden zuerst als Straße 100, Straße 184 und Straße 84a bezeichnet.