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Betz Architekten Planungsgesellschaft ist ein deutsches Architekturbüro. Es wurde von den Architekten Walther und Bea Betz mit Büros in München (ab 1957), Würzburg (ab 1965) und Berlin (ab 1988) betrieben. Seit 1994 führt Oliver Betz das Büro München.

Partner Bea Betz (geb. Beatrix Fütterer, * 13. August 1928 in Braunschweig, † 20. Dezember 2018) verbrachte ihre Kindheit und Schulzeit nach Stationen in Berlin und Hannover ab 1938 in Budapest. 1945 wurde sie durch eine Zufallsbegegnung mit dem Münchener Architekten Hans Döllgast zum Architekturstudium animiert. Sie studierte von 1949 bis 1954 an der TH München. In den vorlesungsfreien Zeiten arbeitete sie in den Architektenbüros von Reinhard Riemerschmid in München und Rolf Gutbrod in Stuttgart. Von 1951 bis 1952 ging sie als Fulbright-Stipendiatin an das Carnegie Institute of Technology in Pittsburgh Anschließend trat sie eine Rundreise zu den Bauten Frank Lloyd Wrights an und erhielt eine Fü̈hrung durch Fallingwater von dessen Besitzer Edgar J. Kaufmann. Nach dem Studium, das sie 1954 als eine der vier Jahrgangsbesten mit dem Diplom abschließt, arbeitet sie zunächst im Büro von Georg Alexander Roemmich. Daneben entstehen erste eigene Projekte und Wettbewerbsentwürfe gemeinsam mit Walther Betz, den sie während des Studiums kennenlernte.

Walther Betz (* 3. März 1929 in Würzburg, † 7. Januar 2010 in München) studierte von 1949 bis 1953 an der TH München, wo er 1960 promovierte.

Das Ehepaar arbeitete nach der Heirat 1957 zusammen, die ersten Aufträge beinhalten die Planung von Einfamilien- und Ferienhäusern in Unterfranken, der Heimat von Walther Betz. später auch mit ihrem Sohn Oliver Betz als Juniorpartner.

Bauten 1958: Mehrfamilienhaus Ziegler-Gahm in Würzburg 1959–1961: Haus Haury in Sibichhausen am Starnberger See (Erweiterungsbau 1980) vor 1961: Haus Gautier in Starnberg 1964: Haus Dr. Reinäcker in VolkachDer Baumeister. Heft 1/1966 1966: Haus Schaefer in WürzburgDer Baumeister. Heft 1/1968 vor 1968: Jugendfreizeitheim in München-PasingDer Baumeister. Heft 3/1968 vor 1968: Kreiskrankenhaus in Gerolzhofen 1969–1982: Hauptverwaltung für die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank in München (mit Eberhard Mehner) 1970: Deutscher Pavillon auf der Expo ’70 in Osaka 1970: Haus Taeuberhahn in Gambach am Main 1971: Wolffskeel-Realschule in Würzburg 1972: Verwaltungsgebäude für die Alte Leipziger Lebensversicherung in Würzburg 1972: Altenwohnheim und Schwesternhaus in Karlstadt 1972: Seinsheimschule in Rottendorf (gilt als ein Vorreiter des modernen Schulbaus in Deutschland)Colegios modernos en Alemania. In: Humboldt, Nr. 60 (1976), S. 30–43, hier S. 35–37. 1981: Hypo-Turm am Arabellapark in München 1975: Lise-Meitner-Gymnasium Unterhaching (2. Abschnitt 2005) 1975: Hörsaalgebäude P4 der Fakultät für Naturwissenschaften der Julius-Maximilians-Universität WürzburgZentrales Hörsaalgebäude Universität, Würzburg 1978: Deutsche Botschaft London (Civic Trust Award) 1979–1980: Haus Sieglinde Haury (BDA-Preis Bayern 1982)Haus Haury I + II 1982: Wohnanlage Schleißheimer Straße in München 1985: Haus Scharff in Reutlingen 1988: Reihenhausanlage Am Haidelweg in München 1988: Kurgastzentrum in Bad Reichenhall 1991: Gebäude für die Bayerische Landeszentralbank in Würzburg 1993–1996: Erweiterungsbau für das Hotel Berlin (mit Michael König) 1994–1994: Landeskriminalamt Berlin am Tempelhofer Damm 1998: Hypo-Haus-Ost – Verwaltungsgebäude der HypoVereinsbank in München 2004–2007: U-Bahnhof Olympia-Einkaufszentrum Deutsches Archäologisches Institut Istanbul Haus Zimmermann in Feldafing

Preise und Ehrungen 1971: BDA-Preis Bayern für Haus Taeuberhahn mit Atelier, Gambach/Main 1973: Förderpreis für Architektur der Landeshauptstadt München 1979: Civic Trust Award, London 1979: British Concrete Society Award 1981: BDA-Preis Bayern für Haus Haury, Sibichhausen 2009: Architekturpreis der Landeshauptstadt München

Weblinks

Bestand „Betz Architekten“ im Architekturmuseum der TU München

Einzelnachweise

Kategorie:Architekturbüro (Deutschland) Kategorie:Unternehmensgründung 1957