Franziskus Faber (auch: Franz Faber; * 1542 in Freiberg; † 7. April 1593 in Wittenberg) war ein deutscher Mediziner.

Leben Der Sohn des Anton Faber (1505–1575), hatte am 2. Februar 1560 ein Studium an der Universität Wittenberg aufgenommen. Hier absolvierte er zunächst ein Grundstudium in den Sieben freien Künsten und erwarb sich am 15. August 1564 den akademischen Grad eines Magisters der Philosophie. Danach wurde er 1567 in den Senat der philosophischen Fakultät aufgenommen, widmete er sich medizinischen Studien und absolvierte dazu eine Bildungsreise. Diese führte ihn 1568 an die Universität Padua, wo er sich vermutlich den medizinischen Doktorgrad erwarb. Am 6. Oktober 1570 befindet er sich an der Universität Heidelberg und betätigt sich danach als praktischer Arzt an verschiedenen Orten.

So war er in Dresden tätig und war von 1577 bis 1581 Stadtarzt in Chemnitz. Am 19. Oktober 1581 wurde er als zweiter medizinischer Professor an die Universität Wittenberg berufen und stieg 1591, nach dem Abgang von Salomon Alberti, in die erste medizinische Professur der Anatomie auf. Faber beteiligte sich auch an den organisatorischen Aufgaben der Wittenberger Hochschule und war in den Wintersemestern 1583 sowie 1589 Rektor der Alma Mater.

Faber, der auch die Anerkennung des Konkordienbuchs unterschrieben hatte, war mit Magdalena (1553–1625), der Tochter des Torgauer Stadtarztes Johannes Kentmann und dessen Frau Magdalena Sponer, verheiratet. Sie verheiratete sich in zweiter Ehe mit dem Mediziner Salomon Alberti.

Grabstätte mini|Epitaph für Franziskus Faber in der Schlosskirche Wittenberg Faber wurde nach seinem Tod am 10. April 1593 in der Wittenberger Schlosskirche, im Langhaus unter der Orgel der Nordseite, begraben. Ihm errichtete dort seine Frau ein bronzenes Epitaph (Größe 43 × 61 cm). Der Text darauf lautet:

Werke De dolore colico. Heidelberg 1570 De morbum crisibus (Responent Rodewalt) Wittenberg 1584 De dyspnoea vulgari, eiusque gradibus (Responent Rodewalt) Wittenberg 1585

Literatur Hans Theodor Koch: Die Wittenberger Medizinische Fakultät (1502-1652). In: Stefan Oehmig: Medizin und Sozialwesen in Mitteldeutschland. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig, 2007, ISBN 978-3-374-02437-7, S. 309 Fritz Roth: Restlose Auswertungen von Leichenpredigten für genealogische und kulturhistorische Zwecke. Bd. 8, S. 305, R 7465 Gottfried Suevus: Academiae Wittebbergensis ab anno fundationis 1502 … usque ad annum 1655. Wittenberg 1655

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