Karl Friedrich Wilhelm Julius Reinhart Steinbicker (* 3. September 1904Die Filmdatenbank www.imdb.com gibt c. 1905 als Schätzung für das Geburtsjahr an. Nach Angaben des Filmhistorikers Kay Weniger basiert das angegebene Geburtsdatum 3. September 1904 auf einer von Steinbicker ausgefüllten Meldebestätigung in Wien während seines Aufenthalts in Wien anlässlich von Dreharbeiten im März/April 1933. in Lemgo; † 5. August 1935 in Berlin) war ein deutscher Drehbuchautor, Regieassistent und Filmregisseur.
Biografie Steinbicker war über eine Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Alpinisten, Schauspieler und Bergfilmer Luis Trenker – Steinbicker bearbeitete 1931 den Bilderteil des patriotisch-nationalistischen Gedenkbuches Kampf in den Bergen. Das unvergängliche Denkmal der Alpenfronthttp://www.choosebooks.com/displayBookDetails.do?itemId=87327199&b=1 – von diesem zum Film gebracht worden. Trenker verpflichtete ihn 1932 als einen seiner Regieassistenten bei dem pathetischen Tiroler Freiheitsdrama Der Rebell. Daraufhin assistierte Steinbicker ab Sommer 1933 auch bei Filmen anderer Regisseure, darunter Kurt Bernhardts Science-Fiction-Klassiker Der TunnelChrista Bandmann/Joe Hembus: Klassiker des Deutschen Tonfilms 1930–1960, S. 242, ISBN 3-442-10207-3 sowie Robert A. Stemmles Rühmann-Komödien So ein FlegelChrista Bandmann/Joe Hembus: Klassiker des Deutschen Tonfilms 1930–1960, S. 90, ISBN 3-442-10207-3 und Heinz im Mond.
Zwischenzeitlich, von Herbst 1933 bis Frühjahr 1934, kooperierte Steinbicker erneut mit Trenker, als er bei dem in den USA (New York) wie in den Alpen gedrehten, aufwändigen und sozialkritischen Auswanderer- und Heimkehrer-Drama Der verlorene Sohn neben seiner Mitwirkung am DrehbuchChrista Bandmann/Joe Hembus: Klassiker des Deutschen Tonfilms 1930–1960, S. 93, ISBN 3-442-10207-3The ministry of illusion: Nazi cinema and its afterlife, S. 329 (Auszüge verfügbar bei Google Books) erneut als Regieassistent eingesetzt wurde. Bei mehreren Filmen jener Jahre (1933/34) beteiligte sich Steinbicker auch an der Erstellung von Drehbüchern, darunter die frühe, in Wien im März/April 1933 entstandene Emigrantenproduktion Unsichtbare Gegner mit den aus NS-Deutschland geflüchteten, jüdischen Künstlern Peter Lorre und Oskar Homolka in zwei Hauptrollen. Eintrag beim Österreichischen Filminstitut
1934 führte Steinbicker das erste und einzige Mal Regie, als man ihn bei dem Film Liebe, Tod und Teufel dem mit technischen Belangen der Filmregie wenig erfahrenen Theatermacher Heinz Hilpert zur Seite stellte.Heinz Lunzer, Victoria Lunzer-Talos: Horváth: einem Schriftsteller auf der Spur, 2001, S. 9 Auch hier zeichnete Steinbicker ebenfalls für das Drehbuch mitverantwortlich.Christa Bandmann/Joe Hembus: Klassiker des Deutschen Tonfilms 1930–1960, S. 223, ISBN 3-442-10207-3
Steinbicker starb wenig später, im August 1935, in der St. Maria-Victoria-Heilanstalt.Landesarchiv Berlin, Sterberegister Standesamt Berlin XII a, Nr. 1222/1935 (online auf Ancestry.com, kostenpflichtig)
Filmografie (als Drehbuchautor) 1933: Unsichtbare Gegner 1933: Der Tunnel 1934: Der verlorene Sohn 1934: Liebe, Tod und Teufel (auch Regie)
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Einzelnachweise
Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1904 Kategorie:Gestorben 1935 Kategorie:Mann