mini|Machang-Moschee in Linxia in der chinesischen Provinz Gansu mini|Machang-Moschee Xidaotang (chin. 西道堂, zuerst Jinxingtang 金星堂 genannt, die „Han-Schulen-Sekte“Hu Fan. S. 174. (Hanxue pai 汉学派) bzw. „Chinesische Schule“) ist eine chinesisch-islamische Schulrichtung. Sie wurde von Ma Qixi (1857–1914), einem Hui-Chinesen aus Lintan in Gansu, Anfang des 20. Jahrhunderts gegründetDer später von einem lokalen Warlord ermordet wurde. In ihrer Lehre wird islamischer Glaube relativ stark mit traditioneller chinesischer Kultur verschmolzen.

Sie ist hauptsächlich in Lintan und Hezheng in der nordwestchinesischen Provinz Gansu verbreitet,Cihai, S. 1811. und besitzt auch Anhänger in der Provinz Qinghai, dem Autonomen Gebiet Xinjiang der Uiguren und in der Provinz Sichuan. (gefunden am 27. März 2010) Es ist eine hanafitische Schule der Sunni-Tradition ähnlich wie Qadim (Gedimu), die Jahriyya-Elemente aufgenommen hatCihai, S. 1811.. Werke von Liu Zhi und anderen dienen ihr als Da'wa-Quelle.Shoujiang Mi & Jia You, S. 68.

Großes Gewicht wird auf jiaocheng (教乘)Siehe Hauptartikel Scharia. und auf das „eigene Glaubenssystem“ (daocheng 道乘) gelegtCihai, S. 1811. - Siehe Hauptartikel Tariqa., „das stufenweise zur Entpersönlichung und zur mystischen Vereinigung mit Gott führt“ (Hu Fan)Hu Fan, S. 114..

Ihre Mitglieder sind in einer Art muslimischer Kommunen kollektiv organisiert und arbeiten zusammen.„Xidaotang is a religious sect and a special economic community as well.“ (Shoujiang Mi, Jia You) Ein Schwerpunkt der Organisation liegt auf Bildung.

Große Wichtigkeit hat der Feiertag Mawlid an-Nabi (zu Ehren des Geburtstags des Propheten Mohammed), auch sein Todestag, und der Jahrestag des Todes von Ma Qixi, des Gründers der Bewegung. Es wurden keine Mausoleen für die Murshids (Führer/Lehrer) nach ihm errichtet.Shoujiang Mi, Jia You: ()

Weitere Führer der Bewegung waren von 1918 bis 1946 Ma Mingrenchin. 马明仁 (1896–1946) und von 1947 bis 1958 Min Xuechengchin. 敏学成 (i. e. Min Zhidaochin. 敏志道) (1882–1957).

Zusammen mit Ikhwan (Yihewani)Von Ma Wanfu (1853–1934) aus Hezhou in der Provinz Gansu gegründet. und Qadim (Gedimu) zählt Xidaotang zu den Drei großen Schultraditionen ChinasZhongguo de sanda jiaopai 中国的三大教派 bzw. kurz: Sanda jiaopai 三大教派: Gedimu 格底目 (Qadīm), Yihewani 伊赫瓦尼 (Ikhwānī), Xidaotang 西道堂 (Chinesische Schule) zählt.. __NOTOC__

Literatur Shoujiang Mi, Jia You: Islam in China, Chinese Intercontinental Press, 2004; ISBN 7508505336 (web) Michael Dillon: China's Muslim Hui Community 1999 Dru C. Gladney: Muslim Chinese: ethnic nationalism in the People's Republic (Xi Dao Tang, S. 56 f.) Hu Fan: Der Islam in Shaanxi: Geschichte und Gegenwart. Diss. Bonn 2008

Chinesische Literatur Qinghai minzu xueyuan Minzu yanjiusuo (Nationalitäten-Forschungsinstitut des Qinghai-Nationalitäten-Instituts); Xibei minzu xueyuan Xibei minzu yanjiusuo (Nordwest-Nationalitäten-Forschungsinstitut des Nordwest-Nationalitäten-Instituts: Xidaotang shiliao ji (Historische Materialien zu Xidaotang), Xining 1987)

Nachschlagewerke Cihai („Meer der Wörter“), Shanghai cishu chubanshe, Shanghai 2002, ISBN 7-5326-0839-5 (Artikel: Xidaotang)

Siehe auch Gongbei (), ein ismalisches Grabmal eines Sufi-Meisters Gedimu, die früheste Schule des Islam Yihewani, eine islamische hanafitische, nicht-sufistische Schule der Sunni-Tradition Sufismus, eine Sammelbezeichnung für mystische Strömungen im Islam mit asketischen Tendenzen und einer spirituelle Orientierung Tekke (罕卡 Khanqah, 扎维叶 Zawiya), ein Zentrum einer Sufi-Bruderschaft

Weblinks West Khanqa – Englisch Gongshe xingzhe de Musilin zuzhi – Xidaotang – Chinesisch

Einzelnachweise und Anmerkungen

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